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Kultur

„Charakter-Köpfe“, aber keine Porträts

Sergio Sommavilla aus Brixen stellt im Stilhaus der Firma Max Schierer in Cham aus. Vorbilder sind Klerusfiguren der Ägäis.

  • Köpfe rund um das Kunstwerk: Max Schierer, Günther Kempf, Sergio Sommavilla, Martina Schierer Foto: cdg
  • -Skulptur von Sergio Sommavilla Foto: cdg

Cham.Das Stilhaus der Firma Max Schierer war am Samstag Anziehungspunkt kunstbegeisterter Chamer. Die Ausstellung „Charakter-Köpfe“ des Künstlers Sergio Sommavilla aus Brixen wurde in angenehmer und großzügiger Atmosphäre eröffnet. Es ist die fünfte Ausstellung im Stilhaus, seit dessen Eröffnung. Max Schierer und seine Frau Martina sehen das Stilhaus als Begegnungsraum, auch als Kunstbegegnungsstätte. Mehr als nur Hobby ist das Engagement von Martina Schierer, die auch diesen Bildhauer „gefunden“ und nach Cham eingeladen hat. Verbindungsglied ist der langjährige Freund des Brixeners und guter Bekannter der Familie Schierer, Günther Kempf, der auch schon im Stilhaus ausstellte. Als Höhepunkt ihrer künstlerischen Zuammenarbeit bezeichnen beide den Bau der Arche 2002 in der Minoritenkirche Regenburg. Kempfer sagte in seiner Laudatio: „Wer kennt sie nicht, die Köpfe des Künstlers, die sein Werk dominieren? Sie strahlen große Ruhe aus, deren sich der Betrachter kaum entziehen kann.“ Die Arbeiten Sommavillas entstehen erst als Skizze, dann sucht er das passende Material: Muschelkalk, Solnhofer Kalkschiefer, Bronze, Belgischer Marmor, Carrara Mamor und Holz. Der Ausdruck der Gesichter ist neutral gearbeitet. Und doch kann der Betrachter eine Stimmung erahnen – vielleicht seine eigene? „Es sind keine Portraits“, sagt der Künstler sehr nachdrücklich. Seine Köpfe sind rund, aber auch platt im Profil und frontal gearbeitet. Vorbilder sind im weitesten Sinne die Klerusfiguren der Ägäis. Kein Kopf gleicht dem anderen. (cdg)

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