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Freitag, 17. August 2018 28° 2

Vorfreude

Das große Feuerwehrfest kann kommen

Patenwehren für das Rannersdorfer Feuerwehr-Jubiläum gaben ihre Zusage. Zuvor mussten die Bittsteller drei Aufgaben lösen.

Erste Aufgabe gelöst – in Rekordzeit bauten die Bittsteller von der FFW Rannersdorf das XXL-Puzzle der Geiganter zusammen. Foto: wfl
Erste Aufgabe gelöst – in Rekordzeit bauten die Bittsteller von der FFW Rannersdorf das XXL-Puzzle der Geiganter zusammen. Foto: wfl

Waldmünchen.Vom 15. bis 18. Juni feiert die FFW Rannersdorf ihr 125-jähriges Bestehen mit Fahrzeugsegnung. Nachdem der erste Schritt für eine standesgemäße Jubelfeier, die Suche nach einem Schirmherren samt Ehrenschirmherren, erfolgreich abgeschlossen wurde, fehlte nur noch das Tüpfelchen auf dem „i“ – der passende Patenverein und die dazugehörigen Ehrenpatenvereine.

Die FFW Geigant, die FFW Prosdorf und die FFW Döfering schienen dem Festausschuss um Manfred Rampf für diese Aufgabe geradezu prädestiniert. „A Feuerwehrfest mit Fahrzeugsegnung woll’n mia im Juni halt’n, alle gfrei ma se scho, de Junga und de Alt’n“. Wie groß die Vorfreude der Ranners- und Zillendorfer Floriansjünger auf das große Fest ist, zeigte sich, als ein gewaltiges Großaufgebot für zwei so kleine Dörfer zum Patenbitten in Geigant einzog.

Bittsteller kamen mit Blasmusik

In „hochkarätiger“ Besetzung mit Schirmherrn Georg Ederer, Ehrenschirmherrn Josef Aumann, Festleiter Manfred Rampf, die beiden KBM Christian Bauer und Michael Sturm zog die FFW Rannersdorf auf, um die Nachbarvereine offiziell um die Patenschaft zu bitten. Angeführt von der Musikkapelle „Blescher Blosn“ ging der Tross der „Bittgänger“ mit Marschmusik vom Geiganter Friedhof zum Vorplatz der Mehrzweckhalle. Dass bei diesen Anlässen obligatorische Fass Bier sollte dabei der Bitte den nötigen Nachdruck verleihen.

Festleiter Manfred Rampf, Kommandant Martin Weichs, 2. Kommandant Simon Aumann und zweiter Vorsitzender Roland Kraus trugen die Patenbitte in Versen vor. Foto: wfl
Festleiter Manfred Rampf, Kommandant Martin Weichs, 2. Kommandant Simon Aumann und zweiter Vorsitzender Roland Kraus trugen die Patenbitte in Versen vor. Foto: wfl

Und wie es sich eben nach alter Sitte gehört, trugen Festleiter und Vorstand unisono, Manfred Rampf, sowie Kommandant Martin Weichs mit ihren Mitstreitern, 2. Kommandant Simon Aumann und 2. Vorstand Roland Kraus den bereits wartenden Paten ihr Anliegen in Versform dar: „A herzlichs Griaß Gott, Ihr Geiganter Feuerwehrleid, wir Rannersdorfer san zu Euch vira kemma heid. Wos ma woll’n, mia werns Euch sagen! A Feuerwehrfest mit Fahrzeugsegnung woll’n mia im Juni halt’n, alle gfrei ma se scho, de Junga und de Alt’n. Ihr seid’s a zünftiger Verein, drum dan ma’s wagen, unser Bitt‘ um de Patenschaft Euch anzutragen. Wir Bitten Euch, sagt’s – Ja, schlagt’s ei, unser Patenverein sollt’s im Juni sei!“

Doch so einfach machte es der designierte Patenverein es dem Jubelverein nicht. Bevor die FFW Geigant um Vorstand Reinhold Bierl und Kommandant Holger Riederer ihr Patenamt zusagte, mussten die Bittsteller natürlich einige Prüfungen bestehen. In einer bestimmten Zeitvorgabe von zehn Minuten hatte das Quartett ein 54-teiliges „XXL-Puzzle“ zu lösen. In einer Rekordzeit von knapp über sechs Minuten wurde diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Dabei kam bei diesem überdimensionalen Puzzle das neue Feuerwehrauto zum Vorschein.

Biersuppe für die Bittsteller

Nach dieser Prüfung waren die Ehrenpatenvereine gefragt: „Die Ehrenpatenvereine woll’n ma a no frang, und hoff ma, dass sie a „Ja“ sang“. Aber auch die FFW Döfering und die FFW Prosdorf hatten für die Zillen- und Rannersdorfer noch einige Aufgaben parat. Nach dem die Bittsteller Manfred Rampf, Martin Weichs, Simon Aumann und Roland Kraus eine Biersuppe auszulöffeln hatte, wobei sie sich gegenseitig „füttern“ mussten, durften sie sich beim Krawattenbinden beweisen. Hinter den FFW-Damen sollte das FFW-Führungsquartett den Feuerwehrdamen mit Spezialbrille eine Krawatte binden. Letztendlich wurde auch diese Aufgabe erfüllt.

Krawattenbinden mit Brille – auch diese Herausforderung wurde bewältigt. Foto: wfl
Krawattenbinden mit Brille – auch diese Herausforderung wurde bewältigt. Foto: wfl

Somit hat die Jubelwehr mit der FFW Geigant, der FFW Prosdorf und FFW Döfering, mit denen man seit Jahren eine hervorragende Kameradschaft pflegt, ihre Patenvereine gefunden und damit auch einen guten Fang gemacht, wie Festleiter Manfred Rampf zum Schluss erwähnte. „Mia Zillendorfer und Rannersdorfer Leit gfreia se, dassd’s ihr – Ja – gsagt habt’s heid. Mit Euch als Paten is uns niad bang, da hamma gmacht an guad’n Fang“.

Mit einem Fass Bier, angezapft vom Schirmherrn, verliehen die Gäste ihrer Bitte Nachdruck. Foto: wfl
Mit einem Fass Bier, angezapft vom Schirmherrn, verliehen die Gäste ihrer Bitte Nachdruck. Foto: wfl

Nachdem Schirmherr Georg Ederer das erste Fassbier angezapft hat, stießen der Jubelverein und die Patenvereine auf einen erfolgreichen Verlauf an. Anschließend ging es in der Mehrzweckhalle zum gemütlichen Teil über, zu dem die Kapelle „Blescher Blosn“ aufspielte. Zur Überraschung der Gäste kam hier noch das „Übergangslöschfahrzeug“ der FFW Rannersdorf zum Einsatz.

Aufgrund der erfolgreichen ersten zwei Akte mit dem Schirmherrenbitten und dem Patenbitten und des großen Zusammenhaltes zwischen allen beteiligten Feuerwehren dürfte dem Gründungsfest mit Fahrzeugsegnung vom 15. bis 18. Juni nichts im Wege stehen. (wfl)

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