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„Das ist kein verlorenes Schuljahr“

Rodings Realschul-Direktor Alexander Peintinger kann Corona-Pause Positives abgewinnen – und hat eine Strategie für danach.
Von Bastian Schreiner

Der Schulleiter ist überzeugt, dass der Unterrichtssausfall kompensiert werden kann.
Der Schulleiter ist überzeugt, dass der Unterrichtssausfall kompensiert werden kann. Foto: Bastian Schreiner

Roding.Das Coronavirus legte die Schulen lahm. Die Angst vor einem verlorenen Jahr für die Bildung wächst. Der Druck, möglichst bald in den Normalbetrieb zurückzukehren, ist groß. Doch Realschuldirektor Alexander Peintinger blickt trotz aller Umstände positiv in die Zukunft.

Maskiert und umgeben von Desinfektionsmittel sowie Sicherheitsregeln haben die 67 Abschlussschüler am 27. April den Unterricht an der Rodinger Realschule wieder aufgenommen. Die neunten Klassen kamen am 11. Mai vom Home-Schooling zurück, die fünften und sechsten Klassen am 18. Mai. Nach den Pfingstferien sollen laut Peintinger auch die Siebt- und Achtklässler wieder im Schulhaus unterrichtet werden. Somit wären alle 650 Schüler vor der Sommerpause noch einmal in der Schule. Von Alltag werde aber auch dann noch keine Rede sein, da wohl bis zu den großen Ferien im Schichtbetrieb sowie unter Hygienemaßnahmen unterricht werde.

Kein Sportfest oder Wandertag

Apropos: Sollten die Sommerferien verkürzt werden, um Stoff nachholen zu können? „Ich habe das zwischendurch schon erwartet, dass dieser Schritt kommen wird“, sagt Peintinger im Gespräch mit unserem Medienhaus. Aktuell gehe er aber nicht davon aus, dass an den sechs Wochen gerüttelt werde. Zumal ja der Tourismus wieder anlaufen solle. Da Konzerte, Sportfest und Wandertag am Ende des Schuljahres entfallen müssten, könne man zumindest diese Tage mit Inhalten füllen, so Peintinger.

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Wegen des teilweise doch massiven Unterrichtsausfalls steckt er den Kopf aber nicht in den Sand. Im Gegenteil. „Es ist kein verlorenes Jahr“, betont der Direktor. Zum einen habe die Schule viele wertvolle Erfahrungen mit Lernformen im Internet gesammelt und dadurch einen großen Fortschritt in Sachen Digitalisierung gemacht. Zum anderen könnten Defizite im nächsten Schuljahr kompensiert werden.

Die Taktik der Realschule

Rodings Realschule habe sich auch schon eine Taktik überlegt. „Wir versuchen, dass die Klassen im neuen Schuljahr in den Hauptfächern von denselben Lehrern wie jetzt unterrichtet werden“, erklärt Peintinger. Diese Lehrkräfte wüssten am besten, was unbedingt nachgeholt werden sollte. Inhalte in Nebenfächern, die „nicht lebensnotwendig sind“, könne man schieben.

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Dass die Abschlussschüler, die Ende Juni mit den Prüfungen starten, Nachteile haben, glaubt er nicht. Zumal sie als erstes zurückgekehrt waren.

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