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Das Rundfunkmuseum gibt sich zu erkennen

Die Fassade des einstigen Fernmeldeamtes Cham wurde neu gestaltet für das Radio-Museum, das am 9. und 10. September eröffnet.

Nun auch von außen eindeutig ein Rundfunkmuseum: Im einstigem Fernmeldeamt wird am 9. und 10. September Eröffnung gefeiert. Foto: fdp
Nun auch von außen eindeutig ein Rundfunkmuseum: Im einstigem Fernmeldeamt wird am 9. und 10. September Eröffnung gefeiert. Foto: fdp

Cham.„Druck- und Medienzentrum“, so gab sich das frühere Fernmeldeamt der Bundespost und später Telekom auf magentafarbener Fassade bis vor wenigen Tagen zu erkennen. Darin verbirgt sich schon seit längerer Zeit das im Werden befindliche Rundfunkmuseum, das nun am 9. und 10. September zum großen Einweihungswochenende seine Pforten öffnet.

Den Verantwortlichen um Museumschef Michael Heller war es jedoch ein großes Anliegen, das Gebäude auch von außen neu zu gestalten und mit rundfunkspezifischen Merkmalen zu kennzeichnen. Das Hauptmerkmal des Rundfunkmuseums – das neue Logo, das auf der Museumszeitschrift sowie auf der Homepage (www.chamer-rundfunkmuseum.de) zu finden ist, hat nun in überdimensionaler Größe auch am Gebäude in der Sudetenstraße einen schönen Platz bekommen.

Dem Besucher wird aber nicht nur dieses Kennzeichen sowie das dazugehörige museumstypische Grün ins Auge stechen, sondern auf dem Dach befinden sich nun auch Relikte und Errungenschaften des einstigen BR-Mittelwellengroßsenders Ismaning. Und das Ganze ist auch bei Nacht sichtbar. Dafür sorgt eine Beleuchtung, die gezielt das Logo im Visier hat. Im Innenhof ist ebenfalls seit wenigen Tagen ein weiteres Highlight und Wahrzeichen des Museums vorzufinden. Der große Hosenschalter, der in Ismaning eingesetzt war, um bei Wartungsarbeiten von der Hauptantenne zur Ersatzantenne umzuschalten, verkraftet 600 kW Hochfrequenz-Leistung, weshalb seine Abmessungen sehr beeindrucken. Der Schalter wurde vor eine große Tafel gesetzt, die die Original-Einrichtung des Hosenschalterraumes in Ismaning zeigt und diese beschreibt. Auch in allen anderen Räumen des Museums wird Wert darauf gelegt, dass bei allen Exponaten die Funktionen für den Betrachter, wo immer möglich, ausführlich und übersichtlich beschrieben sind.

Die gesamten Ausstellungsräume, die alle Zeitepochen der Rundfunkgeschichte widerspiegeln, haben sich diese Besucherfreundlichkeit zur Aufgabe gemacht. Und die Macher des Museums haben es in der Tat verstanden, die Räume freundlicher, geräumiger und wohnlicher zu gestalten. So gibt es die Gelegenheit zum Verweilen und die jeweilige historische Entwicklungsstufe des Rundfunks mit all ihren Facetten auf sich wirken zu lassen. Darüber hinaus ist es nun auch möglich, möglichst viele Personen durch die Räume zu führen. Die Besucher dürfen also gespannt sein auf die beiden Eröffnungstage am 9. und 10. September. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei, Spenden sind erwünscht. Alle Arbeiten in den zurückliegenden Tagen und Wochen fanden wieder kostensparend mit viel Eigenregie und Eigeninitiative statt. Täglich von 14 bis 19 Uhr läuft nun auch der im Umkreis von 20 Kilometer zu empfangene 801 kHz-Mittelwellensender mit einem eigenen Programm. (fdp)

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