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Ratgeber

Das Internet verschenkt nichts

Fake-Gewinnspiele locken mit sensationellen Gewinnversprechen. Wer darauf reinfällt, verliert aber nur viel Geld.
Von Birgit Zwicknagel

Bei  99,9% der dubiosen Gewinnspiele gibt es nie einen Gewinn. Foto: Jochen Lübke/dpa
Bei 99,9% der dubiosen Gewinnspiele gibt es nie einen Gewinn. Foto: Jochen Lübke/dpa

Cham.Kaffeevollautomat von De’Longhi zu gewinnen“, „Luxus-Wohnmobil zu gewinnen“, „AudiRS7 zu gewinnen“ und was weiß ich, wie viele Luxusgüter uns in Facebook oder auch über Kettenbriefe in WhatsApp versprochen werden – und das alles nur mit einem einzigen Klick!

Da teile ich einmal und schon kann ich ein Traumhaus, eine Traumreise oder ein Traumauto zu unerschwinglichen Preisen gewinnen. Und was soll ich sagen? ERWACHSENE Facebook-Kontakte, die das reale Leben kennen sollten, TEILEN das! Also daher hier schwarz auf weiß für alle, die nach wie vor auf den großen Gewinn hoffen: bei 99,9% dieser unseriös-dubiosen Gewinnspiele gibt es NIE einen Gewinn am Ende! Es geht hier entweder um Likes, Fanzahlen oder Nutzerdaten, die am Ende nur einem einzigen Gewinn bringen: nämlich dem, der das Ganze in Umlauf gebracht hat!

Verstecke Kosten wie Dauer-Abos

Birgit Zwicknagel hält in Schulen Vorträge über Gefahren im Internet. Einmal im Monat macht die Stamsriederin vom Verein „Computermäuse“ in Bayerwald-Echo und Kötztinger Umschau auf ein Problem im Netz aufmerksam und schildert, wie sich Jugendliche und Eltern vor unerwünschten Zu- oder Übergriffen schützen können. Foto: Martin Hladik
Birgit Zwicknagel hält in Schulen Vorträge über Gefahren im Internet. Einmal im Monat macht die Stamsriederin vom Verein „Computermäuse“ in Bayerwald-Echo und Kötztinger Umschau auf ein Problem im Netz aufmerksam und schildert, wie sich Jugendliche und Eltern vor unerwünschten Zu- oder Übergriffen schützen können. Foto: Martin Hladik

Die Teilnehmerdaten gelangen in eine Datenbank und am Ende bekommt man dann unzählige Werbemails oder -anrufe. In den meisten Fällen werden diese Daten sogar gewinnbringend verkauft. Manchmal bieten Verlosungen jedoch einen echten Gewinn – doch Vorsicht: denn hier könnten sich auch verstecke Kosten verbergen, wie z.B. Dauer-Abos.

In einem uns vorliegenden Fall hat ein junger Mann eine kostenlose Warensendung angefordert und auch erhalten. Doch im Nachgang kamen dann monatlich weitere Sendungen, die jedesmal 180,- Euro kosteten. Hier empfehlen wir gern einen Anwalt, um die Nerven zu schonen…

Interview

Mediensucht: Was Eltern wissen müssen

Die Stamsrieder Expertin Birgit Zwicknagel sagt: Auch Erwachsene haben Probleme, das Maß in Sachen Handy & Co. zu finden.

Augen auf, wenn es um kostenfreie Handyverträge oder Handys geht. Auch hier werden oft die Vertragsbedingungen verschleiert und nur der erste Monat ist kostenfrei. Danach wird es teuer. Doch einen unterschriebenen Vertrag dann wieder „einfach so“ zu kündigen, kann oft schwierig werden.

So einfach ist der Fake-Check

Da versuchen wir uns, mit allen Mitteln zu schützen (ich denke hier an den Wirbel um die Datenschutzgrundverordnung letztes Jahr), achten peinlichst auf die Privateinstellungen und dann verschleudern wir unsere Daten, nur weil ein Traumauto oder ein Gutschein versprochen wird?

Alle Beiträge aus der Serie lesen Sie hier

Wenn das nächste Mal der große Treffer lockt, machen Sie einfach den Fake-Check: Muss ich „Teilen/Liken“, um an den Gewinn zu gelangen? Ist ein Impressum vorhanden? Gibt es Teilnahmebedingungen? Kann ich den Gewinnspielleiter kontaktieren? Welche Fake-Gewinnspiele grad im Umlauf sind und wie ich so etwas erkenne, finden Sie übrigens auch auf www.computermäuseverein.de im Betrugsticker!

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