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Bildung

Das ist Schule im Roboter-Zeitalter

Die Realschule Furth schaffte beim Robotik Wettbewerb der TU München den Sprung ins Viertelfinale und begeisterte die Jury.

Hochkonzentriert bereiteten die Schüler der Further Realschule die Präsentation ihrer Arbeit vor. Ihr Thema war ein Trinkwasserversorgungssystem auf einem regionalen Bauernhof. Fotos: Markus Mingo
Hochkonzentriert bereiteten die Schüler der Further Realschule die Präsentation ihrer Arbeit vor. Ihr Thema war ein Trinkwasserversorgungssystem auf einem regionalen Bauernhof. Fotos: Markus Mingo

Furth im Wald.Einen großartigen Erfolg verbuchten sieben technikbegeisterte Mädchen und Buben der Further Realschule beim weltweit größten Roboter-Forschungswettbewerb der Technischen Universität in München. Beim Robotik Wettbewerb der First Lego League schafften sie den Sprung ins Viertelfinale. Als eine von wenigen Realschulen stellte sich damit die Further Bildungseinrichtung – unterstützt durch die Firma ELOTEC – zum wiederholten Male diesem überregionalen Wettbewerb, um sich mit 23 anderen Schulen zu messen.

First Lego League (FLL) ist ein weltweites Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführen möchte. Ein FLL-Team, bestehend aus einem erwachsenen Coach und fünf bis zehn Teilnehmern, muss mit Hilfe eines Roboters knifflige Aufgaben rund um das Wettbewerbsthema lösen sowie eine Forschungspräsentation erstellen.

Für Wissenschaft begeistern

Das Team Robotik der Staatlichen Realschule Furth im Wald freut sich über den Sprung ins Viertelfinale. Fotos: Markus Mingo
Das Team Robotik der Staatlichen Realschule Furth im Wald freut sich über den Sprung ins Viertelfinale. Fotos: Markus Mingo

Ziel ist es dabei Kinder und Jugendliche für Wissenschaft und Technologie zu begeistern, den Teilnehmern den Gedanken des Teamgeistes zu vermitteln sowie Kinder und Jugendliche anzuspornen, komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen zu bewältigen. Grundlage von FLL ist ein Roboter-Wettbewerb mit Spaß-Charakter, bei dem Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Roboters eine knifflige „Mission“ zu erfüllen haben. Die Kinder und Jugendlichen forschen innerhalb eines Teams zu einem vorgegebenen Thema, planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um eine Mission zu meistern. Die FLL Teams erfahren dabei alle Stufen einer echten Produktentwicklung. Das beinhaltet den Start mit einem Problem, verbunden mit ungenügend Ressourcen und ungenügend Zeit. Die FLL Teams wissen zudem nicht, wie ihre Konkurrenten in den Wettbewerb starten. FLL ist in jeder Hinsicht ein Mikrokosmos einer realen Firma.

Der letzte Check vor dem Robot-Game. Der von den Schülern hergestellte und programmierte Roboter musste in einer Zeitvorgabe von 2.30 Minuten verschiedene Missionen meistern. Fotos: Markus Mingo
Der letzte Check vor dem Robot-Game. Der von den Schülern hergestellte und programmierte Roboter musste in einer Zeitvorgabe von 2.30 Minuten verschiedene Missionen meistern. Fotos: Markus Mingo

Erfolgreiche Teams können sich über mehrere Ausscheidungsstufen bis zur Weltmeisterschaft qualifizieren. Der Wettbewerb gliedert sich in vier Disziplinen: Forschungspräsentation, Teamspiel, Robot-Game und Robot-Design. Seit Schuljahresbeginn arbeiteten die Schüler zahlreiche Stunden die Woche an der Lösung der Aufgaben des Robot-Games sowie an der Erstellung des Forschungsauftrags. Schon bald kristallisierten sich im Projektteam die einzelnen Aufgaben heraus, wobei die Kinder ihr großes Potenzial, je nach Begabung und Interessenlage nutzen konnten.

Das motivierte Team von Schülern der achten bis zehnten Jahrgangsstufe um die erfahrenen FLL-Teilnehmer Alexander Pohmer, Christoph Kolbeck, Lisa Eiber und Nancy Liebich sowie die „Neuzugänge“ Max Baier, Daniel Brandl und Felix Vogl harmonierte hervorragend und überzeugte „Coach“ Markus Mingo von Beginn an mit kreativen Ideen, konstruktiven und gut durchdachten Lösungsansätzen, sowie einer sehr teamorientierten Arbeitsweise.

Das Thema der FLL Saison 2017/18 lautete „Hydro Dynamics!“ Die Schüler erforschten alles über Wasser – wie man es findet, transportiert, nutzt oder es beseitigt. „Dabei lernten sie zu erkennen, welche Möglichkeiten sich eröffnen, wenn wir noch besser verstehen, was mit unserem Wasser passiert?“, betont der „Coach“ Markus Mingo.

Regionales Trinkwassersystem

Beeindruckende Atmosphäre im voll besetzten Audimax der Technischen Universität München in Garching. 24 Schulen waren zu dem Wettbewerb angetreten. Fotos: Markus Mingo
Beeindruckende Atmosphäre im voll besetzten Audimax der Technischen Universität München in Garching. 24 Schulen waren zu dem Wettbewerb angetreten. Fotos: Markus Mingo

Basierend auf den praktischen Erfahrungen von Alexander Pohmer und Lisa Eiber beschäftigten sich die jungen Forscher mit dem Trinkwassersystem für einen regionalen Bauernhof, dessen Wasserversorgung rein auf der Basis eines artesischen Brunnensystems und damit aufbereitetem Regenwassers aufgebaut ist. Zusätzlich stellten die Schülerinnen und Schüler eine Pflanzenkläranlage für den privaten Bereich vor.

Im Wust von Plänen und Skizzen bereiteten die jungen Forscher aus der Drachenstich-Stadt ihre Präsentation vor. Hier bekommt der Roboter noch den letzten Feinschliff. Fotos: Markus Mingo
Im Wust von Plänen und Skizzen bereiteten die jungen Forscher aus der Drachenstich-Stadt ihre Präsentation vor. Hier bekommt der Roboter noch den letzten Feinschliff. Fotos: Markus Mingo

Mit großer Spannung und auch einer gehörigen Portion Nervosität ging es am Samstag nach Garching, wo im Gebäude der Fakultät für Maschinenwesen der TU München 24 Teams gegeneinander antraten. Bewertet wurden vier Teilaufgaben: Roboterdesign, Teamwork, die Präsentation des Forschungsauftrages und natürlich das Robot-Game, bei dem der selbst erstellte und programmierte Roboter verschiedene Missionen, mit einer Zeitvorgabe von 2.30 Minuten meistern musste. Das Robot-Game war das Highlight des Tages. In beeindruckender Atmosphäre traten die Schüler in drei Runden gegen die Konkurrenten an und konnten so manch schwierigen Punkt ergattern. Besonders in der zweiten Runde starteten sie einen fast perfekten Lauf und sicherten sich dadurch die Teilnahme unter den besten acht Teams. Doch auch die anderen Aufgaben meisterten die sieben Jugendlichen des „Team Robotik RSF“ mit Bravour und überzeugten die Jury mit ihrer Innovationskraft und Teamfähigkeit.

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