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Generationen

Das Alter braucht Gemeinschaft

Referent Willi Dürr sprach bei der KAB in Wald.
Agnes Kainz

Vorsitzende Agnes Kerscher überreichte ein Präsent an den Referenten Willi Dürr. Foto: Kainz
Vorsitzende Agnes Kerscher überreichte ein Präsent an den Referenten Willi Dürr. Foto: Kainz

Wald.Bei der Jahresversammlung des Ortverbandes Wald der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) im Pfarrheim St. Martin blickte Ortsvorsitzender Konrad Eichinger auf die Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr zurück und gab eine kurze Programm-Vorschau auf das Jahr 2020. Man habe neben den Vorstandschaftssitzungen an kirchlichen und weltlichen Festen und Veranstaltungen teilgenommen, berichtete er. Besonders wies er auf die Info-Fahrt zur KZ-Gedenkstätte nach Flossenbürg und auf die Beteiligung an der Werkdemo bei Continental in Roding hin. Er dankte der Vorstandschaft und allen Helfern für die Unterstützung.

Kassier Fritz Stuber trug den Kassenbericht vor. Er erinnert an Alois Janker, der 2019 verstorben ist. Janker war 28 Jahre lang als Kassenprüfer bei der KAB tätig. Kassenprüfer Richard Kerscher konnte eine einwandfreie Kassenführung bestätigen, woraufhin einstimmig die Entlastung erfolgte. Anschließend folgte die Nachwahl eines Kassenprüfers. Einstimmig gewählt wurde Josef Wittmann. Bürgermeister Rudi Zimmerer überbrachte die Grüße der Gemeinde Wald, dankte denen, die Verantwortung tragen, und wünschte viel Erfolg auch bei der Werbung neuer Mitglieder. Im Anschluss folgte ein kurzer Vortrag mit einer Präsentation zum Thema „Alte – Gewinn oder Belastung“ für die Gesellschaft“ mit Willi Dürr. „Jeder möchte lange leben, aber niemand möchte alt sein“, betonte der Referent. Das negative Altersbild sei jedenfalls am Bröckeln, viele der jungen Alten zwischen 60 und 80 seien nicht gebrechlich, sondern aktiv und lebendig. Die Lebenserwartung steige noch immer an. Bestenfalls lebe der Mensch nach der Arbeitsphase noch 20 bis 30 Jahre. „Diese Zeit muss er mit neuen Inhalten ausfüllen, wenn er nicht in der Monotonie des geregelten Alltags versteinern will“, erklärte Dürr. Älterwerden bedeute, weiterhin in der Lage zu sein, neue Dinge zu lernen. Älterwerden bedeute aber auch, das Leben immer weniger genießen zu können.

„Das Alter braucht Gemeinschaft und die Gemeinschaft braucht die Alten“, sagte Dürr. Das Alter habe Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Die Behandlung altersspezifischer Erkrankungen nehme zu. Die Zahl von Pflegebedürftigen und dementiell veränderten Menschen sowie die Rentenausgaben würden steigen.

Abschließend wurde mit den Mitgliedern die Abhaltung einer Faschingsveranstaltung am 23. Februar und eine Info-Fahrt im Herbst besprochen. Präses Pfarrer Ralf Heidenreich sprach das Schlusswort und den Segen. Er sagte, es sei wichtig, junge Leute anzusprechen und zu gewinnen. (rma)

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