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Reisen

Chamer Gartler an der Amalfiküste

48 Ausflügler gingen mit dem Kreisverband für Gartenbau auf große Fahrt nach Neapel, Pompeji und auf den Vesuv.

Gruppenfoto der Gartler aus dem Landkreis Cham vor dem Tempel von Paestum Foto: cob
Gruppenfoto der Gartler aus dem Landkreis Cham vor dem Tempel von Paestum Foto: cob

Cham.Am frühen Morgen des 9. Mai starteten 48 Gartenfreunde aus dem Landkreis Cham in Richtung Flughafen München. Kurz nach 10.30 Uhr hob die Lufthansa-Maschine nach Neapel ab. Erstes Ziel war die Erkundung der Metropole Neapel mit dem Bus und zu Fuß.

Von Neapel aus ging’s ins Grand Hotel Ermitage in Sant Agata, wunderschön gelegen hoch über dem Golf von Sorrent mit traumhaftem Blick aufs Meer. Früh aufstehen hieß es am Tag zwei, denn es ging bereits um 8 Uhr in Richtung Vesuv.

Mit dem Bus konnte bis auf eine Höhe von 1000 Metern gefahren werden, die restlichen 300 Höhenmeter zum 1281 Meter hohen Kraterrand legte man zu Fuß zurück. Um den neuen Krater mit fast 200 Meter Tiefe und ca. 600 Meter Durchmesser führt ein gut gesicherter Wanderweg.

Mittagspause wurde anschließend auf der Agricola Vesuvus am Fuße des Vulkans mit eigenen Erzeugnissen eingenommen. Da Vulkanasche sehr fruchtbar ist, wächst rund um den Vesuv Wein, Tomaten, Gemüse und Obst hervorragend. Der „Lacrima Christi“ – Träne Christi – ist eine örtliche historische Weinsorte, welche natürlich auch verkostet werden konnte. Nach dieser Stärkung ging es zu den Ausgrabungen nach Pompeji.

Capri¨ – die Trauminsel – stand am dritten Tag auf dem Besucherprogramm. Nach 40 Minuten ruhiger Seefahrt erreichte man den Hafen Marina Grande und fand sich inmitten hunderter Touristen wieder. Da zu diesem Zeitpunkt alle Minibusse bereits unterwegs waren, entschloss sich die Gruppe kurzerhand, mit der berühmten Standseilbahn „Funiculare“ ins hochgelegene Ortszentrum von Capri zu fahren.

Auf der Trauminsel Capri

Von der Piazza Umberto III. schlenderten die Gartenfreunde vorbei am Kloster Certosa di San Ciacomo zum wunderbar terrassierten Panoramagarten Giardini di Augusto, welchen der Großindustrielle Friedrich Krupp anlegen ließ. Von dort aus hatte man einen atemberaubenden Blick auf die drei über 90 Meter hohen Faragliani Felsen auf der Südseite der Insel und auf die Villa Krupp mit der über 1,4 Kilometer langen, in den Fels gebaute Treppe, hinunter zur Marina Piccola.

Bis 1877 konnte Anacapari nur über eine Treppe mit 800 Stufen, von den Griechen in der Antike in den Felsen gehauen, erreicht werden. Seitdem schlängelt sich eine kurvenreiche Straße die Felsen hinauf. Ein Besuch der Villa San Michele am Monte Pergola des schwedischen Arztes Axel Munthe mit Museum und schön angelegtem Garten war ein Programmpunkt in Anacapri.

Die Besichtigung des Wasserbüffelbetriebes Tennta Vannulo bei Cappacio Scalo stand am Tag vier auf dem Programm. Auf dem Familienbetrieb wird das Futter für ca. 600 indische Wasserbüffel biologisch selber erzeugt und die Milch zu „Mozzarella di Bufala“, Ricotta, Joghurt, Pudding und Eiscreme verarbeitet. Sogar ein Teil des Büffel-Leders wird zu hochwertigen Taschen, Gürteln und anderen Accessoires veredelt.

Das geschichtsträchtige Paestum mit seinen gut erhaltenen griechischen Tempeln wurde am frühen Nachmittag angefahren. Kaum vorstellbar, dass das antike Poseidonia, welches dem Meeresgott Poseidon geweiht war, einst direkt am Meer lag. Verlandende Sümpfe und die Malaria zwangen die Bewohner bald, die blühende Stadt aufzugeben. Erst 1752 wurden bei Bauarbeiten für eine neue Strasse die Reste von drei griechisch-dorischen Tempeln entdeckt und es wurde begonnen, die Stadt auszugraben.

Zitronen, Oliven und Wein

Nach der Schiffstour an der Amalfiküste (siehe Info) gehörte Tag sechs dem Schloß „Caserta“. 1751 hat sich der Bourbonenkönig Karl III. den Palast als das „Versailles des Südens“ erbauen lassen. Im angrenzenden Arboretum konnten die Gartenfreunde uralte Baumriesen aus allen Kontinenten bestaunen. Am Abend wurdeder Bauernhof der FamilieMarziano in Sorrent besucht. Auf nur zwei Hektar werden hauptsächlich Zitronen (Limoncello), Oliven (Öl), Wein und Gemüse (Tomaten) angebaut und auch acht Milchkühe gehalten.

Sorrento war das Tagesziel am vorletzten Tag. Reiseleiterin Ingeborg brachte die Gruppe erst zum Wochenmarkt, wo fleißig eingekauft wurde, und anschließend ins Zentrum zum Stadtrundgang. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von einem wunderschönen Fleckchen Erde. (cob)

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