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Chams Weiße Brücke ist gesperrt

Die tragende Holzbalkenkonstruktion der viel benutzten Brücke bei Chammünster ist bedenklich morsch, zeigt ein Gutachten

Professor Dr. Martin Illner (li.) von der Technischen Hochschule Rosenheim hat die Brücke genau unter die Lupe genommen und Erschreckendes entdeckt.  Fotos: Weindl, Martin Stoiber
Professor Dr. Martin Illner (li.) von der Technischen Hochschule Rosenheim hat die Brücke genau unter die Lupe genommen und Erschreckendes entdeckt. Fotos: Weindl, Martin Stoiber

Cham.Die Weiße Brücke zwischen Chammünster und Altenstadt ist ab sofort gesperrt. Das Überqueren könnte sogar lebensgefährlich werden.

Dass das Bauwerk marode ist, war in der jüngsten Chamer Stadtratssitzung bereits Thema. Ende September kam eine Überprüfung zum Ergebnis, dass die Brücke in einem schlechten Zustand ist. Ein weiteres Statikgutachten sollte Gewissheit bringen. Am Mittwoch war Professor Dr. Martin Illner von der Technischen Hochschule Rosenheim, er ist Spezialist für Holzbrücken, vor Ort, und ist zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen, wie Chams Bürgermeister Martin Stoiber mitteilt.

Schwere Schäden

  • Sperrung:

    Unmittelbar nach der Untersuchung durch einen Spezialisten wurde die Brücke von der Stadt am Mittwoch gesperrt.

  • Lebensgefahr:

    Nach Beseitigung der Verkleidung zeigte sich, dass die Balken so morsch sind, dass sie kaum noch tragfähig sind. (kd)

Sperrung: Unmittelbar nach der Untersuchung durch einen Spezialisten wurde die Brücke von der Stadt am Mittwoch gesperrt.
Sperrung: Unmittelbar nach der Untersuchung durch einen Spezialisten wurde die Brücke von der Stadt am Mittwoch gesperrt.

Illner sei zu dem Schluss gekommen, dass die Balken, die die Konstruktion tragen, komplett morsch seien. Von Außen sei das Ausmaß nicht sichtbar, sagte der Bürgermeister. Erst nach dem Entfernen der Verkleidung kamen die massiven Schäden zutage. Die Brücke trage sich gerade noch selbst, erläuterte der Chamer Bürgermeister. Ansonsten könnte schon jeder Schritt zuviel sein, wenn Fußgänger, Jogger oder Radlfahrer das Bauwerk passierten. Deshalb wurde noch am Mittwoch eine Komplett-Sperrung veranlasst. „Es besteht Lebensgefahr“, sagte Martin Stoiber.

Lebensgefahr: Nach Beseitigung der Verkleidung zeigte sich, dass die Balken so morsch sind, dass sie kaum noch tragfähig sind.
Lebensgefahr: Nach Beseitigung der Verkleidung zeigte sich, dass die Balken so morsch sind, dass sie kaum noch tragfähig sind.

Es sei ihm durchaus bewusst, dass die Sperrung für Radler und Fußgänger ärgerlich ist, trotzdem sei sie unumgänglich. Deshalb werde nach einer „Umleitungs-Lösung“ gesucht. „Es ist sehr schade, denn die Brücke ist eine sehr besondere“, fügt der Bürgermeister an. Ob eine Renovierung möglich, oder ob ein Neubau erforderlich ist, darüber wolle der Stadtrat in der nächsten Sitzung am Donnerstag beraten, sagte Stoiber. Zunächst müsse das genaue Gutachten abgewartet werden, dann sollen Lösungen diskutiert werden. (kd)

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