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Ehrung

Chorleiter 50 Jahre im Dienst

Karl Fries spielt auch die Orgel. Marianne Fries singt 45 Jahre im Kirchenchor. Dekanatsmusiker Johann Häusler hielt die Laudatio.
Von Anneliese Fuchs

Die beiden Geehrten mit Prodekan Ralf Heidenreich, Johann Häusler und Kirchenpfleger Alois Daschner Foto: Fuchs
Die beiden Geehrten mit Prodekan Ralf Heidenreich, Johann Häusler und Kirchenpfleger Alois Daschner Foto: Fuchs

MARTINSNEUKIRCHEN.„Die Kirche ist eine Gemeinschaft, in die sich alle einbringen sollen“, betonte der Dekanatsmusiker Johann Häusler am Vorabend des Palmsonntags in der Filialkirche in Martinsneukirche, als Karl Fries im Namen des Bistums für 50 Jahre Orgeldienst ausgezeichnet wurde, seine Frau Marianne für 45 Jahre Chorgesang.

Pfarrer Ralf Heidenreich appellierte an die jungen Leute, diesem Vorbild nachzueifern. Karl Fries hat nicht nur Orgeldienst geleistet und das nicht nur in Martinsneukirchen, er leitet auch den Kirchenchor. Dafür ließ er ihm ein Vergelt’s Gott folgen. Johann Häusler schloss sich den Worten des Prodekans Heidenreich an.

Eine große Laudatio gab es vom Kirchenpfleger der Filialgemeinde Alois Daschner: „Wir alle, die wir uns heute eingefunden haben, freuen uns und sind auch dankbar, dass wir heute mit Dir ein besonderes Jubiläum feiern können, nämlich 50 Jahre Organisten- und Chorleiterdienst. Was heute eher unwahrscheinlich ist, hast Du Dir damals zugetraut. Du bist damals mit 18 Jahren in die Fußstapfen deines Vaters getreten und hast die Leitung des Kirchenchors übernommen. Nachdem Dein Vater überraschend 1966 verstorben war, hast Du bereits ab diesem Zeitpunkt, noch während Deiner Schulzeit im Studienseminar in Straubing, den Orgeldienst übernommen, ab 1968 dann beide Funktionen.

Mittlerweile sind 50 Jahre vergangen und wir möchten heute Danke sagen, dass Du in diesen 50 Jahren immer für die Filialgemeinde da warst, wenn es galt, Gottesdienste zu feiern, aber auch freudige und traurige Ereignisse als Organist zu begleiten. Du hast aber nicht nur Orgel gespielt, Du warst auch bereit, 1968 den Kirchenchor zu übernehmen und trotz Höhen und Tiefen des Chores, diesen bis heute am Leben zu erhalten. Wenn ich daran denke, als Du vor 46 Jahren mit neuen Sängerinnen und Sängern den Chor wieder zu verstärken begannst, war dies kein leichtes Unterfangen. Ich war damals auch als Neuer mit dabei und ich erinnere mich noch gut daran, als Du damals im Schulhaus versucht hast, uns ein wenig Grundwissen über Noten und Musik zu vermitteln. Dass das „hohe C“ auch ein Begriff aus der Sangeskunst ist, war vielen nicht bekannt, wir kannten es eher vom Trinken, was auch um einiges leichter ist.

Wir alle hoffen, dass Du uns auch weiterhin diesen Dienst in der Kirchengemeinde erbringst und erbringen kannst. Wir sagen Dir heute ein Vergelt’s Gott dafür und wünschen Dir viel Gesundheit und Kraft, damit wir auch weiterhin den Chor aufrechterhalten können.“ Mit einer Urkunde vom Bischof und einem Präsent von der Kirchenverwaltung bedankte er sich. Hinter jedem erfolgreichen Mann stehe eine starke Frau, sagte Daschner mit Blick auf Marianne Fries, die bereits seit 45 Jahren im Kirchenchor Martinsneukirchen singt. Namens der Kirchenverwaltung überreichte er auch ihr die schöne Urkunde neben einem Geschenk der Kirchenverwaltung. Der Anlass wurde nach dem Gottesdienst im Hause Fries natürlich gebührend gefeiert. (rsu)

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