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Gesundheit

Corona: Was die Chamer wissen wollen

Die Chamer Amtsärzte haben uns die Fragen beantwortet, die in der Hotline am häufigsten gestellt worden sind.
Von Johannes Schiedermeier

Amtsarzt Dr. Thomas Engert der vor der Mobilen Sanitätswache des BRK-Kreisverbandes die Vorbereitungen des Gesundheitsamtes erläutert hat, ist einer der Spezialisten, die die meistgestellten Fragen der Bürger beantwortet haben. Foto: Schiedermeier
Amtsarzt Dr. Thomas Engert der vor der Mobilen Sanitätswache des BRK-Kreisverbandes die Vorbereitungen des Gesundheitsamtes erläutert hat, ist einer der Spezialisten, die die meistgestellten Fragen der Bürger beantwortet haben. Foto: Schiedermeier

Cham.Die Amtsärzte des Chamer Gesundheitsamtes haben eine Liste von Fragen beantwortet, die am häufigsten von Bürgern auf der angebotenen Hotline gestellt wurden. Folgende Antworten hat uns die Pressestelle des Landratsamtes zur Verfügung gestellt:

Wie erkenne ich, ob ich mich angesteckt habe?

Die klinischen Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 umfassen nach derzeitigem Stand Fieber, Husten, Atembeschwerden und Kurzatmigkeit und ähneln damit Erkältungssymptomen. Schwerere Erkrankungsverläufe und Todesfälle scheinen nach derzeitigem Erkenntnisstand vor allem bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen vorzukommen. In den allermeisten Fällen verläuft die Erkrankung milde.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine spezifische Therapie existiert nicht. Die Therapie erfolgt abhängig von der Schwere der Erkrankung symptomatisch. Erster Ansprechpartner ist Ihr Hausarzt.

Die Hauptfragen

  • Die Nummer 1:

    Was ist das Ziel der Maßnahmen? - Es geht in erster Linie darum, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem bei steigenden Fallzahlen nicht zu überfordern und die Schwächsten zu schützen.

  • Die Nummer 2:

    Was kann ich dafür tun? - Die Verbreitung des Virus erfolgt vor allem durch Tröpfcheninfektion. In der täglichen Lebensführung sollte jetzt jeder ein besonderes Augenmerk auf die persönlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen legen. Das reicht vom Händewaschen für 20 bis 30 Sekunden mit Seife bis zum Verzicht auf enge persönliche Kontakte.

  • Die Nummer 3:

    Wie viele Menschen wurden im Landkreis positiv getestet? - Bisher wurden acht Verdachtsfälle bestätigt. Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus war bisher nie erforderlich. Bei den meisten begründeten Verdachtsfällen wurde eine Ansteckung nicht bestätigt.

  • Die Nummer 4:

    Darf ich meine Angehörigen in einer Senioren-/Pflegeeinrichtung besuchen? - Ziel ist es, die Ausbreitung zu verlangsamen. Wägen Sie ab, ob der Besuch für Sie oder Ihren Angehörigen unverzichtbar ist. So schützen Sie sich und ihre Liebsten am besten. Auch die Einrichtungen treffen Vorsorgemaßnahmen.

Welche Personen werden getestet?

Getestet werden nur „Begründete Verdachtsfälle“ der Kategorie 1, das heißt Personen, die engen Kontakt (15 Minuten Dauer, Abstand weniger als zwei Meter) zu einem bekannt positiven Fall hatten und gleichzeitig Krankheitszeichen aufweisen. Inwieweit dies zutrifft wird in jedem Einzelfall entschieden. Diese Personen werden dann zu einem Termin bestellt, an dem der Abstrich vorgenommen wird. Testungen außerhalb von Terminen können aus Kapazitätsgründen nicht durchgeführt werden. Das Ergebnis kann nach zwei bis drei Tagen, je nach Auslastung des Labors, erwartet werden.

Wie muss ich mich verhalten, wenn häusliche Quarantäne angeordnet wurde?

Häusliche Quarantäne wird nur bei Personen der Kategorie 1 angeordnet. In diesem Fall ist auf eine strenge zeitliche und örtliche Trennung von anderen Familienmitgliedern zu achten. Das funktioniert zum Beispiel so, dass der Infizierte einen Raum erst betritt, wenn er von den anderen verlassen wurde. An der Einhaltung der Hygieneregeln sollten alle Haushaltsmitglieder ein eigenes Interesse haben.

Virus

Corona macht in Cham eine Pause

Viele Bürger im Landkreis Cham sind verunsichert. Aber Problemzonen sind nicht die Straßen – sondern Kliniken und Heime.

Ich bin aber mit jemanden in Kontakt gewesen, der wiederum Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall hatte?

Als Kontaktperson der Kategorie 1 gelten nur Personen, die direkt und länger als 15 Minuten im Abstand von weniger als zwei Metern mit einem bestätigten Corona-Fall in Kontakt waren. Ansprechpartner bei Krankheitssymptomen ist der Hausarzt. Dieser klärt, ob eine Infektion mit Coronaviren vorliegen kann. Da dies aber bis zu drei Tage dauert, ist dies nicht der richtige Weg, eine Behandlungsbedürftigkeit festzustellen.

Was habe ich als Veranstalter einer (Groß-)Veranstaltung zu beachten?

Für Veranstaltungen wurde eine landesweite Regelung getroffen. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sind in Bayern zunächst bis zum Ende der Osterferien (einschließlich 19. April 2020) nicht mehr zugelassen. Bei Veranstaltungen zwischen 500 und 1000 Teilnehmern erfolgt eine Risikobewertung zusammen mit dem Landratsamt. Bei Veranstaltungen unter 500 Personen muss jeder Einzelne entscheiden, ob diese durchgeführt oder besucht werden. Kriterien sind z. B. die Notwendigkeit der Veranstaltung, die Anzahl der Teilnehmer, Art und Dauer der Veranstaltung und der Ort der Veranstaltung (Freiluftveranstaltung, Belüftung der Räume, Hygienemaßnahmen usw.). Notwendige Teile unseres gesellschaftlichen Lebens und unserer Infrastruktur müssen natürlich aufrecht erhalten werden.

Wirtschaft

Corona: Folgen für Chamer Wirtschaft

Die Betriebe stellen sich auf Engpässe bei Bauteilen aus China ein. Sorgen macht auch die unklare Entwicklung im Landkreis.

Warum wurden nur die beiden Chamer Gymnasien und die Grundschule Pemfling geschlossen?

Diese Schulen wurden vorübergehend geschlossen, weil es hier enge Verbindungen zu einem bestätigten Fall gab. Das ist für alle anderen Schulen im Landkreis Cham bisher nicht der Fall. Nach Bewertung der aktuellen Lage wurde am Dienstag entschieden, die Schließung der drei Schulen und der KiTa Pemfling bis einschließlich Freitag zu verlängern.

Unsere Mitarbeiter kommen aus dem Ausland zurück, dürfen sie arbeiten?

Bei Rückkehr aus Risikogebieten sollte der Arbeitgeber informiert werden. Kinder dürfen für 14 Tage nach Rückkehr die Schule/KiTa nicht besuchen.

Mein Arbeitgeber verlangt einen Test von mir. Darf ich nicht mehr arbeiten?

Das ist verständlich, aber Tests sind nur sinnvoll in den Fällen der Kategorie 1 und können auch nicht grundsätzlich gefordert werden.

Kommunalwahl

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Schutzmasken, Handschuhe, Hygieneregeln: Städte und Gemeinden rüsten sich am Wahlsonntag gegen das Coronavirus.

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Besorgte Bürger können sich an das beim Gesundheitsamt eingerichtete Bürgertelefon Tel. (09971) 78-450 wenden. Am Bayerischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit wurde unter der Nummer 09131/6808-5101 eine Telefon-Hotline eingerichtet.

Weitere Informationen

Besorgte Bürgerinnen und Bürger können sich nach vorheriger Anmeldung auch an das Gesundheitsamt am Landratsamt Cham, Telefon (09971) 78-450 oder an ihren Arzt wenden.

Am Bayerischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit wurde unter der Nummer (09131) 68085101 eine Telefon-Hotline eingerichtet. Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) findet man auch auf der Seite des Robert Koch Instituts https://www.rki.de, auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege https://www.stmgp.bayern.de und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit https://www.lgl.bayern.de/.

Zu Fragen des Schulbesuchs informiert das bayerische Kultusministerium https://www.km.bayern.de/.

Das Bayerische Familienministerium hat am 1. März 2020 die Empfehlungen für Eltern, deren Kinder eine Kita, eine Kindertagespflegestelle oder eine andere Gemeinschaftseinrichtung für Kinder und Jugendliche besuchen, aktualisiert https://www.stmas.bayern.de/aktuelle-meldungen.

Die wichtigsten Informationen direkt auf das Mobilgerät: Mit MZ und ihrem Messenger bleiben Sie stets auf dem Laufenden.

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