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Chamer sollen „dahoam einkaufen“

Corona hat den Chamer Einzelhandel schwer getroffen. In einer neuen Kampagne rufen lokale Händler zum Shoppen vor Ort auf.
Von Anna Jopp

Glückliche Chamer mit vollen Einkaufstüten: Mit Bildern wie diesem will der Stadtmarketing-Verein die Bürger animieren, lokale Läden zu unterstützen. Foto: Agentur Dreibein
Glückliche Chamer mit vollen Einkaufstüten: Mit Bildern wie diesem will der Stadtmarketing-Verein die Bürger animieren, lokale Läden zu unterstützen. Foto: Agentur Dreibein

Cham.Auch wenn weitere Lockerungen mittlerweile in Sicht sind: Die Chamer Geschäfte leiden noch immer unter den Wochen der Corona-Schließung. Manche Frühjahrsware lässt sich jetzt nicht mehr verkaufen, große Verkaufsflächen sind weiterhin abgesperrt und die generelle Kauflaune bleibt in Zeiten von Abstandsregeln, Mundschutzpflicht und Kurzarbeit ohnehin eher verhalten.

Eine Kampagne des Vereins Cham erleben, in dem sich zahlreiche Chamer Geschäftsleute organisiert haben, will den Bürgern darum gerade jetzt mehr Lust auf Offline-Shopping in der eigenen Stadt machen: Auf Plakaten, Flyern, Social-Media-Kanälen und einem neuen Internetportal rufen die Händler ab sofort zum „Dahoam Einkaufen“ auf.

Handel

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Mit einer begrenzten Verkaufsfläche dürfen auch größere Geschäfte im Landkreis Cham wieder aufmachen. Einige Fragen bleiben.

Auch Online-Shopping geht „lokal“

„Dahoam“, das heißt in diesem Fall aber gerade nicht, vom heimischen Computer aus oder dem Smartphone aus ein Buch vom Online-Riesen oder ein neues Paar Schuhe aus Fernost zu bestellen. Stattdessen will die Initiative dazu aufrufen, die Wohnung zu verlassen und vor der eigenen Haustür von regionalen Produkten und der Expertise der örtlichen Verkäufer zu profitieren.

Wer dennoch lieber per Mausklick einkauft, den weist die Internetseite auf regionale Online-Shops hin.

„Die Zielgruppe sind alle Menschen in der Stadt und im Landkreis Cham, die sagen: ‚Ich kaufe bewusst vor Ort ein, um die Geschäfte in der Innenstadt zu unterstützen‘“, erklärte Helmut Hagner, Leiter der Unternehmensgruppe Frey, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag das Ziel der Einzelhändler.

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Die Chamer konnten am Montag wieder in die Geschäfte. Sie probierten neue Outfits oder kauften Langhaarschneider.

Chamer Geschichten

Verantwortlich für die Umsetzung der Kampagne zeichnet die Marketingagentur Dreibein. „Wir wollten eine Dachmarke für die Region schaffen und den Menschen die Geschichten erzählen, die hinter den Läden stecken. Die Leute sollen sehen: Wenn sie hier einkaufen, unterstützen sie nicht irgendjemanden, sondern Leute, die hier in Cham wohnen, deren Kinder hier in den Kindergarten gehen, die mit der Region verbunden sind“, sagte deren Inhaber Florian Werner. Grundsätzlich sei denkbar, die Kampagne zukünftig auch in andere Gemeinden zu exportieren.

Die Kampagne

  • Initiatoren:

    Der Verein Cham erleben hat die Kampagne mit Hilfe der Agentur Dreibein ins Leben gerufen.

  • Mittel:

    Neben der Internetseite dahoam-einkaufen.de soll es Plakate, Flyer, Aufkleber und Accounts bei Facebook und Instagram geben.

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