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Dank an flexible Mitarbeiter

Maschinenfabrik Herbert Meyer blickt auf hartes Jahr zurück. Wirtschaftlichem Druck begegnet die Belegschaft mit Geschlossenheit.
Von Karl-Heinz Hofmann

Die Geehrten der Maschinenfabrik mit Geschäftsführer Thomas C. Meyer und Betriebsleiter Johann Bierl Foto: wkh
Die Geehrten der Maschinenfabrik mit Geschäftsführer Thomas C. Meyer und Betriebsleiter Johann Bierl Foto: wkh

Rötz.Mit einem Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen Mitarbeiter und Kollegen Michael Huber eröffnete Betriebsleiter Johann Bierl die Jahresabschlussfeier der Maschinenfabrik Herbert Meyer GmbH im Hotel Wutzschleife in Hillstett.

Bierl berichtete, dass zum Jahresbeginn die Auftragslage noch gut gewesen sei. Dennoch habe man gespürt, dass die Aufträge nur schwer zu bekommen sind. Die Mitarbeiter waren bemüht, die noch anstehenden Projekte abzuarbeiten. Er erwähnte, dass die Mitarbeiter flexibel waren, sowie Überstunden und Urlaub abbauten. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass ein Konstrukteur den Schraubenschlüssel in die Hand nimmt und selbst bei der Montage mit aushilft. Oder dass ein Monteur in der Fertigung aushilft oder ein Elektriker in der Montage oder ein Fertigungsmitarbeiter von einer Maschine auf die andere wechselt. Der Betriebsleiter befand das als wahre Teamarbeit und dankte dafür. Flexibilität und Engagement seien gerade in schweren Zeiten wichtig. Bierl ist stolz auf das, was auch dieses Jahr wieder erreicht wurde. „Wir sind ein Team, wir sind das Meyer-Team, welches alle Herausforderungen meistert. Darauf kann ich mich verlassen und dies möchte ich auch ganz besonders herausstellen“, sagte er.

Existenz in München gegründet

Geschäftsführer Thomas C. Meyer ging in seiner Rede auf das diesjährige Jubiläum „70 Jahre Meyer“ ein. 1949 hieß es Neuanfang für seinen Großvater Herbert Meyer nach dem Zweiten Weltkrieg. Er musste 1945 seine Heimat Trautenau im Riesengebirge verlassen und kam als Vertriebener nach Garmisch, dann nach München. Seine ersten Existenzgründer-Versuche betrafen das Recycling von Autoreifen zu Fußabstreifermatten und auch Teigrollmaschinen zur Brezenherstellung. Später war er erfolgreich mit Bügelformpressen und daraus entwickelten sich Heizpressen zum Fixieren von Stoffen und Pelzen. Aus dieser Technik entwickelten sich auch alle heutigen Produkte.

Kaschieren von technischen Textilien, Verpressen von automobilen Interieurbauteilen, Konsolidieren von Compositen, Laminieren von Verbundstoffen und Beschichten von Leder und Stoffen. 1969 beendete sein Vater Werner das Studium und begann in der Firma mitzuarbeiten. Sein Vater sei ein super Verkäufer gewesen und er versuchte, auf der ganzen Welt Maschinen zu verkaufen. Er war schon früh in Mexiko, Südafrika, China, Russland. Er habe die Firma stark weiterentwickelt und weltweit neue technische Märkte aufgetan. 1969 wurde eine Halle in Rötz gekauft, da der Standort in München zu klein wurde. Warum ausgerechnet in Rötz? 1960 baute sein Großvater das Firmengebäude in München in einem neuen Gewerbegebiet, im Osten von München. Die Zufahrtsstraße war nur ein Feldweg. Mein Großvater fuhr in die Stadt, um zu fragen, wie die Straße heißen soll. Sie sollte Rötzer Straße heißen. Das gefiel seiner Großmutter überhaupt nicht. Was, wenn die Kunden die Ö-Striche vergessen, das gehe gar nicht. Großvater Herbert musste dann wieder in die Stadt fahren und habe einen neuen Namen ausgehandelt: Bayerwaldstraße. Und dann kaufte sein Großvater eine Firma in Rötz. Was für ein Zufall, betonte Thomas Meyer.

Starker Umsatz-Rückgang

Über drei Generationen blieb die Firma Meyer ein Familienbetrieb und so soll es auch bleiben. Der heutige Geschäftsführer ist überzeugt, dass alle mit Begeisterung dabei sind, für den täglichen Erfolg kämpfen und alle das gleiche Ziel haben: „Wir wollen die besten Maschinen bauen!“ Die Maschinenfabrik Herbert Meyer habe sich vom Einmannbetrieb zu einer internationalen Industriefirma entwickelt. Der Umsatz ist nach 2018, dem besten Jahr der Firmengeschichte, um 28 Prozent zurückgegangen. Das ganze Jahr war davon geprägt, mit diesem Rückgang klar zu kommen. „Wir haben immer versucht, Kurzarbeit zu vermeiden. Und da haben alle wirklich toll durch ihre Flexibilität mitgeholfen“, sagte er.

Geehrte Mitarbeiter

  • 20 Jahre:

    Kirchberger Herbert

  • 25 Jahre:

    Bierl Johann, Keil Wolfgang

  • 30 Jahre:

    Braun Johann, Knott Johann, Rötzer Michael, Streber Günther

  • 35 Jahre:

    Bindl Peter, Hofstetter Gerhard, Reitinger Richard

  • 40 Jahre:

    Turban Josef

  • 45 Jahre:

    Gazinski Alfred, Huber Franz (wkh)

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