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Freitag, 17. August 2018 27° 1

Wirtschaft

Conti baut hunderte Arbeitsplätze ab

Fertigungslinien für Hochdruckpumpen werden von Roding nach Tschechien und Fernost verlagert. 318 Mitarbeiter sind betroffen.

 Aktuell arbeiten am Standort Roding rund 800 Mitarbeiter bei Continental. 318 Stellen sollen nun wegverlagert werden. Foto: Schreiner
Aktuell arbeiten am Standort Roding rund 800 Mitarbeiter bei Continental. 318 Stellen sollen nun wegverlagert werden. Foto: Schreiner

Roding.Paukenschlag bei Continental in Roding: Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, verlieren 318 Mitarbeiter aus der Fertigung ihren Job. So sei dies am Mittwoch in einer außerordentlichen Betriebsversammlung kommuniziert worden. Die Arbeitsplätze sollen nach Tschechien, China und Thailand verlagert werden.

Unternehmenssprecherin Simone Geldhäuser betonte, der Standort Roding würde im internationalen Vergleich um Wettbewerbsfähigkeit kämpfen. Darum würden die (Benzin- und Dieselhochdruckpumpen-) Fertigungslinien sukzessive von Roding nach Trutnov, Tschechien, Changchun, China, sowie Amata City, Thailand verlagert. „Wir starten mit diesen Verlagerungen bereits in 2018 und wollen den Vorgang bis Ende 2019 abgeschlossen haben.“, so Geldhäuser. Bis 2019 solle auch die Zahl der Arbeitsplätze schrittweise verringert werden. Konkret gehe es dabei um 120 feste Arbeitsplätze, Leiharbeitsplätze sowie etwa 50 befristete Arbeitsverhältnisse.

Versetzungsangebote für Betroffene

Weiter verlautet Geldhäuser: „Unser festes Bestreben ist es aber, die Anpassungsmaßnahmen sozialverträglich umzusetzen und soweit wie möglich auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen verzichten. Wir werden in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch die natürliche Mitarbeiterfluktuation ebenso wie interne Versetzungsangebote und die Umwandlung von Vollzeit-Arbeitsverträgen in Teilzeitverträge oder andere Vertragsformen nutzen.“

Conti will an Roding festhalten

Conti betont, dass Roding weiterhin „das weltweite Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion von Kraftstoff-Hochdruckpumpen“ bleiben werde und die Fertigung unterstützen soll. „Am Standort werden weiterhin zukünftige Kraftstoffhochdruckpumpen und die für deren Fertigung notwendigen Fertigungstechnologien entwickelt und evaluiert werden. Dies umfasst auch die Entwicklung und Erprobung von Betriebs- und Prüfmitteln, Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern aus unserem weltweiten Produktionsverbund und die Unterstützung von Neuanläufen im globalen Fertigungsverbund. Zudem werden in Roding weiterhin entsprechende Verwaltungstätigkeiten vertreten sein.“ Aktuell arbeiten am Standort rund 800 Mitarbeiter. (hd)

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