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Politik

CSU will mehr Lebensqualität

Carola Höcherl-Neubauer stellte ihr Wahlprogramm vor. Die nächste Generation soll vor Ort in Bad Kötzting eine Zukunft haben.
von Martin Schönhuber

CSU und JU stellten ihre gemeinsamen Ziele für die Zukunft von Bad Kötzting vor. Foto: Martin Schönhuber
CSU und JU stellten ihre gemeinsamen Ziele für die Zukunft von Bad Kötzting vor. Foto: Martin Schönhuber

Bad Kötzting.Im Horse Town Club stellten die CSU sowie die JU ihr gemeinsames Wahlprogramm vor. Carola Höcherl-Neubauer, Bürgermeisterkandidatin der CSU, erläuterte anhand einer Power-Point Präsentation ihr Programm. Sie freute sich darüber, dass die Liste „total verjüngt“ sei und einen starken Willen habe, sich mit Tatkraft und neuen Ideen für ihre Heimatstadt einzusetzen. Praktisch sei, dass Christoph Czakalla, ihr Stellvertreter als CSU-Vorsitzender, auch gleichzeitig der Stellvertreter der JU-Vorsitzenden Christina Staudinger sei.

Die CSU habe mit ihrem Wahlprogramm einen Zukunftsplan für Bad Kötzting aufgestellt. Dieser bestehe aus sieben Punkten. Die Lebensqualität solle erhöht werden durch die Sicherung und einen schnelleren Ausbau der Krippen sowie der Kinderbetreuung. Man wolle prüfen, ob am Ludwigsberg oder auf dem Kasernengelände ein Waldkindergarten eröffnet werden solle. Das Gehwegenetz solle erweitert werden im Anschluss an den Schulberg über die „Rieselhöhe“ bis zum Neubaugebiet „Am Herrenweiher“. Außerdem wolle man erschwingliches Bauland für junge Familien erschließen und dort ausreichend Spielplätze ausweisen.

Um „dem Herzen der Stadt mehr Leben einzuhauchen“, wolle man das Leerstandsmanagement fördern mit dem Ziel einer belebten Stadtmitte. Dazu gehöre auch ein „runder Tisch“ für die Innenstadt in Zusammenarbeit mit Unternehmern, Immobilienbesitzern und Anlegern zur Erarbeitung und Umsetzung von Ideen für den innerstädtischen Raum.

Sich Förderung sichern

Ein neues Park- und Verkehrsleitsystem solle die Attraktivität innerstädtischer Einkaufsmöglichkeiten steigern. Ausbildungsberufe, insbesondere im Gesundheits- und Pflegebereich, und der Ausbau von freiem W-Lan sollen dem Tourismus- und Gesundheitsstandort zu Gute kommen. Ausdrücklich spreche man sich für die Sicherung des Krankenhaustandorts Bad Kötzting aus.

Weiterhin solle ein jährlicher Vereinsabend mit Ehrungen zur Würdigung des Engagements von Ehrenamtlichen für die Gesellschaft ins Leben gerufen werden, auch um über Fördermöglichkeiten für Vereine zu informieren. In diesem Zusammenhang plane man die Einführung einer „Bad Kötztinger Vereinskarte“ mit Ermäßigungen für Vereinsmitglieder analog zur bayerischen Ehrenamtskarte.

Die Verkehrsanbindung von und nach Bad Kötzting müsse ausgebaut werden, im Einklang mit Mensch, Tier und Umwelt. Durch konsequente Nutzung eigener Ressourcen wie ökologie- und fischfreundlicher Laufwasserkraftwerke, Ausweisung und Entwicklung von Solarstandorten auf städtischen Liegenschaften und Nutzung der Biomasse von Gartenabfällen und Schnittgut sollen die Energiepreise gesenkt werden, wobei Bürgerbeteiligungen erwünscht seien.

Ziele der CSU

  • Gesundheit:

    Den Gesundheitsstandort weiter entwickeln durch ein Konzept, von dem Gäste und Einheimische profitieren.

  • Ehrenamt:

    Das Ehrenamt schätzen und die Vereine stärker unterstützen, für gelebte Tradition und Bürgergeist.

Die CSU sei „apfelgrün angehaucht“, ließ die Bürgermeisterkandidatin wissen. Angestrebt werde ein dezentrales Energiemanagement. Alle bestehenden Mobilfunklöcher im Stadtgebiet müssten geschlossen werden. Man wolle einen regelmäßigen Klimaschutztag einführen, auf dem über Möglichkeiten des Klimaschutzes im eigenen Haushalt aufgeklärt werden soll. Die Schulden der Stadt müssen abgebaut werden damit man von den Stabilisierungshilfen durch den Freistaat unabhängig werde.

Als besonderes Anliegen betrachtete es Höcherl-Neubauer, eine echte Beteiligungskultur für alle Bürger entstehen zu lassen. Sie wolle mit den Bürgern für Bürger arbeiten. Dazu wolle sie digitale Beteiligungsmöglichkeiten, wie Bürgerabstimmungen zu kommunalen Themen ins Leben zu rufen. Dies seien derzeit zum Beispiel die Gestaltung des geplanten Parkhauses, des Friedhofs, des „Trauerwalds“ sowie der Spielplätze. Einem Standort des „Trauerwalds“ am Ludwigsberg stehe sie ablehnend gegenüber. Mit dem Jugendrat und anderen Jugendbewegungen strebe sie eine engere Kommunikation an, wobei sie den Jugendrat stärker einbinden und mitentscheiden lassen wolle.

Die Innenstadt stärken

Ziele sind: Lebensqualität erhöhen für alle Bürger. Dem Herzen der Stadt mehr Leben einhauchen, für eine Stärkung der Innenstadt als Geschäfts- und Lebensraum. Den Gesundheitsstandort weiter zu entwickeln durch ein Konzept, von dem Gäste und Einheimische profitieren. Das Ehrenamt schätzen und die Vereine stärker unterstützen, für gelebte Tradition und Bürgergeist. Der nächsten Generation eine Zukunft vor Ort ermöglichen für einen starken Wirtschaftsstandort mit einer zukunftssicheren Infrastruktur. Existenzgrundlagen sichern für Nachhaltigkeit und Generstionengerechtigkeit sowie die Bürger mitentscheiden lassen durch eine echte Beteiligungskultur. (kmi)

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