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Kultur

Das war Binsers großes Jubiläums-Konzert

Der Rundinger Musikkabarettist Helmut A. Binser hat eine ganz besondere Marke erreicht: seine 1000. Show. Wir waren dabei.
Von Jürgen Ziereis

Der Blick geht schon zu den nächsten Tausend. „Die will ich auf jeden Fall noch spielen“, sagt der Musikkabarettist Helmut A. Binser.  Foto: Jürgen Ziereis
Der Blick geht schon zu den nächsten Tausend. „Die will ich auf jeden Fall noch spielen“, sagt der Musikkabarettist Helmut A. Binser. Foto: Jürgen Ziereis

Cham.Gut, Blumen gab es nicht für den Binser zum Jubiläum. Und auch wenn er gerne erzählt, dass er inzwischen seinen grünen Daumen entdeckt hat, war ihm ein anderes Geschenk wohl deutlich lieber: Donnernder Applaus und Ovationen seines Publikums.

Dass dieser Lohn dem Musikkabarettisten Helmut A. Binser auch außerhalb des Landkreises gewiss ist und nicht nur in der Heimat, wo bei Binser-Auftritten sowieso Ausnahmezustand herrscht, zeigte sich auch bei seinem 1000. Konzert am Dienstagabend im Kursaal in Bad Abbach.

Vorfreude aufs neue Programm

Ritterschlag: Eine Binser-Karikatur von Fritz Maier. Foto: Fritz Maier
Ritterschlag: Eine Binser-Karikatur von Fritz Maier. Foto: Fritz Maier

Blumen wollte eigentlich der Binser besorgen, für seine Liebste zum Valentinstag. Wie die Geschichte ausging, wissen Binser-Fans natürlich, denn das Lied zum Valentinstag ist längst Kult. Genau wie die musikalische Reise durch Bayern namens „Überall dahoam“, in der der Binser in atemberaubender Geschwindigkeit besingt, in welchen Orten er schon gespielt hat.

Neben seinen Klassikern im Zugabenteil hat Martin Schönberger, wie der Binser mit bürgerlichem Namen heißt, vor allem sein aktuelles Programm „Ohne Freibier wär das nie passiert...“ in die Kurstadt südlich von Regensburg mitgebracht. Ausgereift bis auf die letzte Pointe brachte der Rundinger Künstler den vollen Kursaal zum Beben, eines seiner letzten Konzerte der Freibier-Tour übrigens. Denn schon übernächstes Wochenende steigt die Vierfach-Premiere des neuen Bühnenstücks „Löwenzahn“ daheim in der Liederbühne Robinson.

Eindrücke

  • Rückblick:

    Das „krasseste“ Konzert war für Helmut A. Binser das Heimspiel auf Burg Runding 2018.

  • Kapriolen:

    Ein Gewitter ließ „alles aus den Fugen geraten“. Die Party musste ins Zelt verlegt werden.

  • Lieblingslied:

    Für den Binser ist es das Stück „Man muaß oft bloß a bisserl warten“ aus dem Programm „Wie im Himmel“.

  • Botschaft:

    „Humor ist in allen Lebenslagen das Wichtigste.“ (cjz)

Ein bisschen etwas hat der Binser in Bad Abbach schon verraten vom neuen Programm und das eine oder andere Stück eingebaut. Sein Manager Claus Hilkinger hat’s schon gesehen, bei den ersten Vorpremieren. „Ich finde, das ist sein bisher bestes Programm“, sind die Vorschusslorbeeren gewaltig. Doch auch der Binser ist voller Vorfreude, hat er uns nach seinem Jubiläumskonzert erzählt: „Diesmal habe ich nur drei Vorpremieren gebraucht, bis ich sagen kann, ich bin happy. Die Arbeit ist getan, jetzt kann ich es genießen. Aus meinem alten Programm kann ich mit einem guten Gefühl rausgehen.“ Zumal nach so einem fulminanten Abend wie in Bad Abbach, wo er am Dienstag gleich zweimal spielte: Denn tagsüber gab er schon ein Gastspiel an der Angrüner-Mittelschule.

Freizeit

Der Binser hat ein neues Programm

Noch gibt es Karten für die Premieren-Vorstellungen des Musik-Kabarettisten am 6. und 7. Dezember in Runding.

„Herr Binser“ an der Schule

Der Binser kokettiert gerne damit, dass er an seine Schulzeit nicht die allerbesten Erinnerungen hat, die Bad Abbacher Schüler aber seien ihm deutlich wohlgesonnener gewesen als einst seine Lehrer, witzelt Martin Schönberger. Nicht nur, weil sie ihn artig mit „Herr Binser“ begrüßt hätten. Der ehemalige Einkäufer, der nicht gerne einkauft („außer bei der BayWa“), hat seine berufliche Neuorientierung bekanntlich prima hinbekommen: Vom Kaufmann zum Kabarettisten. In diesem Sinne: Glückwunsch zum Jubiläum!

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