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Ausbildung

Den Umgang mit Chemikalien geübt

18 Feuerwehrler ließen sich in Gendorf schulen.
Benny Schlegl

Die Gruppe aus dem Kreis Cham zusammen mit den Ausbildern Foto: Schlegl
Die Gruppe aus dem Kreis Cham zusammen mit den Ausbildern Foto: Schlegl

Cham.Einsätze mit Chemikalien sind heikel und bedürfen einer guten Ausbildung. Daher durften Feuerwehrler aus dem ganzen Landkreis erneut auf Vermittlung von Gefahrgutfachberater Bernd Hatzinger einen Schulungstag bei der Werkfeuerwehr des Chemieparks im oberbayerischen Gendorf genießen. Von den Experten im Umgang mit chemischen Stoffen bekamen die 18 Teilnehmer aus Arrach, Miltach, Lam, Bad Kötzting und Waldmünchen jede Menge Tipps.

Über die gesamte Fläche verteilt sind im Landkreis Cham Feuerwehren, die auf Einsatzlagen mit besonderen Gefahrenstoffen schnell und zielgerichtet reagieren können. Regelmäßiges Üben ist dabei unabdingbar. Die Werkfeuerwehr im riesigen Chemiepark in Gendorf hat außerhalb des umzäunten Bereiches ein eigenes Kompetenz- und Ausbildungszentrum.

Ausbilder Johannes Reichenspurner und sein Kollege gaben eine Einweisung und leiteten zur ersten Übung über: Angenommen wurde der Austritt von Flusssäure in einem Labor mit zwei Verletzten. Das Durchführen derartiger Einsatzszenarien ist eine wahre Material- und Personalschlacht, so dass die angereisten Einsatzkräfte gut beschäftigt waren – und das bei hochsommerlichen Temperaturen, die ordentlich zum Schwitzen brachten. Am Ende einer jeden Übung wurden die einzelnen Schritte von den beiden Ausbildern besprochen und auf Fehler hingewiesen. Bei der zweiten Übung sollte der Austritt von Chlor aus einer Leitung eingedämmt und unterbunden werden. Hierzu bauten die Wehrmänner einen Löschangriff auf, um die angenommenen austretenden Gase niederzuschlagen, und retteten eine vermisste Person. Anschließend musste ein Trupp mit Chemieschutzausrüstung die Ursache finden und abstellen.

Die dritte Übung handelte von einem Verladeunfall mit einem Gabelstapler, der in einen Behälter mit unbekannter Flüssigkeit ein Loch gestochen hatte. Nach Erkundung des „Unfallortes“ durch einen Trupp mit schwerem Atemschutz konnte ein CSA-Trupp das Loch abdichten und die angenommene giftige Flüssigkeit in einen anderen Behälter umpumpen. Parallel dazu wurde die angrenzende Kanalisation mit entsprechenden Einsatzmitteln vor einer Kontamination geschützt. (wby)

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