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Montag, 20. August 2018 27° 1

Lederdorn

Das größte Geschenk für Frieda Schmidt

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Freudig nahm Frieda Schmidt die Glückwünsche von Enkeln, Urenkeln und Bürgermeister Stefan Baumgartner entgegen. Foto: CHE
Freudig nahm Frieda Schmidt die Glückwünsche von Enkeln, Urenkeln und Bürgermeister Stefan Baumgartner entgegen. Foto: CHE

Lederdorn.Das Alter von Frieda Schmidt ist schwer zu zu schätzen. Die 90 Jahre ihres Lebens, die sie mit vielen Gratulanten feierte, sind ihr nicht anzusehen, obwohl sie nichts geschenkt bekam und vieles hart erarbeiten musste.

Für Bürgermeister Stefan Baumgartner war es als Vertreter der Gemeinde Chamerau eine Selbstverständlichkeit der Jubilarin die Aufwartung zu machen, ihr die „herzlichsten Wünsche“ und auch persönlich für viele weitere Jahre bei bester Gesundheit auszusprechen, sowie einen Gutschein und eine Ehrenurkunde zu überreichen. Seinen guten Wünschen schloss sich Pfarrer Kilian Limbrunner an, der im Namen der Pfarrei und zu ihrem 90. gratulierte und ihr noch viel Gesundheit und Gottes Segen wünschte. Pfarrer Limbrunner übergab namens der Pfarrei eine Kerze, Buch und eine Flasche Wein.

Bei der Feier luden viele Stationen zum Erinnern ein: Die Jubilarin wurde in Lederdorn als zweites von neun Kindern der Eheleute Singer geboren. Nach dem Schulbesuch absolvierte sie ihr Pflichtjahr – ohne Lohn, nur für das Essen. „Ich musste fort von daheim und weg von der Suppenschüssel“, erinnert sie sich. Als ihr ältester Bruder mit 17 Jahren zwei Wochen vor Kriegsende im Krieg gefallen war, war sie die Älteste ihrer Geschwister.

Beschäftigt war sie in den Firmen Stiehler und Aulfes in Chamerau und in der Konservenfabrik in Kötzting. 1949 trat sie mit Walter Schmidt aus Lederdorn an den Traualtar in der Klosterkirche in Cham, aus der Ehe gingen die Töchter Kornelia und Edith hervor. Leider musste sie ihren Mann bereits im April 2001 zu Grabe geleiten. Inzwischen kann sich Frieda Schmidt über vier Enkel und vier Urenkel freuen.

Zurückblickend, so die Jubilarin, möchte sie die schöne Zeit, die oft auch sehr stressig war, nicht missen. „Zeit für andere zu haben und diesen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ist das größte Geschenk“. (che)

Geburtstag

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