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Region Cham
Samstag, 23. Juni 2018 18° 4

Glaube

Das Kreuz als „Pfingstrittehr“

Hunderte Besucher besuchten die Festmesse vor der Kirche St. Veit. Dekan Herbert Mader bekräftigte die Bedeutung des Kruzifix.
Von Rainer n. Heinrich

Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft fanden sich am Montag zur traditionellen Festmesse am Stadtplatz ein. An der Spitze der Pfingstfamilie standen die Pfingstbraut Mirjam Zelzer mit ihrer Vorgängerin Anna Heigl sowie zahlreiche Pfingstjubilare. Fotos: heinrich
Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft fanden sich am Montag zur traditionellen Festmesse am Stadtplatz ein. An der Spitze der Pfingstfamilie standen die Pfingstbraut Mirjam Zelzer mit ihrer Vorgängerin Anna Heigl sowie zahlreiche Pfingstjubilare. Fotos: heinrich

Bad Kötzting.Am Montag richteten sich alle Augen auf die lange Prozession der Pfingstreiter: Sie gaben dem Geistlichen Offiziator Kaplan Florian Rein, der die Pfingstmonstranz mit dem Eucharistischen Herrn mit sich führte, ein Geleit nach Steinbühl, um ein Jahrhunderte altes Gelöbnis zu erneuern.

In der Zwischenzeit zogen Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft, Pfingstjubilare und die Pfingstbraut Mirjam Zelzer mit ihrer Vorgängerin Anna Heigl zum St. Veitsplatz, begleitet von den Trommler des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Bad Kötzting sowie der Kolpingmusik Cham unter der Leitung von Josef Blaha. Gemeinsam mit hunderten Schaulustigen feierten sie dort unter strahlend blauem Himmel die traditionelle Festmesse vor dem Altar, wo Stadtpfarrer und Dekan Herbert Mader dem Gottesdienst als Hauptzelebranten vorstand. Gemeinsam mit ihm amtierten der aus Eslarn stammende Dechant und Pfarrer Martin Rupprecht, der in der Wiener Pfarre Hildegard Burjan wirkt, sowie dessen Kaplan und dessen Diakon.

Stadtpfarrer Herbert Mader unterstrich in seiner Predigt bei der Festmesse die Bedeutung des Kreuzes als Bekenntniszeichen.
Stadtpfarrer Herbert Mader unterstrich in seiner Predigt bei der Festmesse die Bedeutung des Kreuzes als Bekenntniszeichen.

„Die Debatte um das Kreuz im öffentlichen Raum prägte in letzter Zeit so manches Gespräch und führte zur Auseinandersetzung und zur Stellungnahme“ stellte Pfarrer Mader das christliche Symbol in den Mittelpunkt seiner Predigt. Es sei mehr als nur ein kulturelles Zeichen, das die bayerische Landschaft präge. Der Pfingstritt mache Halt an vier Stationen, wo das Kreuz an Straßen- und Wegrändern aufgestellt ist. „Wir reiten dem Kreuz hinterher heißt es in der ‚Pfingstrittehr‘“, sagte der Geistliche. Seit Jahrhunderten folgten die Pfingstreiter dem Kreuz und damit einem Bekenntniszeichen, das selbst die Politik im Dritten Reich nicht verbieten konnte. „Es möchte uns für das Leben sagen: An erster Stelle steht Christus als Herrscher dieser Welt in unserem Leben“, sagte Mader. „Jeder von uns kann in seinem Umfeld dazu beitragen, dass das Kreuz als Bekenntniszeichen der christlichen Werte sichtbar ist und haben wir keine Scheu es auch öffentlich zu zeigen.“ Nach den Fürbitten wies der Geistliche auf die Verwendung der Kollekte hin, die zur Sanierung der Pfingstrittfresken im Langhaus der Bad Kötztinger Pfarrkirche beitragen sollen. Zum Abschuss des feierlichen eucharistischen Segens segnete er die beim Altar bereitgestellten Erinnerungsfahnen und -bänder für die Pfingstreiter, die zum 25., 40., 50., 60. und sogar 70. Mal an diesem Gelöbnisritt teilgenommen haben. (kni)

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