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Bildung

Chamer Berufsschule auf der Zielgeraden

Der Bau des finalen Moduls hat begonnen. 2020 sollen Azubis aus den Bereichen Gastro, Medizin und Wirtschaft einziehen.
Von Michael Gruber

  • Chronik: Der Beschluss für den Bau der neuen Berufsschule fiel 2011 im Kreistag ohne Gegenstimme. Das Modul 1 ist seit 2014 in Betrieb und beherbergt den Bereich Elektrotechnik. Im Sommer 2017 eröffneten die Module 2 und 3 für Kfz, Metall und erneuerbare Energien.

Cham.Den Spaten rein in den Haufen und hoch mit dem Erdreich – das ist gar nicht so leicht, wie es aussieht. Vor allem, wenn das eigene Metier eher mit Zahnarztstühlen, Hotelküchen oder Sparkassenschaltern zu tun hat. Am Freitagnachmittag gaben sich acht Chamer Berufsschüler dennoch alle Mühe, das nächste große Kapitel für den Landkreis aufzuschlagen: Sie durften den Spatenstich für das Modul 4 in der Badstraße selbst in die Hand nehmen.

Dynamik: Die neue Berufsschule sei ein Symbol für die dynamische Entwicklung des Landkreises, erklärte Landrat Franz Löffler zum Baustart des finalen Moduls der Berufsschule. Beim Thema Digitalisierung setze die Schule mit rund 1300 Rechnern auf 2600 Schüler neue Maßstäbe.
Dynamik: Die neue Berufsschule sei ein Symbol für die dynamische Entwicklung des Landkreises, erklärte Landrat Franz Löffler zum Baustart des finalen Moduls der Berufsschule. Beim Thema Digitalisierung setze die Schule mit rund 1300 Rechnern auf 2600 Schüler neue Maßstäbe.

Geht es nach den Plänen des Landratsamts und der ausführenden Baufirmen wird ihre Zunft hier im Frühjahr 2020 ein neues Quartier aufschlagen. Insgesamt 940 Schüler aus rund 40 Klassen sollen im letzten Gebäudetrakt der neuen Berufsschule in den Berufsbereichen Arzthelfer, Hotel- und Gaststätten und Wirtschaft unterrichtet werden. Rund 250 weitere Schüler kämen im Tagesdurchschnitt dort unter, wie Schulleiter Siegfried Zistler erklärte. „Mit der Fertigstellung des Moduls 4 kommt der Großteil der Schüler überhaupt erst zu uns in die Badstraße.“

Großartiges entsteht

Zistlers Dank galt allen Unterstützern des Bauvorhabens aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, die zum Baustart des finalen Abschnitts des rund 40 Millionen Euro schweren Großprojekts in die Badstraße gekommen waren, darunter MdB Karl Holmeier und Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp sowie zahlreiche Kreisräte und die Leiter des ausführenden Architekturbüros Engl und Meindl. „Hier entsteht definitiv etwas Großartiges, wie man bereits an den Modulen 1 bis 3 sehen kann“, sagte Zistler.

Einzigartig: Schulleiter Siegfried Zistler lobte die Unterstützer des Bauvorhabens aus Politik, Wirtschaft und Schule für ihre Kooperation bei der Verwirklichung des Projekts. Ideen wie der integrierte Fachraum zur Verzahnung von Praxis und Theorie seien bayernweit einzigartig.
Einzigartig: Schulleiter Siegfried Zistler lobte die Unterstützer des Bauvorhabens aus Politik, Wirtschaft und Schule für ihre Kooperation bei der Verwirklichung des Projekts. Ideen wie der integrierte Fachraum zur Verzahnung von Praxis und Theorie seien bayernweit einzigartig.

Die Berufsschule erfülle dank der Kooperation von Landkreis, Wirtschaft und Verbänden wie der Handwerkskammer alle Standards, die der moderne Arbeitsmarkt von einer Bildungseinrichtung verlange. Darunter falle besonders die IT-Austattung mit 32 digitalen Tafeln, elektronischem Stundenplan und der Möglichkeit der digitalen Abgabe von Hausaufgaben.

„Hervorzuheben ist außerdem der integrierte Fachraum auf 120 Quadratmetern, wo Theorie und Praxis verzahnt werden“, erklärte Zistler. „Wie sich bei einer bayernweiten Tagung der Schulleiter herausgestellt hat, gibt es das in Bayern kein zweites Mal und wurde von den Kollegen sehr bewundert.“ Wie Architekt Hans Engl in seiner Präsentation der Baupläne schilderte, umfasst der neue Gebäudeteil, der sich dem bestehenden Ensemble im Osten anschließt, etwa ein Drittel der Hauptnutzfläche der Berufsschule von rund 7000 Quadratmetern und stellt somit das größte Modul im Bauvorhaben dar.

Modul 4: Der letzte Gebäudeteil der neuen Berufsschule umfasst rund ein Drittel der gesamten Hauptnutzfläche und soll Platz für rund 940 Schüler bieten, die aus 40 Klassen in den Bereichen Arzthelfer, Gastronomie oder Wirtschaft eine duale Ausbildung absolvieren.
Modul 4: Der letzte Gebäudeteil der neuen Berufsschule umfasst rund ein Drittel der gesamten Hauptnutzfläche und soll Platz für rund 940 Schüler bieten, die aus 40 Klassen in den Bereichen Arzthelfer, Gastronomie oder Wirtschaft eine duale Ausbildung absolvieren.

Wie in allen anderen Bereichen soll darin ein Innenhof zum Lichteinfall für die Klassenzimmer entstehen. Neben den Bereichen für Hauswirtschaft und Ernährung, Medizin und Wirtschaft soll es zudem einen Anschluss an die bestehenden Lehrerzimmer geben. Im Oktober 2018 rechnen die Architekten mit der Fertigstellung der Decke des dreistöckigen Moduls, Anfang Dezember soll der Rohbau stehen. Die offizielle Eröffnung steht für den 3. April 2020 auf dem Plan. „Ich hoffe auf einen erfolgreichen und unfallfreien Bau und bin mir sicher, dass wir wie bei den anderen Modulen im Kosten- und Zeitrahmen bleiben werden“, sagte Engl. Die Kosten für den letzten Teil der Berufsschule: 12 Millionen Euro.

Symbol für Dynamik

Landrat Franz Löffler lobte das Bauprojekt als Symbol für die „dynamische Entwicklung des Landkreises“, die sich in den rekordverdächtigen Beschäftigungszahlen widerspiegele. „Bildung hat für uns den höchsten Stellenwert, schließlich geht es darum, das Humankapital für eine Wirtschaft auszubilden, die händeringend nach Fachkräften sucht“, sagte Löffler.

Seinen Dank richtete er an die Parteikollegen MdB Karl Holmeier und Dr. Gerhard Hopp, die einen Fördersatz von knapp 60 Prozent bei der Baufinanzierung ermöglicht hätten. Genauso habe der Kreisrat die richtige Entscheidung getroffen, für diese Großinvestition in Bildung zu stimmen. Erwähnenswert sei, dass der bisherige Bau trotz der Dimension und der Hochkonjunktur im Kosten- und im Zeitrahmen geblieben sei. „Mit der neuen Berufsschule setzen wir die modernsten Voraussetzungen für die duale Ausbildung im Landkreis.“

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