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Das ist „keine One-Man-Show“

Die Neuwahlen bei der FFW Schachendorf gestalteten sich schwierig. Zwei Posten in der Vorstandschaft sind vakant.
Von Jürgen Ziereis

  • Die neue Vorstandschaft der FFW Schachendorf mit Vorsitzendem Martin Röckl (l.) und den Ehrengästen aus Stadtrat und Feuerwehrführung Foto: Ziereis
  • Die vier ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder (Bildmitte) Foto: Ziereis

Cham.Ein Rückblick auf ein prägendes Ereignis und die Neuwahl der Vorstandschaft standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schachendorf im Gasthaus Schierer. Das Konzert mit den Dorfrockern, der bundesweit bekannten Partyband, dominierte auch den Jahresrückblick sämtlicher Redner, vom wiedergewählten Vorsitzenden Martin Röckl über den Kommandanten Markus Kastl, über die Frauenbeauftragte Tanja Früchtl-Meyer bis zur Jugendwartin Sonja Kastl.

Alle Sparten der Wehr hatten ihren Beitrag geleistet, damit das bei einem Gewinnspiel des Feuerwehrmagazins gewonnene Dorfrocker-Gastspiel im August zu dem Erfolg wurde, der es geworden ist. Und so hallen rund um Schachendorf die Klänge zu „Dorfkind“ oder „Engelbert Strauss“ immer noch nach, schließlich sei das Konzert ein Erlebnis für die ganze Wehr gewesen, das es so schnell wohl nicht wieder geben werde.

Dank akribischer Vorarbeit des Vorstandsteams gingen auch die Neuwahlen reibungslos über die Bühne, wenngleich Vorsitzender Martin Röckl im Vorfeld einige harte Nüsse zu knacken hatte. Etliche Positionen galt es neu zu besetzen, was vieler Gespräche bedurfte, um der Versammlung am Ende für jede zu wählende Funktion einen Vorschlag präsentieren zu können.

Martin Röckl veranlasste dies zu nachdenklichen Worten, schließlich sei der Feuerwehrverein „keine One-Man-Show“, vielmehr seien die vielfältigen Aufgaben nur gemeinsam zu schultern. Ein Einzelner könne weder alleine ausrücken noch einen Verein dieser Größe führen und organisieren. Eine neue Vorstandschaft zu installieren, sei ein „harter Weg“ gewesen, vor allem die – derzeit noch vakante – Position des 2. Vorsitzenden sowie des Kassiers waren hohe Hürden. Die Mitglieder sollten diese Vorstandswahlen als „Warnschuss“ verstehen, denn alle Anerkennung und warmen Worte nützten wenig, wenn niemand Verantwortung übernehmen wolle.

Aktuell zähle die FFW Schachendorf 221 Mitglieder, berichtete Martin Röckl. Sechs neue Mitglieder traten im vergangenen Jahr der Wehr bei: Ilona Früchtl, Franziska Wanninger, Verena Puchta, Manfred Reimer, Michael Raab und Klaus Wagner.

Kommandant Markus Kastl blickte in seinem Bericht auf zwölf Einsätze zurück, darunter zwei Verkehrsunfälle und ein Brandeinsatz. Sechs Mal rückte die Wehr zu technischen Hilfeleistungen aus. Außerdem teilte Kastl mit, dass die FFW Schachendorf gemeinsam mit fünf weiteren Feuerwehren die neue Schlauchwagen-Gruppe Cham bilde. Der Schlauchwagen sei in Chamerau stationiert und komme etwa bei Großbränden oder Bränden von abgelegenen Anwesen zum Einsatz. Die Aktiven würden nun nach und nach bei den Übungen für die Schlauchwagen-Gruppe ausgebildet.

Auch der traditionelle Fehra Kirta stand wieder im Jahresprogramm der Floriansjünger, die Jugend beteiligte sich erneut an der Säuberungsaktion Rama dama und an der Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter, die Frauen engagierten sich beim Funklehrgang, beim Erste-Hilfe-Kurs und bei gesellschaftlichen Anlässen.

Vorstandswahlen

  • Weitere Posten:

    Kassierin: Christina Wagner; stellvertretender Kassier: Tobias Früchtl; Schriftführerin: Sonja Ziereis; Frauenwartin: Tanja Früchtl-Meyer; stellvertretende Frauenwartin: Barbara Kollmer; Jugendwartin: Sonja Kastl; stellvertretende Jugendwartin: Tanja Bergbauer; Gerätewart: Martin Haimerl; Beisitzer: Katharina Galli, Gerhard Weiß, Anton Daiminger, Matthias Wagner, Xaver Schedlbauer (cjz)

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