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Das Bayerwald-Echo trauert um Sepp Rank

Der 79-Jährige starb am Freitag völlig überraschend in seiner Heimat Furth. Viele Jahre arbeitete er für unser Medienhaus.
Von Evi Paleczek

Sepp Rank ist am Freitag im Alter von 79 Jahren gestorben. Foto: Rank
Sepp Rank ist am Freitag im Alter von 79 Jahren gestorben. Foto: Rank

Furth im Wald.Völlig unerwartet ist am Freitagnachmittag Sepp Rank, in vielen Further Vereinen aktiv und langjähriger Mitarbeiter unseres Medienhauses, gestorben. Er erlitt bei der Gartenarbeit einen Herzinfarkt, teilt seine Frau Christa auf Nachfrage mit. 52 Jahre waren die beiden verheiratet. Tochter Waltraud starb bereits mit 16 Jahren bei einem Verkehrsunfall, Tochter Ingrid lebt mit Mann Christian sowie den drei Enkelkindern Sofia, Sandro und Mario in Furth. Mit ihnen hat der Opa immer gern etwas unternommen, erzählt sie.

Sehr pflichtbewusst war er, der Sepp, sagen Frau und Tochter. Und pünktlich. Er hat alles sehr ernst genommen. Er war lange Jahre aktiv leidenschaftlicher Fußballer beim FC, später hat er sich die Fußballspiele gern angeschaut, auf den Plätzen draußen und im Fernsehen. Außerdem war er gern im Freien und hat viel im Garten gearbeitet, nicht nur daheim, er hat auch oft anderen Leuten geholfen. Vor sechs Jahren übernahm er zudem das Amt des OGV-Vorsitzenden. Acht Jahre lang war er Drachenstich-Inspizient und immer begeistert am Cave Gladium dabei. Er war Mitglied bei den Postsenioren und bei der Gewerkschaft.

„Er war ein besonderes Mitglied“

Gearbeitet hat Sepp Rank 43 Jahre lang bei der Post. Im Alter von 15 Jahren fing er als Jungbote an, am Ende war er in Furth im Wald Betriebsleiter. Seine eigentliche Leidenschaft galt allerdings der Zeitungsschreiberei. Im Alter von etwa 30 Jahren, begann er, für die Zeitung als freier Mitarbeiter zu arbeiten. Aufgrund von Herz-Kreislauf-Problemen hörte er mit der Tätigkeit einmal zehn Jahre lang auf, fing aber wieder an, als es ihm wieder besser ging. Mit 80 Jahren wollte er im kommenden Jahr aufhören, sagt seine Frau Christa. „Geglaubt hab ich ihm das aber nicht. Er hat sich einfach für alles interessiert, deshalb hat die Zeitung auch so gut gepasst für ihn.“

Sepp Rank ist am Freitag im Alter von 79 Jahren gestorben. Foto: Rank
Sepp Rank ist am Freitag im Alter von 79 Jahren gestorben. Foto: Rank

Als Further Institution bezeichnet Bürgermeister Sandro Bauer den Rank Sepp, über dessen plötzlichen Tod er sehr schockiert war. Nicht nur beim OGV, auch darüber hinaus sei der Sepp sehr engagiert gewesen, was Nachbarschaftshilfe betrifft. Über die Pressearbeit kannte er den 79-Jährigen gut, sagt Bauer. „Wir hatten viele Termine zusammen.“ Es sei immer beeindruckend gewesen, wie viele Leute der Sepp kannte, allein schon durch seine langjährige Tätigkeit bei der Post.

Beim FC war Sepp Rank Ehrenmitglied. Er war immer ein engagierter FC-ler, sagt Vorsitzender Christoph Haimerl. Er hat den Verein nie im Stich gelassen, er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Er hat immer beim Sportparkfest geholfen und den Losverkauf übernommen. Wenn er gebraucht wurde, war er als Schiedsrichter im Einsatz. „Er war einfach sehr engagiert. Er war ein besonderes Mitglied“, betont Haimerl. Der 79-Jährige habe lang aktiv beim FC Fußball gespielt, nicht nur in der ersten Mannschaft, auch später in der AH.

Sepp Rank liebte die Natur, er war auch leidenschaftlicher Schwammerlsucher. Eine solche Ausbeute war bei ihm keine Seltenheit. Foto: Rank
Sepp Rank liebte die Natur, er war auch leidenschaftlicher Schwammerlsucher. Eine solche Ausbeute war bei ihm keine Seltenheit. Foto: Rank

Auch beim TV war Sepp Rank Ehrenmitglied. Er war eines der aktivesten Mitglieder, betont 2. Vorsitzender Toni Schmidt. Er habe sich um alles gekümmert und auch alles gekonnt. Und natürlich habe er die Pressearbeit übernommen. „Der Sepp war einer der hilfsbereitesten Menschen, die ich kenne“, sagt Schmidt, der entsetzt darüber ist, dass der 79-Jährige so aus dem Leben gerissen wurde.

„Ein Verlust für ganz Furth“

Er war einfach ein Vereinsmensch, meint Schmidt. Sein Tod sei „ein Verlust für ganz Furth“. Sepp Rank sei mit seinen 79 Jahren aktiv gewesen bis zum Schluss. Überall habe er mitgewerkelt. Seine Leidenschaft sei der Fußball gewesen. Gern habe er auch als Schiedsrichter gepfiffen, da habe man nicht lang fragen müssen.

Langjähriges Mitglied war Sepp Rank auch bei der Kolpingsfamilie. Er habe immer hervorragende Pressearbeit gemacht, betont 2. Vorsitzender Hans Hastreiter. Der 79-Jährige habe über alle Veranstaltungen berichtet.

Schick gemacht für die Festspiele in Bayreuth Foto: Rank
Schick gemacht für die Festspiele in Bayreuth Foto: Rank

Der Waldverein trauert ebenfalls um den Further. 50 Jahre lang war er Mitglied und aktuell der Pressewart des Vereins, berichtet 2. Vorsitzender Josef Bauer.

Für unser Medienhaus war der Sepp in Furth im Wald der eifrigste Mitarbeiter. Jeden Tag ist er morgens in die Redaktion gekommen auf einen kurzen Ratsch. Er hat erzählt, was er so Neues gehört hat, wollte sich austauschen und hat Termine für die nächsten Tage übernommen. Oft hat er uns gesagt, was wieder ansteht. „Das werdet’s ihr noch nicht wissen, aber ich kümmer mich drum“, war ein oft gehörter Satz. Und er war einer der zuverlässigsten, der Sepp. Seine Fotos und Berichte sind immer sofort nach den Terminen eingetrudelt, auf ihn konnte man sich zu 100 Prozent verlassen. Er war immer hilfsbereit und ist eingesprungen, wenn wir ihn kurzfristig gebraucht haben, oder ein Termin dazukam. Auf ihn konnte man immer zählen. Sepp Rank wird uns sehr fehlen.

Der Trauergottesdienst findet am Dienstag um 14 Uhr statt.

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Zur Person: Sepp Rank

  • Alter:

    Sepp Rank starb im Alter von 79 Jahren.

  • Familie:

    Seit 52 Jahren war er verheiratet mit Frau Christa. Seine Tochter Waltraud starb mit 16 Jahren bei einem Verkehrsunfall. Tochter Ingrid wohnt mit Mann Christian und den Kindern Sofia, Sandro und Mario in Furth.

  • Beruf:

    Sepp Rank war 43 Jahre lang bei der Post beschäftigt. Seine Leidenschaft war allerdings seine Mitarbeit bei der Zeitung.

  • Hobbys:

    Der 79-Jährige war Vorsitzender des OGV und hat gern im Garten gearbeitet. Außerdem war Fußball seine Leidenschaft. Und er hat gern etwas mit den Enkeln unternommen.

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