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Montag, 21. Mai 2018 21° 1

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Das Kastl-Grundstück wird geräumt

Nach jahrelangem Rechtsstreit: Eine Spezialfirma aus München beseitigt seit Dienstag an der Arnbrucker Straße Berge von Schutt und Unrat.
Von Stefan Weber

  • Dieses Grundstück beschäftigte jahrelang Gerichte und die Stadt, seit Dienstag wird es geräumt. Fotos: wf
  • In zwei Containern füllten Mitarbeiter einer Spezialfirma das, was auf dem Gelände gelagert worden war.

Bad Kötzting.Die „radikal zunehmende Vermüllung“ auf dem Anwesen Kastl am Gewerbegebiet „an der Arnbrucker Straße“ beschäftigt seit mehreren Jahren die Stadt: Bis hin zur Staatsstraße 2132, kurz vor der Abzweigung zum dortigen Baumarkt und einem Supermarkt, wurde vom Bewohner des Anwesens Müll abgelegt. Im Stadtrat gab es immer wieder Anfragen, ob und wann sich an den Zuständen etwas ändern werde.

„Wir hatten rechtlich keine Möglichkeit“, stellt Bürgermeister Wolfgang Ludwig gestern auf Anfrage noch einmal fest. Der Bewohner sei angeschrieben und angesprochen worden, doch ein laufender Rechtsstreit hatte die Räumung bislang verhindert. „Jetzt sind wir aber froh, dass was passiert“, sagte Ludwig am gestrigen Dienstag, als eine Spezialfirma aus München das Grundstück räumte.

Zwei Container voll Müll wurden mit dem Bagger gefüllt. Warum erst jetzt Bewegung in die Sache kam, erklärt Dr.Holm Ewert, Anwalt aus München: „Seit 23. November darf Herr Kastl das Grundstück nicht mehr betreten.“ Der Münchner Anwalt ist Nachlasspfleger und hat in dieser Eigenschaft das Grundstück „in Besitz genommen“.

Seit Mitte des Jahres 2010 steht er in dieser Eigenschaft mit der Stadt im Kontakt. Dass die Räumung jetzt erst geschehen konnte, liege am Rechtsstreit um den Nachlass des Hauses. Vom Amtsgericht über das Landgericht in Regensburg bis hin zum Oberlandesgericht in Nürnberg/Fürth ging der Kläger, dem nun erst gerichtlich bescheinigt wurde, „keinen Anspruch am Nachlass seiner Mutter“ zu haben, wie Dr. Ewert erklärt.

Als nächstes werde das Grundstück veräußert werden, informiert Dr.Ewert weiter. Aus dem Erlös würden die Kosten für die Räumung bestritten. „Was davon aber übrigbleibt, das steht noch offen“, sagt Dr. Holm Ewert.

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