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Region Cham
Donnerstag, 21. Juni 2018 27° 8

Freizeit

Den Anstieg zum Cerchov gemeistert

Die Gipfelwanderung von Bystice/Fichtenbach zur höchsten Erhebung des Böhmischen Waldes begeisterte alle Teilnehmer.

Die Wanderer nach dem Aufenthalt auf dem Cerchov an der Unterkunftshütte des Touristikclubs Domažlice. Foto: fkr
Die Wanderer nach dem Aufenthalt auf dem Cerchov an der Unterkunftshütte des Touristikclubs Domažlice. Foto: fkr

Eschlkam.. Im Rahmen des Eschlkamer Wanderprogramms „Gipfelwanderungen-Bayerischer Wald/Böhmerwald“ stand am Freitag eine Wanderung unter der Führung von Josef Altmann, Leiter der Touristinformation Eschlkam, und Wanderführer Karl Reitmeier zum Cerchov an.

Eigentlich war vorgesehen vom Wanderparkplatz Hochstraße über den Böhmischen Brunnen und den Hanasteig die höchste Erhebung des Böhmischen Waldes/eský Les (1042 Meter) zu erklimmen und dann über Bystice/Fichtenbach an den Ausgangspunkt zurückzukehren. Doch ein Gewitter ließ die beiden Wanderführer umdenken und so wurde kurzfristig die Wanderung in umgekehrter Richtung angetreten, nachdem sich die Fichtenbacher Seite mit einem aufhellenden Himmel präsentiert hatte. Später sollte sich herausstellen, dass diese Entscheidung richtig war, denn man blieb von Blitz und Donner verschont.

Rund 35 Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis Cham, darunter auch ein Wanderer aus Wörth an der Donau sowie zwei Urlaubsgäste aus Köln hatten sich am Freitagmorgen auf dem Wanderparkplatz an der Hochstraße eingefunden, wo Josef Altmann die Teilnehmer herzlich begrüßte. Kaum war die nahe Grenze passiert, fing es auch schon zu regnen an und es mussten die Schirme ausgepackt werden. Über einen alten Kolonnenweg, auf dem vor dem Fall des Eisernen Vorhangs tschechoslowakische Militärfahrzeuge patrouillierten, um das Geschehen auf der anderen Seite der Grenze zu beobachten, wurde Kurs Richtung Fichtenbach, dem heutigen Bystice genommen. Bald war die Kalte Pastritz erreicht, die hier unter dem Kolonnenweg durchfließt. Hier war früher der Standort der Berzl-Mühle, von der nur noch einige Steinreste zeugen. Kurz danach war der Blick auf ein Jugendcamp geboten. Bald danach tat sich den Wanderern ein malerischer Talkessel auf, eingegrenzt vom Cerchov-Massiv sowie dem Fichtenfels und Drei Wappen. Ein kurzer Stopp wurde bei der rund 800 Meter langen Eichen-Allee eingelegt, die zum 120. Todestag des chodischen Schriftsteller Jan Vrba im Jahre 2009 zum Naturdenkmal erhoben wurde und seitdem Jan Vrba-Allee genannt wird.

Nicht schlecht staunten die Wanderer über die drittgrößte Fichte Tschechiens. Vier Wanderer mussten sich an den Händen fassen, um das Naturdenkmal „Smrk u zámeku (Fichte beim Schlösschen) umklammern zu können. In Serpentinen ging es nach oben und es wurde schließlich der Weg erreicht, der im Winter ein Teil des Cerchov-Rundkurses der Skilangläufer ist. Gehörig kamen die Wanderer dann ins Schwitzen, als über einen alten Waldweg der direkte Weg zum Cerchov genommen wurde. Von den Strapazen des Anstiegs konnten sich die Teilnehmer dann in der Unterkunftshütte des Touristikclubs Domažlice am Cerchov sehr schnell erholen. Reitmeier gab auf der höchsten Erhebung des Böhmischen Waldes einige Erklärungen über die Geschichte des Bergs, der jährlich Tausende von Besuchern anlockt. (fkr)

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