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Politik

Das Pfarrhaus wird renoviert

Nach einer Diskussion stimmten die Arracher Räte dem Vorhaben zu. Wehren bekommen Unterstützung beim Klasse-C-Führerschein.
von Regina Pfeffer

Gaben Anlass zur Diskussion: Pfarrhaus und Wolfgangsheim in Haibühl Foto: Pfeffer
Gaben Anlass zur Diskussion: Pfarrhaus und Wolfgangsheim in Haibühl Foto: Pfeffer

Arrach. Der Gemeinderat Arrach hat in seiner jüngsten Sitzung über das Baugesuch der Katholischen Kirchenstiftung, vertreten durch Pfarrer Johann Wutz, beratschlagt. Die Kirchenstiftung hatte einen Antrag auf Außen- und Innenrenovierung des Pfarrhauses und Anbau einer Verwaltung in Haibühl gestellt.

Dabei wurde auf die Satzung über die Herstellung von Stellplätzen und Garagen in der Gemeinde Arrach verwiesen. Sollten die Stellplätze auf dem Baugrundstück nicht ausreichen, sind ausreichend Stellplätze auf den Parkplätzen der Pfarrkirche vorhanden. Über das Baugesuch wurde ausgiebig diskutiert. Bürgermeister Schmid merkte an, dass der Gemeinderat den vorliegenden Bauplan nicht ohne hinreichende Gründe ablehnen dürfe. Der Plan könnte höchstens zurückgestellt werden. Sofern der Gemeinderat den Plan genehmigt, wäre bei Änderungen lediglich eine Tektur erforderlich.

Bei der folgenden Abstimmung hatte der Gemeinderat jedoch keine Einwendungen gegen das Bauvorhaben und stimmte der Außen- und Innenrenovierung des Pfarrhauses und dem Anbau einer neuen Verwaltung zu. Zur Verbesserung des Ortsbildes wurde empfohlen, einen Dachüberstand in die Planung aufzunehmen. Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig. Ebenfalls einstimmig beschieden wurde der Antrag eines Bauwerbers auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage im Tulpenweg 16 in Haibühl.

Lob für die Seniorenarbeit

Die Seniorenbeauftragte Marion Weber berichtete im Ratsgremium über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen im vergangenen Jahr. Die Kosten für die ausgeweitete Seniorenbetreuung bewegen sich im normalen Rahmen, informierte die Verwaltung. Zu den Personalkosten (8020 Euro in 2018, 7033 Euro in 2017) kommen Sachkosten/Veranstaltungen in Höhe von 3292 Euro in 2018 (2634 Euro in 2017) und Reisekosten in Höhe von 1654 Euro (1568 Euro in 2017) hinzu. Durch die Organisation von diversen Seniorentreffen, Ausflügen, Theaterfahrten und Besuchen in Seniorenheimen kamen insgesamt 466 Stunden für die Seniorenbetreuerin zusammen.

Marion Weber ist den älteren Menschen auch bei Behördengängen, Besorgungen, Arztfahrten oder bei der Begutachtung durch die Pflegekasse behilflich – ein Service, der von der älteren Generation sehr begrüßt wird. Bis Oktober 2018 kamen insgesamt 4014 Kilometer zusammen.

Sowohl Bürgermeister Schmid als auch der Gemeinderat lobten die engagierte und sehr umfangreiche Arbeit der Seniorenbeauftragten. Durch das erworbene Dienstfahrzeug sei eine längst überfällige Ausstattung durch die Gemeinde erfolgt. Diese hervorragende Arbeit gelte im gesamten Landkreis als einmalig. Es wurde auch die Arbeit des Jugend-Beauftragten Daniel Schmid und seines Stellvertreter Johannes Altmann gewürdigt. „Auch in diesem Bereich wird hervorragend gearbeitet. Vor allem die alljährlichen Ausflüge sind sehr gut organisiert und daher sehr beliebt“, sagte Schmid.

Bereits seit längerer Zeit haben die Ortsfeuerwehren Probleme, aktive Feuerwehrler mit entsprechender Fahrerlaubnis für die Fahrzeuge zu bekommen. Aufgrund der geltenden Fahrerlaubnisverordnung können Inhaber des Führerscheins der Klasse B nur Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen führen. Dies führt bei Ortsfeuerwehren zu Problemen, denn viele jüngere Feuerwehrleute besitzen nur den Führerschein B, obwohl in den Wehren überwiegend Fahrzeuge vorhanden sind, die mit der Fahrerlaubnis der Klasse C zu fahren sind.

Michael Stahl merkte an, dass die Feuerwehren Fahrerlaubnisse bis 7,5 Tonnen selber ausbilden. Um die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten wird es daher in Zukunft erforderlich sein, Mitglieder zu finden, die bereit sind, die Fahrerlaubnis C zu erwerben Die Kosten betragen ca. 2000 Euro pro Mann. Da es sich bei der Feuerwehr um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handelt und zudem die Feuerwehrmänner ihre Freizeit opfern, unterbreitete Bürgermeister Schmid den Vorschlag, den aktiven Mitgliedern der Feuerwehren Arrach und Haibühl-Ottenzell jeweils einmal jährlich für je einen Aktiven diese Ausbildung zu gewähren. Angehörige freiwilliger Feuerwehren können den Führerschein der Klasse C bereits mit 18 Jahren ablegen.

Ausbildung wird übernommen

Nach mehreren Wortmeldungen und angeregter Diskussion zu den genauen Modalitäten der geplanten Vereinbarung gab der Gemeinderat Arrach dem Antrag mit einstimmigem Votum grünes Licht. Die Gemeinde Arrach übernimmt ab dem Haushaltsjahr 2019 für beide der Freiwilligen Feuerwehren im Gemeindebereich jeweils einmal jährlich die Ausbildungskosten für einen Führerschein der Klasse C eines aktiven Feuerwehrdienstleistenden.

Sofern innerhalb eines Jahres zwei Bewerber für einen Führerschein der Klasse C geeignet sind, besteht die Möglichkeit eines erneuten Erwerbs für diese Feuerwehr erst wieder im übernächsten Jahr. Übernommen werden auch die Kosten der Verlängerung dieses erworbenen Führerscheines der Klasse C alle fünf Jahre und die erforderlichen medizinischen Untersuchungen hierfür. Die Kosten werden gedeckelt auf 2 500 Euro. Mehrkosten sind vom Bewerber zu tragen. Nicht übernommen werden Kosten für Module, da die Führerscheinklasse C für die Feuerwehren der Gemeinde Arrach ausreichend ist. Diese müssten eigenständig getragen werden.

Als Voraussetzungen zum Erwerb des Führerscheins der Klasse C wurde bei der Sitzung festgelegt, dass die aktiven Feuerwehrler einen Maschinisten-Lehrgang absolvieren. Außerdem muss die Ausbildung in der Freizeit erfolgen und es handelt sich dabei um einen zu erwerbender Grundführerschein, der nur für Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren nutzbar ist. Zudem soll eine Vereinbarung zur Bindung an die Feuerwehr unterschrieben werden. Die Auswahl, welches Feuerwehrmitglied den Führerschein erwerben darf, obliegt dem jeweiligen Kommandanten.

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