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Solidarität

Coronahilfe Cham nimmt Arbeit auf

Im Landkreis Solidarität zu schaffen, ist das Ziel der ehrenamtlichen Plattform. Auch die JU bietet Hilfe beim Einkauf an.

Wer für besonders gefährdete Menschen die Einkäufe erledigt, schützt sie vor einem unnötigen Ansteckungsrisiko im Supermarkt. Foto: Silvia Marks/dpa
Wer für besonders gefährdete Menschen die Einkäufe erledigt, schützt sie vor einem unnötigen Ansteckungsrisiko im Supermarkt. Foto: Silvia Marks/dpa

Cham. Die Corona-Krise erfordert Solidarität und Hilfsbereitschaft. Deshalb hat im Landkreis Cham eine ehrenamtlich betriebene Plattform die Arbeit aufgenommen, auf der Hilfsbereite mit Hilfesuchenden zusammengebracht werden. Auch ein Angebot der Jungen Union möchte Menschen helfen.

Die Menschen, die zur Risikogruppe zählen oder gar unter Quarantäne stehen, sehen sich in ihrem Alltag großen Einschränkungen ausgesetzt, da sie ihr Zuhause nicht mehr verlassen sollen beziehungsweise dürfen. Gleichzeitig zeigen viele Menschen Solidarität und erklären ihre Bereitschaft, bei Einkäufen, Botengängen und allem anderen, was nötig ist, zu helfen.

Hilfsbereite können sich eintragen

Einzelpersonen, unterstützt durch das Chamer Bündnis für Menschenrechte, den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Oberpfalz, die DGB-Jugend Oberpfalz und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Cham, haben für den Landkreis Cham eine Plattform geschaffen, auf der Menschen, die Hilfe brauchen, vernetzt werden mit Menschen, die Hilfe leisten können.

Auf der Website www.coronahilfe-cham.de können sich Hilfsbereite eintragen und die Telefonnummer 01 60/ 59 75 75 3 ist jeden Tag von 10 bis 16 Uhr besetzt, um Anfragen von Menschen entgegenzunehmen, die Hilfe brauchen.

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Junge Union besorgt Nahrung und Medikamente

Auch der Kreisvorstand der Jungen Union informiert, dass diese ab sofort einen Einkaufsdienst anbietet. Senioren ab 60 Jahren oder Personen mit Vorerkrankungen, die keine Alternative für die Vergabe ihres Einkaufs haben, können sich laut einer Pressemitteilung unter der Telefonnummer 01 76/63 01 61 34 melden.

Dann nähmen die Helfer den Einkaufswunsch (Nahrungsmittel und Medikamente) auf und gäbe direkt Bescheid, ob sie den Einkauf leisten könnten. Es sei geplant, die Einkaufwünsche bis 16 Uhr zu sammeln, anschließend die Einkäufe durchzuführen und schließlich zum gewünschten Zielort zu bringen. Die Kosten für den Einkauf würden zunächst ausgelegt und bei der Abgabe der Produkte beglichen.

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Die Risikogruppe schützen

„Selbstverständlich erfolgt der Einkaufsdienst an sich ohne Bezahlung. Es handelt sich um ein Ehrenamt in einer Situation der Krise“, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Kreisvorstand beschreibt die Motivation für das Angebot folgendermaßen: „Die Corona-Krise ist brachial. Sie gefährdet die Gesundheit, insbesondere die Gesundheit von Senioren und Personen mit Vorerkrankungen. Jüngere Menschen gehören nicht zur Risikogruppe. Wir Mitglieder der Jungen Union sind jung und wir glauben, dass die Gesellschaft in dieser Bewährungsprobe zusammenstehen muss. So haben wir überlegt, welchen Beitrag wir jetzt in dieser Krise für unseren Landkreis leisten können.“

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Sabine Ebert, eine Mitinitiatorin der Coronahilfe Cham, sagt: „Wir sind überwältigt von den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die sich schon in den ersten Stunden, nachdem die Seite am Samstagabend online gegangen war, registriert haben. Es stimmt sehr optimistisch, so viel spontane Hilfsbereitschaft und Solidarität im Landkreis zu erleben!“

Marius J. Brey, der Ideengeber für die Initiative, ergänzt: „Je mehr Menschen sich eintragen, desto besser funktioniert das Hilfsnetzwerk. Wir freuen uns daher auf weitere Unterstützer und Multiplikatoren, um das Angebot bekannter zu machen. Wir wollen einen Landkreis der Solidarität, in dem niemand alleine gelassen wird.“

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