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Lam/Engelshütt

Chance auf die Fusion der Wasserversorger

Kürzlich fand im Gasthof „Söll’n“ eine gemeinsame Info-Veranstaltung des Marktes Lam und des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) zur Zusammenführung beider Wasserversorgungsanlagen statt.
Maria Frisch

Die Gemeinde Lam ist technisch auf dem Stand des WBV. Foto: Maria Frisch
Die Gemeinde Lam ist technisch auf dem Stand des WBV. Foto: Maria Frisch

Lam.Bürgermeister Paul Roßberger hieß dazu auch Christina Keml vom Landratsamt willkommen „Das gemeinsame Ziel ist in greifbare Nähe gerückt“, so der Gemeindechef. Roßberger warb dafür, die Chance zu nutzen. Er stellte die gemeindliche Wasserversorgung vor, die 257 Anschlüsse speist. Man verfüge über zwei Druckzonen und 18 Kilometer Leitungsnetz, mit dem 660 Personen und 200 Gästebetten mit Wasser versorgt werden. „Von der technischen Ausstattung sind wir im gesamten Gemeindegebiet auf dem gleichen Stand“, so der Bürgermeister. „2018 haben wir 35000 Kubikmeter an die Abnehmer geliefert. Die Zahlen sind relativ konstant.“ Seit den 1990-Jahren laufen Bestrebungen, die beiden Wasserversorger zusammenzulegen. 2016/2017 führte man intensive Gespräche mit den Fachstellen. „Es war nicht ganz einfach. Umso mehr bin ich froh, dass wir eine Möglichkeit fanden, die hieb- und stichfest ist“, so Roßberger. Im März wurde ein Gemeinderatsbeschluss gefasst, dass Lam eine offizielle Anfrage an den WBV startet. Dieser stand dem Antrag positiv gegenüber. Nächste Aufgabe sei, ein Anschreiben an die Grundstückseigentümer zu versenden. Alle Anschlussnehmer aus der gemeindlichen Wasserversorgung müssen einen Mitgliedsantrag beim WBV unterzeichnen. Wenn alle Unterschriften vorliegen, kann die Infrastruktur kostenlos an den WBV abgegeben werden. Dieser Weg wurde vom Landratsamt abgesegnet. Alois Vogl stellte die Körperschaft des öffentlichen Rechts im Sinne des Wasserverbandsgesetzes vor. Der WBV verwaltet sich selber. Entstanden ist er in Lam 1909. Den Verband gibt es seit 110 Jahren. „Wir haben 730 Mitglieder“, so Vogl. Alle fünf Jahre wird eine Verbandsversammlung einberufen, die 15 Mitglieder für den Ausschuss wählt. Dieser bestimmt den Vorstand. Der WBV verfügt über 23 Quellen, einen Tiefbrunnen, fünf Hochbehälter, drei Druckzonen und ein 26 Kilometer langes Leitungsnetz. „Wir versorgen 2000 Einwohner und 2000 Gästebetten“, so der Redner. 2018 wurden 157000 Kubikmeter Wasser geliefert. Man hatte selbst in trockenen Sommern kein Problem mit Wasserknappheit. Rein wirtschaftlich ergibt sich durch die Fusion für den Verband keinen Vorteil. Auslöser des Bestrebens sei der Wunsch nach einem einheitlichen Wasserpreis. Paul Roßberger bedankte sich für die reibungslose Zusammenarbeit. „Wir sollten alle miteinander die Chance, die uns geboten wird, nutzen. Dann verfügen wir über einen Ansprechpartner, ein Versorgungsgebiet und einen Wasserpreis“, so Roßberger. Sepp Plötz appellierte an die Engelshütter, mitzuziehen, weil man sich sonst ins eigene Fleisch schneide. Der WBV habe zugesichert, dass der Wasserpreis pro Kubikmeter in den nächsten vier Jahren bei 1 Euro bleibe, wenn nichts Außergewöhnliches passiere. Die Abnehmer der gemeindlichen Versorgung werden aktuell mit 1,29 Euro pro Kubikmeter zur Kasse gebeten. (kli)

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