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Tradition

Dem heiligen Josef verbunden

Der Josefi-Verein hat sich verpflichtet, den Namen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. In diesem Jahr stehen Neuwahlen an.

Die restaurierte Fahne des Rodinger Josefi-Vereins Foto: Kneitinger
Die restaurierte Fahne des Rodinger Josefi-Vereins Foto: Kneitinger

Roding.Josef, der Zimmermann. Josef, der an der Krippe die Laterne hält. Josef, der Ziehvater Jesu: Das sind womöglich die Bilder, die viele von ihm vor Augen haben werden. Denn so zeigen ihn viele Darstellungen. In ihm steckt aber mehr. Josef ist in den katholischen Regionen Bayern immer noch der am meisten verehrte Heilige. Bis 1969 war sein Namenstag in Bayern sogar ein gesetzlicher Feiertag.

Die Rodinger sind dem hl. Josef mit der Josefi-Kapelle, dem Josefi-Verein und der Statue des hl. Josef in der Stadtpfarrkirche sehr verbunden. Er gilt als Patron vieler Berufsgruppen, der Wagner, Schreiner und Zimmerleute und der ganzen katholischen Kirche. Er hilft bei Augenleiden, Verzweiflung, für eine gute Ehe und einen guten Tod. In Bayern sind viele Kirchen, Kapellen und Altäre dem hl. Josef geweiht. Der Name Josef bedeutet hebräisch so viel wie „Gott möge hinzufügen“. In einigen biblischen Kalendern wird er auch „Josef der Vermehrer“ genannt.

Der mündlichen Überlieferung nach dürfte der Josefi-Verein Roding um die Jahrhundertwende gegründet worden sein. Auf der Fahne, die als einziges Überbleibsel vom alten Verein da ist, steht die Jahreszahl 1932. Früher gab es noch viele andere Namensvereine wie Georgi-Verein, Anna-Verein usw. Sicher ist, das als einziger Verein der Josefi-Verein geblieben ist. In den früheren Jahren war das Vereinsleben sehr aktiv. Anfang der 1970er-Jahre ließ das Interesse am Josefi-Verein sichtlich nach, bis sich der Verein dann auflöste. Am 12. Februar war es dann der Aumer Sepp (+2018), der mit 19 weiteren Sepp’n den Verein wieder ins Leben rief. Am gleichen Tag wurde der Schmid Sepp, ein Schwager von Auer, zum Vorsitzenden gewählt, und seitdem wird der Josefi-Verein als richtiger Verein geführt.

Seit dieser Zeit ging es mit dem Josefi-Verein stetig bergauf. 1982 zählte er bereits 48 Mitglieder. 1984 hatte der Verein mit 178 Mitgliedern die höchste Mitgliederzahl (derzeit 133, davon drei weibliche). Einen großen Anteil hatte dabei Josef Schwarzfischer (Fischer Sepp), der in den früheren Jahren über 100 Mitglieder geworben hat. Der Sepp ist am 18. März 2011 einen Tag vor seinem Namenstag im Alter von 100 Jahren gestorben. Der Altersdurchschnitt beträgt 63 Jahre. Das älteste Mitglied ist 95 Jahre, das jüngste gerade mal ein Jahr alt. Hauptaufgabe des Vereines ist es, die Hochachtung vor dem hl. Josef zu bewahren und den Namen Josef nicht vergessen zu lassen.

So läuft heuer der Josefitag ab: Am Vorabend, Montag, 18. März, ist Treffen am Parkdeck, anschließend Kirchenzug, um 19 Uhr Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche mit der Blaskapelle Sepp Pfeffer. Anschließend beginnt in der Wallfahrts-Gaststätte am Heilbrünnl die Jahresversammlung. Neben den üblichen Berichten stehen auch Neuwahlen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Anschließend ist gemütliches Beisammensein. (rjk)

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