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Gesundheit

Das Qi muss immer im Fluss bleiben

Dr. med Stefan Hager hielt einen Vortrag über chinesische Medizin.
Von Andreas May

Experte in Sachen chinesische Medizin: Dr. med Stefan Hager referierte im Rötzer Fürstenkeller. Foto: cia
Experte in Sachen chinesische Medizin: Dr. med Stefan Hager referierte im Rötzer Fürstenkeller. Foto: cia

Rötz.So viele Leute seien bis jetzt noch nicht da gewesen, freute sich Dr. med. Stefan Hager, ärztlicher Direktor der TCM-Klinik Bad Kötzting, über die große Resonanz im Rötzer Fürstenhaus. Hager, der seit 28 Jahren als Experte im Gebiet der chinesischen Medizin praktiziert, konzentrierte seinen Vortrag auf das Erlernen präventiver Dinge. Zunächst gab er jedoch einen Einblick in die Theorie:

Aus Sicht der Chinesen ist es elementar, dass das Qi (die Energie) fließt und im Fluss bleibt. Nur dann könne der Körper seine ganzen Funktionen ungestört entfalten. Weiter befinden sich idealerweise der Parasympaticus und Sympaticus, auch bekannt als Yin und Yang, in Balance. Kommt es zu einer Stauung der Qi und von Blut, so entsteht Schmerz, erklärte Hager.

Dabei gibt es verschiedenene Faktoren, die als Ursache für das schmerzhafte Stauungssyndrom in Frage kommen, wie etwa mangelhafte Ernährung, zu wenig Bewegung oder ein Unfall samt Trauma: „Auch emotionale Probleme können krank machen“, wies der Experte auf mögliche innere Faktoren hin.

Die gängigste Behandlungsmethode ist die Akupunktur, noch wichtiger sei jedoch die Anwendung der chinesischen Heilkräutermedizin: „Am besten man kombiniert beides miteinander“, sagte Hager, der Schmerzhemmung und das Eintreten eines Entspannungszustands als mögliche Ergebnisse nannte.

Jeder sei dazu angehalten, Qi aufzubauen, gerade wenn es darum geht, äußeren Belastungen entgegenzuwirken. Ziel sei es, ein gesundes, erfülltes und möglichst energievolles Leben in der ganzen Lebensspanne zu führen. Der Experte beschrieb dieses Ziel durchaus als ambitioniert, zeigte jedoch auf, dass die Pflege des Selbst zu einem hohen Maß an Gesundheit auch im Alter führen kann.

Vollwertige und maßvolle Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung, Entspannung und gemäßigte Emotionen wurden den Zuhörern als Tipp an die Hand gegeben. Die Chinesen sprechen beispielsweise davon, dass nur ein entspannter Mensch ein gesunder Mensch sein kann. Hierzu eigne sich etwa das immer populärer werdende „Tai-Qi-Qong“ Trainingsprogramm.

Abschließend ging es um die große Bedeutung der Organe. Dr. Stefan Hager erläuterte Zusammenhänge und legte seinen Fokus auf die Themen Ernährung und Bewegung. Zu viele tierische Produkte gingen etwa zu Lasten des elementaren „Milz-Qi“. Er empfahl Fette zu vermeiden und sprach sich für den Konsum heißer Getränke aus. „Werden Sie Manager ihrer Gesundheit“, so das Credo, das den Vortrag unter dem Applaus der Zuhörer ausklingen ließ.

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