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Kommentar

Da ist richtig Feuer im Kessel

Ein Kommentar von Johannes Schiedermeier

Da ist richtig Feuer im Kessel. So hat das ein Sana-Mitarbeiter ausgedrückt, der es wissen muss. Allerdings muss man kein Prophet sein, um darauf zu kommen, dass im Sana-Konzern derzeit einiges los ist: Zwei Millionen Euro Defizit, für die es keinen Ausgleich gibt, da hat der neue Regionale Geschäftsführer in Ismaning offensichtlich richtig auf die Bremse getreten im Landkreis Cham.

Allerdings dürfte Sana inzwischen kaum eine Tatsache so bereuen wie die, dass man damals vor neun Jahren im Überschwang der Machtübernahme im Landkreis Zusicherungen gemacht hat, die weit über das Übliche hinausgingen. Während man andernorts Standorte schließt, die nicht überlebensfähig sind, hat man den Chamern mit 25,1 Prozent eine Sperrminorität eingeräumt bei Schließungen von Standorten und Fachabteilungen.

Das schützt Landrat Löffler davor, dass er in Roding während des Wahlkampfes eine Schließung ohne Gegenleistung erlebt. Doch auch Sana hat Druckmittel: Zwölf Millionen Euro haben die Gesellschafter locker gemacht, um die Häuser in Cham und Bad Kötzting nach vorne zu bringen. Allerdings nur die. – Damit kommen wir zum positiven Teil der Nachricht: Beide Parteien haben ein Ziel: Roding muss mit einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung außerhalb der Krankenhausstruktur aus der Sache herauskommen.

Der negative Teil: Es wird einen Wahlkampf geben, in dem die Debatte um den Krankenhausstandort Roding instrumentalisiert werden könnte. Offensiv postieren sich Landratskandidaten aus Roding vor dem dortigen Krankenhaus. Hoffentlich ist das kein schlechtes Vorzeichen für vernünftige Verhandlungen. Denn erfahrungsgemäß ist das Blut in der Brunftzeit eher nicht im Kopf. Gerade dort wäre es aber derzeit dringend nötig.

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