MyMz
Anzeige

Bildung

Dauerbaustelle an Realschule ist vorbei

Nach elf Jahren Bauzeit wurden Erweiterung und Sanierung der Rodinger Realschule mit dem Segen offiziell abgeschlossen.
Von Bastian Schreiner

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Architekt Josef Berg (v. l.) übergab den Schlüssel an Landrat Franz Löffler und Direktor Alexander Peintinger. Foto: Schreiner
Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Architekt Josef Berg (v. l.) übergab den Schlüssel an Landrat Franz Löffler und Direktor Alexander Peintinger. Foto: Schreiner

Roding.Das Ende der Dauerbaustelle an der Konrad-Adenauer-Realschule ist mit dem Besuch von Kultusminister Bernd Sibler und der symbolischen Schlüsselübergabe am Mittwochnachmittag offiziell besiegelt worden. In den vergangenen elf Jahren hat der Landkreis Cham rund zwölf Millionen Euro investiert. „Bildung gehört zu den kostbarsten Gütern, die wir unseren Kindern mitgeben können“, betonte Landrat Franz Löffler beim Festakt. Und dazu würden auch die baulichen Voraussetzungen für ein zeitgerechtes Lernen und Lehren gehören.

Die Rodinger Realschule sei die größte im Landkreis und schreibe seit Jahren eine Erfolgsgeschichte. Sie habe sich nicht nur stetig weiterentwickelt, sondern auch einen ausgezeichneten Ruf. Der beste Beweis dafür seien die Schülerzahlen, so Löffler. Wurde die Einrichtung 1962 für 18 Klassen und 450 Schüler konzipiert, werden derzeit 583 Schüler in 23 Klassen unterrichtet. Auch der demografische Wandel sei fast spurlos an der Realschule vorbeigegangenen, wie die Einschreibung für das kommende Schuljahr mit 120 Neuzugängen belegt.

Realschule ist ein Erfolgsmodell

Die Gäste hatten sich in der Aula der Realschule eingefunden. Zwischen den Reden sorgten die Schüler für flotte Abwechslung. Foto: Schreiner
Die Gäste hatten sich in der Aula der Realschule eingefunden. Zwischen den Reden sorgten die Schüler für flotte Abwechslung. Foto: Schreiner

„Die Realschule ist im Landkreis Cham ein Erfolgsmodell“, sagte Löffler. Dort werden die Fachkräfte, das Rückgrat der heimischen Wirtschaft, ausgebildet. Die Übertrittsquote liege bei fast 40 Prozent. Zudem lobte der Landrat das reiche Schulleben in Roding und erinnerte an die Bläserklasse, den Eisstockstützpunkt, das Pilotprojekt „Schule und Handy“ und das Prädikat Umweltschule. Die Baumaßnahmen starteten im Jahr 2007 mit der Erweiterung. Dabei entstanden zehn neue Klassenzimmer und eine Pausenhalle mit Speisen- und Getränkeausgabe. Dieser Abschnitt hat rund 2,5 Millionen Euro gekostet. 2008 ging es weiter mit dem Umbau und der Generalsanierung, in die rund 9,6 Millionen Euro investiert worden sind. Der zweite Abschnitt wurde in sieben Bauphasen eingeteilt, um einen laufenden Schulbetrieb zu gewährleisten. „Das ist eine enorme Anforderung an alle Beteiligten – und vergleichbar mit einer Operation am offenen Herz“, sagte Löffler, der sich bei allen Beteiligten bedankte.

Das Blasorchester „Blechschon“ machte die Musik. Zudem sorgten die Jugendlichen mit einer Choreographie für Unterhaltung. Foto: Schreiner
Das Blasorchester „Blechschon“ machte die Musik. Zudem sorgten die Jugendlichen mit einer Choreographie für Unterhaltung. Foto: Schreiner

Das Gebäude sei hell gestaltet und strahle eine angenehme Atmosphäre aus, in der man sich wohlfühlt, meinte Kultusminister Bernd Sibler in seinem Grußwort. Ein Kompliment sprach er der Schulfamilie aus, die eine exzellente Visitenkarte abgebe: „Hier werden Werte und Tugenden noch großgeschrieben.“ Stimmen die drei pädagogischen R – Räume, Regeln und Riten – funktioniere auch Bildung. Wichtig ist laut Sibler eine moderne Ausstattung der Räume. Regeln seien für ein gutes Miteinander und den gegenseitigen Respekt entscheidend. Riten würden auch fernab von Mathe und Englisch Halt und Struktur geben.

Siblers Einmaleins der Bildung

Minister Bernd Sibler war beeindruckt von den Werten und Tugenden, die in der Rodinger Realschule an den Tag gelegt werden. Foto: Schreiner
Minister Bernd Sibler war beeindruckt von den Werten und Tugenden, die in der Rodinger Realschule an den Tag gelegt werden. Foto: Schreiner

Für das Zusammenspiel von Lehrer und Schülern seien ferner die drei Z – Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit – wichtig, so Sibler. Bürgermeister Franz Reichold bezeichnete die Realschule als wichtigen Faktor für die Betriebe, würden die Absolventen doch hier auf die beruflichen Herausforderungen vorbereitet werden. Er gratulierte zu einem modernen und zweckmäßigen Schulhaus. „In diese Schule würde ich heute gerne gehen oder hier unterrichten“, sagte Reichold.

Nach Passau und Viechtach kam Roding: Er würde den Schulbaustellen immer nachreisen, meinte ein „überglücklicher Direktor“ Alexander Peintinger. Doch es lohne sich, in Roding zu bleiben. Das Besondere sei der hohe Grad der Identifikation. Trotz Lärm, Staub und Schutt habe die Schulfamilie nie gejammert und das Ziel zusammen gemeistert, so Peintinger.

Nach einer kurzen Predigt erbaten Pfarrer Michael Hinderer und Regionaldekan Holger Kruschina (r.) Gottes Segen für das Gebäude. Foto: Schreiner
Nach einer kurzen Predigt erbaten Pfarrer Michael Hinderer und Regionaldekan Holger Kruschina (r.) Gottes Segen für das Gebäude. Foto: Schreiner

Ehe die Geistlichen den Segen Gottes erbaten und Architekt Josef Berg symbolisch den Schlüssel überreichte, skizzierte er kurz den Ablauf der Baumaßnahmen auf – vom Spatenstich im Juni 2007 bis zu den Restarbeiten 2018. Das Gebäude habe ästhetisch eine hohe Qualität und spreche für sich, denkt man nur an die historischen Merkmale, die erhalten worden sind, wie die Fliesen in der Aula.

Weitere Meldungen aus Roding finden Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über WhatsApp direkt auf das Smartphone: www.mittelbayerische.de/whatsapp

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht