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Bildung

Chams Schüler braten über Abi-Prüfungen

Die Zwölftklässler der Chamer Gymnasien hatten Abiturprüfung in Mathematik. Gut die Hälfte der Abiturienten will studieren.
Von Paul Schrott und Kilian Windmaisser

Ohne Nervennahrung ging bei den meisten Schülern nichts. Foto: Schrott
Ohne Nervennahrung ging bei den meisten Schülern nichts. Foto: Schrott

Cham.Nach zwölf Jahren Schule, acht Jahre am Gymnasium, zwei Jahre Oberstufe wartete auf die Schüler der Chamer Gymnasien das wohl verdiente Abitur – doch halt! Bevor nämlich die jungen Damen und Herren das heiß begehrte Zeugnis in Händen halten dürfen, müssen sie sich noch einer Hürde stellen: den schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen.

Am Mittwoch war es soweit – die Schüler hatten Abiturprüfung im Fach Mathematik. Am Robert-Schuman-Gymnasium nahmen insgesamt 97 Schülerinnen und Schüler an dem Mathematik-Abitur teil. Am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium waren es sogar 123. „In diesen Zeiten ist das schon ein großer Jahrgang“, erklärte Uwe Mißlinger, der stellvertretende Direktor am Fraunhofer-Gymnasium. Aufgeteilt waren diese Schüler in 44 Mädchen und 79 Jungen. Am Robert-Schuman-Gymnasium wünschte Schulleiter Günter Habel seinen Mädels und Jungs für die Aufgaben alles Gute und startete traditionell mit einem Gebet in die Abiturprüfungen.

Übliche Themengebiete

Natalie Süßbauer, Schülerin am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium sagte uns nach der schriftlichen Abiturprüfung: „Mir ging es einigermaßen gut“. Foto: Windmaisser
Natalie Süßbauer, Schülerin am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium sagte uns nach der schriftlichen Abiturprüfung: „Mir ging es einigermaßen gut“. Foto: Windmaisser

In der Prüfung mussten die insgesamt 210 Prüflinge verschiedene Aufgaben aus drei Themengebieten meistern. In Analysis galt es ein kompliziert geformtes Aquarium zu berechnen, wobei ein auszusparender Besuchertunnel eine kleine Herausforderung darstellte. In der Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung) wurde das Glücksrad gedreht und in Geometrie gab es unter anderem ein Sonnensegel und dessen Schattenwurf zu berechnen. Auf die Frage, ob es Besonderheiten gab, sagte Mißlinger: „Nicht dass ich wüsste, von den Schülern hab ich nichts gehört. Es hat alles nach Routine geklungen“.

In der Turnhalle wurde das Wissen aufs Papier gebracht. Foto: Melichar
In der Turnhalle wurde das Wissen aufs Papier gebracht. Foto: Melichar

Rote Köpfe blieben weitestgehend aus. Auch die Gymnasiasten meinten, dass keine unlösbaren Aufgaben gestellt wurden. „Wir hatten auch genug Zeit“, sagte Corinna Steinwagner, Schülerin am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium.
Laut einer Umfrage am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium aus dem Vorjahr entschieden sich genau 37 Prozent der Absolventen für ein Studium an einer Universität. Weitere 22 Prozent gingen zum Studieren an eine Fachhochschule. Neun Prozent entschieden sich für ein Duales Studium, weitere 22 Prozent für eine Ausbildung und die restlichen zehn Prozent für den Staatsdienst. Dabei erklärte uns Mißlinger, dass die Schüler entdeckt haben, dass mit dem Abitur der gehobene Staatsdienst möglich ist. „Es gehen auch immer mehr in eine Duale Ausbildung. Es ist nicht mehr so wie früher, wo alle Abiturienten zum Studieren gingen“, fuhr Mißlinger weiter fort.

Der klassische „Dreisatz“

Julian Marchl – ebenfalls Schüler am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium: „Mir ging es ganz gut. Ich hatte mich ausreichend auf die Prüfungen vorbereitet.“ Foto: Windmaisser
Julian Marchl – ebenfalls Schüler am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium: „Mir ging es ganz gut. Ich hatte mich ausreichend auf die Prüfungen vorbereitet.“ Foto: Windmaisser

Bei den Abiprüfungen ist der klassische „Dreisatz“ mit Mathematik, mit einem individuell festgelegtem Prüfungsfach und natürlich Deutsch in den schriftlichen Prüfungen zu meistern. Nach diesem Auftakt warten in der nächsten Woche noch die beiden weiteren schriftlichen Prüfungen, bevor es nach den Pfingstferien an die Kolloquien geht. Nächsten Montag steht die Prüfung im dritten Abiturprüfungsfach an. Hierzu gehört beispielsweise Physik, Geschichte oder eine Fremdsprache wie Englisch, Latein oder Französisch. Am 11. Mai findet die Abiturprüfung im Fach Deutsch statt und nach den Pfingstferien kommt schließlich noch die mündliche Prüfung, das sogennante Kolloquium. In knapp zwei Monaten, am 29. Juni ist es so weit und es gibt – hoffentlich den Lohn der Mühen – die allgemeine Hochschulreife. An diesem Tag werden die Abiturienten an beiden Gymnasien verabschiedet und mit dem Abschlusszeugnis entlassen.

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