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Technologie

Chamer entwickeln beheizbare Warnweste

Die Firma all2work hat das „Smart Clothing“ in Berlin vorgestellt. Besonders die Post oder die Müllabfuhr könnte profitieren.

all2work-Gschäftsführer Andreas Schmaderer begrüßt am Messestand Dr. Dominik Rohrmus, Head of Research Group bei Siemens und seit 2016 bei LNI4.0 tätig. Foto: Nebojsa Roknic
all2work-Gschäftsführer Andreas Schmaderer begrüßt am Messestand Dr. Dominik Rohrmus, Head of Research Group bei Siemens und seit 2016 bei LNI4.0 tätig. Foto: Nebojsa Roknic

Cham.In Berlin fand vor kurzem die Labs Network Industrie 4.0 (LNI 4.0) statt – eine Messe, die sich als Dialog-, Kompetenz- und Experimentierplattform für Unternehmen anbietet. Mit dabei war auch das Chamer Unternehmen all2work mit zwei seiner innovativen Produkte: einem elektronischen Warenausgabesystem und einer Warnschutzjacke mit integrierter Induktionsheizung.

Auf der LNI 4.0 können kleine und mittelständische Unternehmen Technologien, Innovationen und Geschäftsmodelle rund um Industrie 4.0 erproben – in einem Umfeld ohne Wettbewerbsdruck und mit minimalen finanziellen und technischen Risiken. LNI 4.0 ist ein stark gewachsenes Netzwerk von mehr als 45 renommierten Testzentren (Labs) in ganz Deutschland und über 92 Unternehmen, die in mehr als 60 Use Cases zu den verschiedensten Themen Innovationen bereits erproben. So auch all2work um Geschäftsführer Andreas Schmaderer: Sein Unternehmen produziert und vertreibt Produkte für Arbeitsschutz und Betriebsausstattungen und unterstützt bei Firmenkonzepten.

Blick über den Tellerrand

„Wir verstehen uns nicht als reines Handelsunternehmen“, sagt er. „Systemkonzepte, die in der Praxis einsetzbar sind, entwickeln nur wenige.“ Diesem Blick über den Tellerrand ist die Entwicklung zweier innovativer Produkte geschuldet. Die elektronische Warenausgabe ist eines von ihnen: „Unser Ansatz war es, mehr Effizienz und gleichzeitig niedrigere Beschaffungskosten unterzubringen“, so Andreas Schmaderer. Deshalb hat er mit seinem Team einen intelligenten Automaten entwickelt. Dieser kann individuell konfiguriert werden und kommuniziert direkt mit verschiedenen Lieferanten und Systemen.

Wissenswertes

  • Unternehmen: Der Betrieb versteht sich als Spezialist für Arbeitssicherheit und Berufsbekleidung.

  • Prudukte: Von hochwertiger und alltagstauglicher Berufsbekleidung über moderne Corporate Fashion bis hin zu einer Vielfalt an Produkten und Dienstleitungen bietet das Unternehmen seinen Kunden deutschlandweit Qualität und Funktionalität gepaart mit individuellen, kreativen Lösungen.

Über eine benutzerdefinierte Zugangskontrolle gibt es 100 Prozent Nachvollziehbarkeit und 24 Stunden Materialverfügbarkeit. Diese Automaten eigenen sich zum Beispiel für die Lagerung von sogenannten C-Artikeln wie Schutzausrüstung, Trenn-, Schleif- und Schmiermittel, Werkstatt- und Wartungsbedarf oder Prüf- und Messgeräte bis hin zur Schutzbekleidung. Ein unerwartet hoher Verschleiß dieser Teile und auch der Verbleib von nicht zurückgebrachten Leihgeräten können über die Software ganz einfach nachvollzogen werden.

Warnweste ausgerichtet auf E-Mobilität

Das andere auf der LNI 4.0 vorgestellte Produkt steht schon mit einem Bein in der Zukunft: Die Warnschutzjacke fällt unter den Begriff „Smart Clothing“ und trumpft mit versteckt eingearbeiteten Funktionen auf. „Hintergrund war die reduzierte Reichweite von Elektroautos, wenn während der Fahrt die Heizung läuft“, verrät Andreas Schmaderer.

Wirtschaft

Der Sieg der Chamer Knoblauchpresse

Der Industriedesigner Thomas Ellerstorfer aus Cham hat den German Design Award 2019 gewonnen. Wir haben ihn besucht.

„Weil Frieren keine Lösung ist, haben wir zusammen mit Continental eine Weste entwickelt, die über Induktion beheizt werden kann und damit die Batterie von Elektrofahrzeugen schont.“ Der Clou: Beim Aussteigen wird die Leuchtfunktion der Jacke aktiviert. Sie ist dann nicht nur schön warm, sondern auch noch gut sichtbar. Zum Einsatz kommen solche Jacken – wenn es nach Andreas Schmaderer geht – idealerweise bei städtischen Fahrzeugen, so zum Beispiel bei der Müllabfuhr, bei Zustellfirmen wie der Post oder auch bei Baustellenteams.

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