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Aktion

Das JUZ feiert ein buntes Jugendfest

Hip-Hop, Zirkusmagie, Skaten, Einradfahren und vieles mehr bewegte die Besucher rund ums Chamer Jugendzentrum.
Von Monika Kammermeier

Die Junior-Turniergruppe des ASV Cham zeigte, was ihr Spaß macht – und begeisterte damit auch die JUZ-Besucher. Fotos: kmo
Die Junior-Turniergruppe des ASV Cham zeigte, was ihr Spaß macht – und begeisterte damit auch die JUZ-Besucher. Fotos: kmo

Cham.Über das Wetter am Jugendfest im Jugendzentrum Cham waren die Veranstalter am Freitag nicht glücklich. Es war zu buntem Programm mit Tanz, Musik und Mitmachangeboten für Alt und Jung geladen. Anfangs fanden die ersten Aufführungen noch draußen statt, dann mussten Akteure und Publikum nach drinnen flüchten, weil der Regen herunterprasselte. Sobald es das Wetter irgendwie zuließ, verlagerte sich alles wieder ins Freie. Die Sonne schien extra für die Einradvorführung vom ASV Cham. Musikbühne war die überdachte Rampe des BMZ und brauchte jedoch sein Publikum davor.

Drinnen und draußen

Aktion: Die Tanzmäuse der TSA-Wi-Wa-Gruppe durften drinnen ihre Choreografie zeigen, weil es draußen regnete. das Wetter passte dieses mal nicht beim Jugendfest des JUZ in Cham. Fotos: kmo
Aktion: Die Tanzmäuse der TSA-Wi-Wa-Gruppe durften drinnen ihre Choreografie zeigen, weil es draußen regnete. das Wetter passte dieses mal nicht beim Jugendfest des JUZ in Cham. Fotos: kmo

Die zweite Bürgermeisterin Christa Strohmeier-Heller begrüßte alle Gäste zum Fest, das im Rahmen des Kultur- und Familienprogramms „Sommer am Regenbogen“ der Stadt Cham stattfand. Das Team des Jugendzentrums Silvia Provinsky und Marina Degenkolb vom Trägerverbund der Stadt Cham und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg und die Kooperationspartner des überörtlichen Zentrums für Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit mit Annemarie Neuhierl, Stefanie Groitl von der Stadt Cham, Kreisjugendpfleger Simon Frank und Martina Eckhardt, Andreas Pregler vom Amtes für Jugend und Familie und Theresa Wenzel von der Katholischen Jugendpflege organisierten das Fest.

Spaß: Die Einradgruppe des ASV Cham zeigte in Regenpauaen viele verschiedene Formationen und begeisterte die Zuschauer mit ihren Darbietungen. Die Firma „Nähstüberl“ der Gerhardinger Realschule war auch beim Fest dabei. Fotos: kmo
Spaß: Die Einradgruppe des ASV Cham zeigte in Regenpauaen viele verschiedene Formationen und begeisterte die Zuschauer mit ihren Darbietungen. Die Firma „Nähstüberl“ der Gerhardinger Realschule war auch beim Fest dabei. Fotos: kmo

„Wenn man zusammen Freude hat, wird’s keine Streitereien geben und es ist die beste Möglichkeit, zusammen zu finden“, sagte Christa Strohmeier-Heller. Kai Heidemann vom Jugendrat Cham moderierte die Veranstaltung. Als erstes kündigte er die „Silverstars“-Cheerleaders der Footballmannschaft „Thomb Raiders“ vom ASV Cham an. Die Tanz & Rock’n Roll Gruppen „Little Lollys“, „Jointly“, Side by Side, die Junior-Turniergruppe und Showtanzgruppe „Da Tobi und sei Derndlgfetz“ konnten ihre Aufführung noch draußen darbieten. Die Tanzmäuse zeigten ihre Choreografie dagegen drinnen im Aufenthaltsraum. Doch die „Fun-Wheelers“ vom ASV Cham mit ihren Einrädern zeigten ihre tollen Kunststücke wieder draußen – die Sonne ließ sich dafür kurz blicken. An der imposanten Technik im Zelt fungierte Dominik Freimuth und hatte alle Hände voll zu tun.

Das war das Jugendfest im Chamer JUZ

Der junge Rapper Adonis Dervishaj – mittlerweile in Leipzig lebend – übernahm den ersten Musikteil auf der Rampe des BMZ, die zur Bühne wurde. Er sang albanisch-deutsch. Der junge Künstler macht seit sieben Jahren aktiv Musik. Seit einem Jahr etwa beim Münchner Plattenlabel New Word Order, wo er unter dem Pseudonym „Mosaik“ unter Vertrag steht. Im Dezember 2016 veröffentlichte er seine EP „Charakter zum Mitnehmen“. Diese schaffte sogar den Sprung in die deutschen Top 100-Hip-Hop-Charts.

Danach gab es Kompositionen in ukrainischer Sprache der Chamer Musiker und Rapper „Block A“. Kurz bevor „HADÈ“, vier Jungs, die tiefgründige melancholische, aber auch absolut optimistische Lieder mit wortspiellastigen Textzeilen präsentierten, gehörte die Bühne jedem, der sein Talent mal zeigen mochte.

Mit Zirkus und Skatemobil

Engagiert: Kai Heidemann vom Jugendrat moderierte mit lockeren Sprüchen das Jugendfest des JUZ. Andreas Pregler vom Amt für Jugend und Familie gab sich beim Bodypainting alle Mühe. Fotos: kmo
Engagiert: Kai Heidemann vom Jugendrat moderierte mit lockeren Sprüchen das Jugendfest des JUZ. Andreas Pregler vom Amt für Jugend und Familie gab sich beim Bodypainting alle Mühe. Fotos: kmo

Das Zirkusmobil und Skatemobil des Bayerischen Landessportverbands ließ die Jugend Zirkusluft schnuppern, wie Neuhierl sagte. Jeder durfte sich mal ausprobieren beim Tellerdrehen, der Jonglage, mit dem Diabolo oder auch mal mit dem Einrad. Sehr beliebt unter den Jugendlichen und Kindern war Andreas Preglers Stand für „Bodypainting“. Daneben verkauften Schülerinnen der Gerhardinger Realschule wunderschöne selbstgenähte Kissen und Taschen. Sie gründeten Anfang des Schuljahres 2017/2018 ihre Firma „Nähstüberl“, ein Juniorunternehmen der Schule. Sie veräußern darüber ihre Nähprodukte, die sie unter Mithilfe der Lehrerin Eva Schmitt herstellen.

Können: Die „Silverstars“-Cheerleaders der Footballmannschaft „Thomb Raiders“ des ASV Cham zeigten ihr Können. Für Essen und Getränke war beim Fest reichlich gesorgt – und der Seniorenbeirat Cham steuerte leckere Kuchen bei. (kmo) Fotos: kmo
Können: Die „Silverstars“-Cheerleaders der Footballmannschaft „Thomb Raiders“ des ASV Cham zeigten ihr Können. Für Essen und Getränke war beim Fest reichlich gesorgt – und der Seniorenbeirat Cham steuerte leckere Kuchen bei. (kmo) Fotos: kmo

Aja (16) aus Kurdistan und Jak (17) aus dem Irak kommen seit etwa zwei Jahren regelmäßig, ins JUZ, erzählten sie. Sie kennen Leute hier, die sie nach ihrem Deutschkurs treffen. Die Schülerinnen Alexandra (17) und Selina (15) waren das erste Mal hier, genau wie Thomas Ried (18), Land- und Baumaschinenmechatroniker. Ihnen gefällt das JUZ, sagten sie. Ramona (16) und Hussein (17) kommen fast jeden Tag ins JUZ. Hussein geht in die Berufschule und Ramona macht demnächst ihren Quali.

Stadtrat und Jugendbeauftragter Edi Hochmuth informierte, dass die Stadt Cham jährlich 150 000 Euro für den Betrieb des JUZ ausgibt. Viele größere Städte böten das nicht, sagte Hochmuth. Man könne hier seine Freizeit verbringen – ohne Alkohol – mit Workschops, Projektarbeiten oder Sprachschulungen. Darauf könne man stolz sein, sagte er. (kmo)

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