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Kommentar

Das Licht in Chamer Fenstern

Ein Kommentar von Johannes Schiedermeier

Kerzen in Chamer Fenstern – was für ein schönes Zeichen! Wer in dunkler Nacht schon einmal eine Kerze gesehen hat, der weiß, was ein kleines Licht bewirken kann. Und kleine Lichter sind wir alle. Spätestens in dieser Zeit müsste das jeder begriffen haben. Einer alleine ist nichts.

Eine harte Erkenntnis in einer Zeit, in der wir uns voneinander fernhalten sollen. Wer jetzt meint, dass er auch so eine Kerze ins Fenster stellen sollte, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er dann ab morgen kein Hamster mehr sein kann. Sie wissen schon – die putzigen Tierchen mit dem Jahresvorrat an dreilagigem Klopapier im Keller... Oder nicht mehr die Supermarkt-Verkäuferin anpöbeln kann, weil seine Sorte Rote Bete nicht im Regal steht. Die Kerze ist auch ein Signal an den Nachbarn: „Ich bin da, wenn Du was brauchst!“

Nur die Kerze anzuzünden, wird die Welt nicht verändern. Am Ende werden es viele kleine und große Taten sein, die Licht bringen und Hoffnung machen auf Veränderung – auch für die Zeit, die nach Corona kommt. Denn wofür sollten all diese Dinge gut sein, wenn wir hernach weiterleben, als wäre nichts passiert.

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