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Orden

Den 90. gefeiert

Pfarrer und Bürgermeister gratulierten Schwester Vincentine.
Jakob Moro

Schwester Vincentine im Kreise ihrer Mitschwestern sowie mit Pfarrer Siegmund Kastner, Pfarrer Eduard Kroher, Bürgermeister Herbert Bauer und Kirchenpfleger Andreas Bauer Foto: Jakob Moro
Schwester Vincentine im Kreise ihrer Mitschwestern sowie mit Pfarrer Siegmund Kastner, Pfarrer Eduard Kroher, Bürgermeister Herbert Bauer und Kirchenpfleger Andreas Bauer Foto: Jakob Moro

Stamsried.„Seit über 60 Jahren wirken Sie äußerst segensreich in der kirchlichen und weltlichen Gemeinde Stamsried. Für Ihren stillen und selbstlosen Dienst an den Menschen hier sagen wir ein aufrichtiges Vergelt’s Gott!“, das sagte Bürgermeister Herbert Bauer unter anderem am Montag zu Schwester Vincentine. Bauer weiter: „Sie haben sich große Verdienste um Schule, Kirche und Gemeindeleben erworben und viele Menschen auf deren Weg begleitet und sie mitgeprägt. Für diese Lebensleistung sind wir Ihnen von Herzen dankbar, und ich darf Ihnen im Namen aller Bürgerinnen und Bürger ein herzliches Vergelt’s Gott sagen. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute, vor allem aber Gesundheit und Gottes reichen Segen.“

Schwester Vincentine konnte bei guter Gesundheit und frohgemut im vertrauten Kreis ihrer Mitschwestern ihren 90. Geburtstag begehen. Seit 61 Jahren wirkt sie in der kirchlichen und der weltlichen Gemeinde Stamsried. Seit 60 Jahren gehört sie dem Orden der Armen Schulschwestern von unserer Lieben Frau an. Ihre Profess legte sie 1954 im Mutterhaus in München ab.

„Sie ist bescheiden und von sehr gütigem Wesen“, so charakterisierte ihre langjährige Mitschwester Ignatia die langjährige Weggefährtin. 20 Jahre unterrichtete Vincentine an der Stamsrieder Schule Handarbeit. 33 Jahre versah sie den Mesnerdienst in Stamsried und war zeitweilig Hausoberin. Als die Köchin des Schwesternheims in Stamsried in den Ruhestand ging, übernahm sie den Küchendienst. Ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Handarbeiten, widmet sie nach wie vor ihre Freizeit. In gemütlicher Runde sitzt sie abends oft mit ihren Mitschwestern beisammen, häkelt, strickt und bessert Kleidung aus.

Schwester Vincentine, geboren am 16. Dezember 1929, stammt aus Bamberg. Sie wuchs mit zwei Geschwistern auf und besuchte die Volksschule Steinwiesen/Frankenwald. Ab 1948 ließ sie sich in München zur Handarbeitslehrerin ausbilden und legte 1951 erfolgreich die Prüfung ab. Zwei Jahre später trat sie ins Kloster ein. 1958 führte sie ihr Weg nach Stamsried. Der heutige Ehrenbürger Johann Gruber war damals Pfarrer in Stamsried gewesen. Um ihn drehen sich heute noch viele Erinnerungen, wie die Stamsrieder Schwestern erzählten.

Vincentines Ehrentag wurde am Montag im trauten Heim der Schwestern gefeiert. Neben ehemaligen Schülerinnen und Schülern kamen die Nachbarn, Freunde und Bekannte. Ein früherer Schüler, Manfred Ried, kam und grillte Bratwürste, die Lieblingsspeise der Jubilarin. Nachmittags stellten sich Pfarrer Siegmund Kastner, der ehemalige langjährige Stamsrieder Pfarrer Eduard Kroher, Kirchenverwalter Andreas Bauer sowie Bürgermeister Herbert Bauer zum Gratulieren ein. Die Gratulanten gaben sich sozusagen die Klinke in die Hand. Alle wünschten Gottes Segen und drückten ihre Dankbarkeit aus. (rjm)

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