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Kultfestival

Das war das Pösinger Open-Air

Beim Pösinger Open-Air feierten die Besucher am Samstag bis in die Nacht. Nicht nur der Headliner Turbobier begeisterte.
Von Gregor Raab

Turbobier, die österreichische Senkrechtstarter-Band, zog in Pösing eine energiegeladene Punkrock-Show ab. Foto: Simon Tschannerl
Turbobier, die österreichische Senkrechtstarter-Band, zog in Pösing eine energiegeladene Punkrock-Show ab. Foto: Simon Tschannerl

Pösing.Bunt, laut und schrill – das Pösinger Open-Air lockte am Samstag wieder zig Besucher zum Bierl. Bis in die späte Nacht hinein schallte Musik aller Genres durch den Ort. Neben den Headllinern „Turbobier“ begeisterten auch Bands wie „The Magic Mumble Jumble“ oder „Heischneida“ das Publikum. Am Ende fiel die Bilanz von allen Beteiligten durchwegs positiv aus. „Wir sind sehr zufrieden“, meinte Leah Memmel vom Musik- und Kulturverein (MuK).

„Für jeden ist etwas dabei“

Schneller Ska-Punk, lässiger Reggae oder knackiger Rock’n’Roll – die Bandbreite an Musikstilen war so vielfältig wie die Outfits der Gäste. Sowohl der bärtigen Koloss mit schwarzer Lederkutte als auch der Brass-Fan in schneidiger Lederhose waren auf dem Festival-Gelände zu sehen. „Wir achten bei der Auswahl der Combos immer darauf, dass für jeden etwas dabei ist“, erklärte Memmel.

Das war das Pösinger Open Air 2018

Das Pösinger Open-Air 2018

Beim Frühschoppen gaben sich auch CSU-Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier und die Bürgermeister Edmund Roider sowie Herbert Bauer die Ehre. Foto: Simon Tschannerl
Beim Frühschoppen gaben sich auch CSU-Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier und die Bürgermeister Edmund Roider sowie Herbert Bauer die Ehre. Foto: Simon Tschannerl

Das außergewöhnliche Line-Up ist auch für Pösings Bürgermeister Edmund Roider ein Grund, warum die Veranstaltung selbst bei ihrer 27. Auflage noch immer nicht an Faszination verloren habe. Beim Blick auf die Menschenmenge ging ihm das Herz auf: „Ich bin begeistert. Das Open-Air macht das Dorf bis weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Es ist phänomenal, was der MuK wieder auf die Beine gestellt hat. Was die Mitglieder anpacken, hat wirklich Hand und Fuß.“ Für den Rathauschef war aber auch entscheidend, dass alles friedlich und harmonisch ablief. „Die Besucher wollen einfach nur eine große Party feiern. Das macht den Bierl aus.“

Bereits am Vormittag zeigte sich der Himmel über dem Areal strahlend blau. Am Campingplatz kam deswegen grenzenlose Partylaune auf. Viele Gäste hatten dort ihre Zelte aufgeschlagen, um sich anschließend mit Grillfleisch und kühlen Getränken auf die große Sause einzustimmen.

„Das Open-Air macht das Dorf bis weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Es ist phänomenal, was der MuK wieder auf die Beine gestellt hat.“

Bürgermeister Edmund Roider

Und während auf der Wiese noch die Bierdosen zischten, eröffnete die Blaskapelle Pfeffer auf der Bühne den traditionellen Frühschoppen. Bereits zu diesem Zeitpunkt genossen viele Leute an den Biertischen die besondere Atmosphäre des Platzes.

Groß und Klein, Jung und Alt lockte die 27. Auflage des Kultfestivals nach Pösing. Die MuK-Verantwortlichen freuten sich über den generationenübergreifenden Besuch. Foto: Simon Tschannerl
Groß und Klein, Jung und Alt lockte die 27. Auflage des Kultfestivals nach Pösing. Die MuK-Verantwortlichen freuten sich über den generationenübergreifenden Besuch. Foto: Simon Tschannerl

„Es ist schön zu sehen, wenn Alt und Jung zusammensitzen“, sagte Memmel. „Flying Spoon“ und „The Suspenders“ versprühten dann mit ihrer Musik ebenso gute Laune. Daneben hinterließen auch „Code Of The Road“, „The Leftovers“ und „Cryptex“ einen bleibenden Eindruck. Besonders ausgefallen war schließlich die Darbietung von „The Magic Mumble Jumbel“ aus den Niederlanden: Wahres Hippietum traf hier auf Folk, Pop, Indie und Jazz. Auf der Tanzfläche konnte auch bei der sechsköpfigen Mundart-Band „Heischneida“ niemand mehr stillstehen. Mit ihrem bayerischen Mix aus energiegeladenem Rock, Ska, Funk und Gypsy-Blues trafen die Künstler mitten ins Schwarze.

 Cryptex aus Niedersachsen spielte einen Mix aus Progressive Rock, Folk, Pop und Hardrock und benutzte auch exotische Instrumente wie Sansula, Didgeridoo, Cajón. Foto: Simon Tschannerl
Cryptex aus Niedersachsen spielte einen Mix aus Progressive Rock, Folk, Pop und Hardrock und benutzte auch exotische Instrumente wie Sansula, Didgeridoo, Cajón. Foto: Simon Tschannerl

Zum Abschluss legte sich nochmals „Turbobier“ ordentlich ins Zeug. Selbstbewusst und wild entschlossen zogen die österreichischen Senkrechtstarter eine energiegeladene Punkrock-Show ab. Die Spaß-Combo verwandelte das Gelände mit ihren Songs „Floschnpfand“, „Albtraum jeder Schwiegermutter“ oder dem bekannten Helen Fischer-Cover „Arbeitslos durch den Tag“ in einen einzigartigen „Turbo-Bierl“.

„Jeder Tag ist ein Feiertag“

Sänger Marco Pogo schlüpfte außerdem in seine Kutte, um aus der „heiligen Bierbel“ der Bieristischen Glaubensgemeinschaft zu predigen. Die wichtigsten Gebote lauten: „Jeder Tag ist ein Feiertag“ und „Mische nie Bier mit etwas anderem“. Das selbstironische Gesamtkonzept der Band kam beim frenetisch feiernden Publikum bestens an.

Weil der Eintritt zum Festival frei war, zückten viele Zuschauer für die Spendenbox gerne ihr Portemonnaie. „Jeder kann uns das geben, was er für angemessen hält“, erklärte MuK-PR-Chefin Memmel. Geht es nach dem Gewusel an Geldscheinen, war das Open-Air also erneut ein absoluter Volltreffer.

Der Frühschoppen beim Pösinger Openair

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