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Lesestoff

Das neue Werk von Ränkams Gruselautorin

Mit ihrem Buch„Sagenhaftes Bayern“ traf Christl Fischer den Nerv vieler Leser. Jetzt legt die Autorin mystischen Stoff nach.
Von Evi Paleczek

Christl Fischer ist sehr stolz auf ihr zweites Buch, das bald auf den Markt kommt. Drei weitere Werke sind bereits geplant. Foto: Paleczek
Christl Fischer ist sehr stolz auf ihr zweites Buch, das bald auf den Markt kommt. Drei weitere Werke sind bereits geplant. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Nie hätte sich Christl Fischer träumen lassen, dass sie einmal schreiben und damit auch noch so viel Erfolg haben würde. Ihr erstes Buch „Sagenhaftes Bayern“ ist bereits vergriffen, eine Neuauflage mit 2000 Stück wird in Kürze erscheinen. Und auch das zweite Buch der Ränkamerin „Sagenhaftes Bayern Band II. Wahre, gruselige Geschichten über verdammte Seelen, weiße Frauen und Hexen“.

Sie ist sehr stolz und glücklich, das geschafft zu haben, sagt Fischer im Gespräch mit unserem Medienhaus. 160 Seiten und viele Bilder enthält das Werk, das wieder mystische Geschichten erzählt, die die Autorin selbst erlebt oder von anderen Leuten berichtet bekommen hat. Fischer tritt regelmäßig auf. Sie liest etwa bei Betriebs-, Geburtstags- und Weihnachtsfeiern aus ihren Büchern vor. Und bei diesen Veranstaltungen sprechen die Leute sie auch an und erzählen ihr, was ihnen schon Übersinnliches begegnet ist, sagt die 44-Jährige. Sie ist sich sicher, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde als die Dinge, die man mit dem Verstand erklären kann.

Eltern erzählten Geschichten

Und das glauben scheinbar viele Menschen – oder das Thema fasziniert sie zumindest. Denn Christl Fischer hat mittlerweile lernen müssen, nein zu sagen zu Auftrittsanfragen, so viele sind es geworden. Als ihr erstes Buch erschienen war, hat sie innerhalb von zwei Monaten 33 Veranstaltungen besucht. „Ich dachte, das geht“, erinnert sie sich. Es ging aber nicht. Das war eine Zeit, in der es ihr nicht mehr gut gegangen ist, sagt Fischer. Deshalb nimmt sie nun nur noch alle zwei Wochen eine Anfrage an. Sie hat eine Familie, einen schulpflichtigen Sohn und arbeitet im Autogeschäft ihres Mannes Jürgen im Büro. Alles geht nicht, hat die Autorin gelernt.

Porträt

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Weiter Bücher schreiben will die Ränkamerin aber auf jeden Fall. Der dritte Teil „Sagenhaftes Bayern“ ist textlich bereits fertig, genau wie ein Märchenbuch. Mit dem vierten Teil „Sagenhaftes Bayern“ hat Fischer bereits begonnen. Im kommenden Jahr wird das Märchenbuch erscheinen, Teil III „Sagenhaftes Bayern“ 2021. Alles der Reihe nach und mit der Zeit, sagt die 44-Jährige. Die Bücher müssen ja nicht nur geschrieben, sondern auch illustriert und immer wieder durchgelesen werden. Und das ist etwas, das die Autorin gar nicht mag.

Ihr erstes Buch hat sie ihrem bereits verstorbenen Vater gewidmet, erzählt Christl Fischer, das zweite jetzt der Mutter. Sie hat ihr bis sie 13 Jahre alt war jeden Abend Geschichten erzählt, erinnert sich die Ränkamerin. Ihr Papa hat sie etwa als „Dammer mitn Hammer“ immer wieder erschreckt. Sagen und fantasievolle Geschichten haben sie also schon immer begleitet – und vielleicht auch von Kindesbeinen an geprägt, meint Fischer.

Buchvorstellung:

  • Laudatio:

    Laudator ist MdB Karl Holmeier.

  • Rahmenprogramm:

    Die Band Torries wird den Abend begleiten, die Begrüßung übernimmt Kräuterpädagogin Doris Weirather. Ebenfalls dabei ist eine Gruppe der Rauhnachts Gmoa Bruck.

Hörbuch und Film

Neben dem Schreiben hat die 44-Jährige auch noch andere Pläne mit ihren Geschichten. In Kürze will sie ein Hörbuch herausbringen, in dem sie ihre Geschichten selbst vorliest. Und irgendwann wäre es schön, einen Kurzfilm über einen ihrer Texte zu machen, sagt sie.

Literatur

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Eines ihrer Weihnachtsmärchen würde sich als Theater eignen, meint Fischer. Sie ist gerade dabei, Dialoge zusammenzuschreiben. Das wäre dann ihr zweites Stück, ein Durandl-Theater von ihr wurde bereits gespielt. Ebenfalls mit Erfolg, freut sich Fischer. Zwei Aufführungen gab es, beide waren ausverkauft. Christl Fischer ist sehr dankbar, dass sich das alles so entwickelt hat. Das Geschichtenerzählen und -aufschreiben ist ihr Hobby. Dass sich das zum Beruf machen lässt, mit dem sie nun ihr Geld verdient, das hätte sie sich nie gedacht.

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