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Leben

Chamer Freizeitbad für Saison fit

Andreas Vogt ist nach einer Fortbildung zum Betriebsleiter aufgestiegen. Und auch sonst gibt’s Neues: Der Kiosk wird saniert.
Von Hans Schmelber

Bürgermeisterin Karin Bucher und Gechäftsleiterin Sigrid Stebe-Hoffmann (v. r.) gratulierten Andreas Vogt zur Ernennung als Freibad-Betriebsleiter. Foto: Schmelber
Bürgermeisterin Karin Bucher und Gechäftsleiterin Sigrid Stebe-Hoffmann (v. r.) gratulierten Andreas Vogt zur Ernennung als Freibad-Betriebsleiter. Foto: Schmelber

Cham.„Was unsere zwei Bademeister jeden Tag vollbringen, ist eine Superleistung.“ Bürgermeisterin Karin Bucher sprach diesen Satz bei der Übergabe eines Zertifikats an Andreas Vogt im Chamer Freizeitbad.

Andreas Vogt hat sich zum Meister für Bäderbetriebe fortgebildet und ist damit zum Betriebsleiter in dem städtischen Bad aufgestiegen als Nachfolger von Albert Gruber. Mit Eike Thiele steht ihm ein Fachangestellter für Bäderbetriebe zur Seite und seit letztem Jahr zwei Azubis im ersten Lehrjahr. Ab August gibt es dann als Verstärkung einen weiteren Mitarbeiter aus dem Landkreis als Facharbeiter für Bäderbetriebe, erklärte die Bürgermeisterin.

Was machen die Bademeister?

Andreas Vogt war bisher zweiter Mann im Chamer Freizeitbad neben Albert Gruber, der in Ruhestand ging. Jetzt hat er sich weiter fortgebildet an der Bayerischen Verwaltungsschule. In insgesamt 142 Unterrichtseinheiten hat er seine Qualifizierung zum Betriebsleiter erhalten. Vogt berichtet, dass die Ausbildung in sieben Segmenten erfolgte und von aktuellen Entwicklungen im Fachbereich, über Organisation- und Personalmanagement, Betriebswirtschaft über Kommunikation und Konfliktmanagement bis hin zu Marketing und Serviceorientierung ging. Die Ausbildung erfolgte an mehreren Standorten über eine Dauer von insgesamt gut sieben Monaten.

Das Chamer Freibad hat von morgens 9 bis abends 20 Uhr geöffnet. Elf Stunden an sieben Tagen, bemerkte Rathaus-Geschäftsleiterin Sigrid Stebe-Hoffmann. Einer der beiden qualifizierten Facharbeiter muss immer da sein, – wegen der Überwachung der komplizierten technischen Anlagen. Alles was Betriebssicherheit anbelangt, darum kümmern sich die beiden Bademeister. Sie haben mit den beiden Helfern Rajabi Habib und Kahil Tajik noch weitere Mitarbeiter und zwei Auszubildende, die ihnen zur Hand gehen. Im Kassenhäuschen wechseln sich noch drei weitere Mitarbeiterinnen ab.

Der Tag der beiden Bademeister beginnt schon morgens um Sieben. „Bevor der erste Besucher im Wasser ist, muss alles gecheckt sein“, versichert Andreas Vogt: „Es sind ja nicht nur die technischen Anlagen, da geht es auch um die Verkehrssicherung, Sicherheit bei der Rutsche, in den Becken, am Spielplatz und und und…“ Die Kontroll-Anlage für das Wasser in den Becken misst rund um die Uhr. Vogt: „Wir müssen aber mindestens dreimal am Tag überprüfen und die Werte auch protokollieren.“

Wenn das Freibad voll belegt ist, dann haben die Bademeister über 3500 Badegäste am Tag zu betreuen, „Dann wird es schon eng“, sagt Andreas Vogt, und die Bürgermeisterin ergänzt, dass Cham mit weitem Abstand die höchsten Besuchersucherzahlen bei den Freibädern im Landkreis hat. Rekord waren schon mal 92 000 Besucher im Jahr. Sigrid Stebe-Hoffmann zum Trend der letzten Jahre: „Wir waren die einzige Kommune im Landkreis mit Besucherzuwachs.“

Freibad-Infos

  • Öffnungszeiten:

    Das Chamer Freibad hat von morgens 9 bis abends 20 Uhr geöffnet, jeweils elf Stunden an sieben Tagen,

  • Eintrittspreise:

    Erwachsene: Tageskarte 3,50 €, Zehnerkarte 30 €, Saisonkarte 180 €; Kinder/Jugendliche; Einzelgebühr 2,50 €, Zehnerkarte 21 €, Saison 70 €

Der Eintritt kostet 3,50 Euro

„Trotz solcher Besucherzahlen ist ein Freibad immer ein Zuschussbetrieb“, gesteht die Bürgermeisterin. Andreas Vogt sprach von günstigen Eintrittspreisen in Cham. Viele Urlauber, hauptsächlich aus dem Norden, seien absolut überrascht.: „Manche berichten, dass sie zuhause sieben Euro für drei Stunden Baden zahlen müssen.“ In Cham kostet die Tageskarte 3,50 Euro.

„Bei uns im Landkreis sind die Besucher dahingehend schon verwöhnt“, legt die Bürgermeisterin nach und ergänzt:“ Wir haben ein super attraktives Freibad in Cham und haben auch ständig immer wieder was dazu gebaut“. Im hinteren Teil der Freibad-Liegewiese sind auch noch Terrassen geplant, und der Zugang zum Fluss soll verbessert werden. Außerdem steht im Kioskbereich eine Sanierung an.

Vandalen sorgen für Gefahren

Bucher und Stebe-Hoffmann sprechen aber auch von Zeitgenossen, „die meinen, sie leisten Großes, wenn sie im Freibad Schaden anrichten“. „Viele Gefahren gehen von nächtlichen Besuchen aus“, sagt die Rathaus-Geschäftsleiterin. Das bestätigt auch Andreas Vogt. „Vom Parkdeck aus werfen manche Flaschen ins Babybecken, und zerdepperte Flaschen gibt es auch immer wieder auf dem Gelände.“ Das erfordere tägliche Inspektion des gesamten Badgeländes und natürlich erhebliche Kosten. (fsh)

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