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Personal

Das RSG hat eine neue Chefin

Angela Schöllhorn wurde als Leiterin des Robert-Schuman-Gymnasiums mit vielen Beiträgen offiziell in ihr Amt eingeführt.
Von Monika Kammermeier

Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz, Leitender Oberstudiendirektor Franz X. Huber, beglückwünschte die neue RSG-Schulleiterin Oberstudiendirektorin Angela Schöllhorn.  Fotos: Monika Kammermeier
Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz, Leitender Oberstudiendirektor Franz X. Huber, beglückwünschte die neue RSG-Schulleiterin Oberstudiendirektorin Angela Schöllhorn. Fotos: Monika Kammermeier

Cham.Mit einem großartigem Auftakt, gestaltet von der Big Band mit „I feel good“ von James Brown unter Leitung von Florian Simeth, begann am Dienstag die festliche Amtseinführung von Angela Schöllhorn als neue Leiterin des Robert-Schuman-Gymnasiumsm (RSG) Cham. Die Kinder der Bewegungsklasse begleiteten das Programm mit Aufführungen und Sprechchor, die Lehrer gaben ihre Bestes mit mehreren Liedern wie „Here Comes The Sun“ der Beatles und Parodien, und die Big Band lockerte den Programmablauf auf.

Berno Secknus, Mitarbeiter im Direktorat, begrüßte die illustren Gäste aus Politikund Kirche sowie die Rektoren der umliegenden Schulen. Er resümierte kurz das Jahr 2019 und sagte, die fällige Generalsanierung, das neunjährige Gymnasium und die Digitalisierung forderten die ganze Frau. Er gab den Rat mit: „Tu und sag nur, was Du später im Netz lesen willst.“ Die Schulleitung zu haben, solle die Krönung der Lehrerkarriere sein, doch das Amt sei keine Erbmonarchie. Schöllhorn nehme Amt und Pflichten an.

Die erste Frau an der Spitze

Nach einem Marsch der Big Band sprach Leitender OStD Franz X. Huber zur offiziellen Amtseinführung. Das RSG könne auf 50 Jahre Tradition zurückblicken, und Schöllhorn könne auf eine Reihe Amtskollegen blicken, die alle etwa zehn Jahre die Leitung innehatten. Sie sei erstmals die Frau an der Spitze. Als stellvertretende Schulleiterin kenne man sie.

Die Kinder der Bewegungsklasse hießen ihre neue Schulleiterin mit Kopf, Herz und Hand willkommen.
Die Kinder der Bewegungsklasse hießen ihre neue Schulleiterin mit Kopf, Herz und Hand willkommen.

Geboren in Nürnberg, machte sie dort ihr Abitur, studierte Anglistik und Geschichte in Erlangen, war in England als Lehrassistentin, machte dort ihren Magister und bekam im Herbst 1992 einen Lehrauftrag am Gymnasium, der Seminarschule Nürnberg. Sie arbeitete für ein Jahr an der FOS in Straubing und danach an der FOSBOS in Cham. Seit 2008 gibt sie Englisch und Geschichte am RSG. Seit 2011 ist Schöllhorn stellvertretende Schulleiterin und setze sich gegen Rechtsextremismus ein. „Sie ist eine Frau mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und Talenten“, so Huber. Die Frauen holten auf in den Reihen der Direktoren, stellte er fest. „Lassen Sie sich nicht von der Last der Verantwortung verbiegen“, gab er Schöllhorn mit auf den Weg.

´Von der hohen Verantwortung, die Lehrer auf sich nehmen, um Kinder zu verantwortungsbewussten Bürgern zu erziehen, sprach Bürgermeisterin Karin Bucher. Aus Kindern müssten selbstständig Denkende mit Persönlichkeit werden.

Der Lehrerchor sang ein temperamentvolles Loblied auf die neue Schulleiterin.
Der Lehrerchor sang ein temperamentvolles Loblied auf die neue Schulleiterin.

Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler bezog sich auf den Aufwandsträger, den er verkörpere. Man habe nichts mitzuwirken, müsse sie haben und sei gleichzeitig sehr stolz auf Schöllhorn. Die Schulfamilie müsse keinen Baulärm befürchten, denn sie werde während der zweijährigen Bauzeit in die Gerhardinger Realschule ausgelagert. Die Forderungen der Wirtschaft an Schulen und Schüler seien hoch, so Löffler. Also hätten die Lehrkräfte einen gewaltigen Auftrag. Das System dürfe nicht durch die Digitalisierung überfrachtet werden.

Angela Schöllhorn

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    Sie arbeitete ein Jahr an der FOS in Straubing und danach an der FOSBOS in Cham. Seit 2008 gibt sie Englisch und Geschichte am Robert-Schuman-Gymnasium. Seit 2011 war Schöllhorn stellvertretende Schulleiterin.

Elternbeiratsvorsitzender Florian Fundeis sagte, er habe immer gehofft, dass Schöllhorn die Schulleitung annehme. Sie sei Alphatier und gleichzeitig empathischer Mensch. Fundeis sicherte ihr jegliche Unterstützung zu. Fördervereinsvorsiteznder Hans Gruber sprach ohne Text, weil, wie er sagte, Wichtiges vom Herzen komme. Solidarität, Respekt und Weltoffenheit seien seit 50 Jahren mit der Schule verbunden, und Schöllhorn sei eine Leitung mit Herz, Hand und Verstand.

„Werde die Heldin des Lebens“

Der Vorsitzende des Personalrats, Dr. Paul Schrott, bezog sich in seiner schillernden Rede auf die griechische Mythologie. Ein Held müsse nicht fiktiv, sondern könne auch real sein. Die schönsten Heldenfiguren gebe es in der griechischen Literatur, sagte er, adaptierte und interpretierte Penelope, Medea und Antigone.

Menschen

Ein Herz für RSG-Direktor Günter Habel

Schüler und Wegbegleiter bereiteten ihm einen Abschied vom Chamer Gymnasium, der nicht nur ihn zu mancher Träne rührte.

Frantisek Rezac, Geige, und Florian Simeth, Klavier
Frantisek Rezac, Geige, und Florian Simeth, Klavier

„Was, wenn diese drei Damen die Schulleitung machten?“, fragte er und zog es in humorvoller Ausführung in Erwägung. Penelopes kühler Kopf, aber auch das Aussitzen wäre ein Versuch, gelinge vielleicht nicht immer gut. Alle Drei seien als Schulleiterin nicht geeignet, aber man könne von ihnen lernen. Schöllhorns Größe zeige sich, habe nichts mit den Dreien gemein. Dr. Schrott: „Werde als Schulleiterin die Heldin des Lebens, wir helfen dir dabei!“

Schöllhorn sagte in ihrer Antrittsrede, sie fühle sich geehrt und glücklich über diese tolle Amtseinführung. Man kenne die Strukturen und die Kinder, das seien sowohl die Vorteile, als auch die Nachteile. Drei Säulen hätten ihr Aufgabengebiet: das Schulprofil erhalten, die Digitalisierung und die Generalsanierung.

Es gelte auch, Herz zu zeigen für Umwelt und Natur, für Technik und Innovation, man sei eine MINT-freundliche Schule. Man habe Herz für Bewegung, Sport und die schönen Künste. Schöllhorn sagte, sei wolle neue Ideen und Strukturen zulassen. Schule 4.0 solle ein Herz für Schule, Mensch, Sport sein und das Soziale in den Mittelpunkt stellen. Angela Schöllhorn: „Gemeinsam werden wir diese Herausforderung meistern.“

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