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Politik

CSU-Strategien von Lam bis Brüssel

Paul Rossberger und MdL Gerhard Hopp waren die Redner bei der Jahresversammlung, auf der auch die Delegierten gewählt wurden.

Mit Blick von Lam nach Brüssel: die Delegierten und Ersatzleute zur Europawahl. Foto: kli
Mit Blick von Lam nach Brüssel: die Delegierten und Ersatzleute zur Europawahl. Foto: kli

Lam.Bei der CSU-Jahresversammlung sagte Ortsvorsitzender und Bürgermeister Paul Roßberger, dass in den letzten vier Jahren in der Marktgemeinde viel realisiert wurde. Und dennoch wurden Darlehen getilgt, so dass die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde von 919Euro 2013 auf 581 Euro 2017 sank.

Paul Roßberger nannte als aktuelle Aktionen ein Picknick im Panoramapark, einen Vortrag über die Hausarztsituation (Allgemeinarzt, Zahnarzt), einen Besuch des Bauerntheaters in der Holzmühle, die Beteiligung am Kinderfest, eine gemeinsame Wanderung, die Besichtigung der Kläranlage des AZV, ein Stand am Christkindlmarkt sowie die Nikolausaktion.

Im Tourismus gingen die Zahlen 2017 leicht zurück. 2018 registrierte die Tourist-Info dagegen von Januar bis März ein Plus von elf Prozent bei den Übernachtungen. Die Zahlen wären noch besser, wenn sich mehr Gastgeber für die Online-Buchung entscheiden würden. Für Wohnen im Alter gebe es nun für jede Zielgruppe maßgeschneiderte Einrichtungen. Neu sind in Lam auch ein Edeka- und ein Penny-Markt.

„Bayerns letzte Volkspartei“

In seinem Ausblick nannte Paul Roßberger unter anderem den Feuerwehrhausumbau Engelshütt, den Brückenneubau in Frahelsbruck, die Sanierung der St. Ulrichstraße, weitere Investitionen im Osserbad, die Schulhaussanierung, die Friedhofsmauer, sowie E-Ladesäulen für Fahrräder.

Die Versammlung beschloss, den Jahresbeitrag auf 55 Euro pro Jahr zu erhöhen – abgeführt werden müssen 56,84 Euro. Im Anschluss nutzte MdL Dr. Gerhard Hopp die Gelegenheit, um „für die letzte verbliebene Volkspartei“ Vertrauen zurückzugewinnen, so der Abgeordnete. Nach der Regierungsbildung in Berlin und der personellen Neuaufstellung mit Bundesinnenminister Horst Seehofer sowie dem Wechsel zum neuen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sei die CSU nun gut und kraftvoll aufgestellt. „Besonders im Fokus müssen und werden die innere und die soziale Sicherheit stehen“, betonte Hopp. In der ersten Kabinettssitzung wurden laut Hopp wichtige Weichen gestellt: „Mit einer bayerischen Grenzpolizei werden wir die Sicherheit an unseren Grenzen stärken“, so Hopp. Schnellere Asylverfahren, konsequente Rückführungen von abgelehnten Asylbewerbern und Unterstützung derjenigen, die auf Dauer im Lande bleiben bei der Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt, zählte Hopp als Ergebnisse auf.

Bei der Pflege ebenso wie bei der Familienpolitik will die CSU zudem eigene Akzente setzen und mit einem bayerischen Pflegegeld für pflegende Angehörige sowie einem bayerischen Familiengeld, das alle Landesleistungen klar bündelt, unterstützen.

Mehr Sicherheit für Schwangere

Mit einem eigenen Förderprogramm, das die CSU-Fraktion angestoßen hatte, unterstützt der Freistaat Bayern zudem bei der Hebammenversorgung, berichtete Hopp. „Werdende Mütter brauchen die Sicherheit, dass es eine ausreichende, wohnortnahe und hochwertige Versorgung gibt“, so der Abgeordnete. Daher wird den Landkreisen für jedes neugeborene Kind eine pauschale Förderung gewährt, die dann für geeignete Maßnahmen zur Personalgewinnung und Personalbindung eingesetzt werden kann. „Einen Überbietungswettbewerb, wie ihn andere Parteien wollen, werden wir aber nicht mitgehen, sondern mit eigenen Vorschlägen unsere Vorstellung eines wirtschaftlich und sozial starken Bayerns deutlich machen“, so Hopp. Anschließend wurde rege diskutiert.

Hopp bedankte sich ausdrücklich für die gute Beteiligung: „Der ständige Austausch, die Rückmeldung und die Meinung der Bürgerinnen und Bürger sind für meine politische Arbeit ganz wichtig. Meine Bürgersprechstunden, Ideenrucksackwanderungen und offenen Diskussionsrunden werde ich weiter anbieten“, kündigte er an. (kli)

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