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Menschen

Der Bert feierte seinen 85.

Bürgermeister Thomas Schwarzfischer würdigte die Lebensleistung des weithin geschätzten Jubilars Engelbert Piendl.
Sigismund Fuchs

Eine große Gratulatenschar gratulierte Engelbert Piendl zu seinem halbrunden Ehrentag.  Foto: Fuchs
Eine große Gratulatenschar gratulierte Engelbert Piendl zu seinem halbrunden Ehrentag. Foto: Fuchs

Zell.Groß war die Schar der Gratulanten beim 85. Geburtstag von Engelbert Piendl aus Hetzenbach. Viele Glückwünsche und Geschenke nahm der Jubilar entgegen, und die vielen Vereine ließen sich nicht zweimal bitten, ihrem treuen Mitglied als Herbergsvater die besten Wünsche zu entbieten.

Mit dabei auch Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat aus Trasching. Der Saal in Hotel Piendl war bis auf den letzten Platz besetzt. Engelbert Piendl ist ein Garant für die Wirtshaustradition, ein Wirt von echtem Schrot und Korn. „Bert, alles Gute zum Geburtstag. Und gsund bleibm“, das wünschten ihm die Gratulanten.

Engelbert Piendl ist ein gebürtiger Loiblinger. Er übernahm die Landwirtschaft des Vaters. Im Auftrag der Molkerei sammelte er die Milch ein. Nicht zu vergessen das Fuhrunternehmen, das er seit 65 Jahren hat. Die Gastronomie in Hetzenbach hat er ausgebaut. Ein modernes Hotel entstand, die Küche ist weithin bekannt.

Engelbert Piendl engagierte sich im öffentlichen Leben, auch deshalb ist er sehr beliebt. Zudem ist er begeisterter Jäger. Nicht zu vergessen die Musik. Mit der Quetschn spielt er zur Freude aller auf.

Die Jagdhornbläser, deren Gründungsmitglied Piendl ist, bereicherten den Abend mit verschiedenen Signalen unter der Leitung von Hornmeister Hans Hecht. Vorsitzender Hubert Kerscher gratulierte ihm ebenso. Die Kerscher- Musikanten spielten zünftig auf.

Der rote Lkw

Rodings Vize-Bürgermeister Alfred Reger erwies dem Jubilar ebenfalls die Ehre. Bürgermeister Thomas Schwarzfischer erinnerte an den roten Lkw mit dem Kennzeichen CHA-EP und der Aufschrift „Wir übernehmen gerne die Verantwortung für sie, denn der Milchtransport ist unsere Berufung seit 1954.“ In Zell gab es damals noch 35 Milchbauerm. Am Milchbankerl traf man sich um 6.30 Uhr, „ungeschminkt, und es wurde geschnupft“.

Gastwirtschaft und Geselligkeit gehören zusammen, so der Bürgermeister. Der Bert hatte mehrere Standbeine wie Transport, Landwirtschaft und Wirtshaus. Die lockeren Sprüche brachten ihm ein Schmunzeln ein wie: „Hot alles passt“, mogst an Schnapserl?“ Oder: „Gehst schon wieda?“ Das Wirtshaus wurde hergerichtet, das alte Gebäude abgerissen. Die Familie pendelte zwischen Loibling und Hetzenbach. „Unvorstellbar, dieses Arbeitspensum“, so der Bürgermeister. Jagd und Teichwirtschaft waren sein Ausgleich. Piendl sei Motor für viele Ideen gewesen. Die Welt habe sich in Hetzenbach getroffen, angefangen von den Flippers bis zu Ministern bei politischen Auftritten am Pfingstsonntag.

85 aktive Jahre kann man nicht auf fünf Minuten zusammenfassen, sagte Schwarzfischer. Die Momente der Erinnerung und der Dankbarkeit kämen erst dann, wenn das Fest vorbei sei. Der Bürgermeister empfahl dem Jubilar, einfach dazusitzen, die Aussicht und die Ruhe zu genießen und einfach dankbar zu sein. Mit einem Geschenk namens der Gemeinde und einem kleinen Taschenmesser mit Emblem der Gemeinde Zell wünschte der Bürgermeister dem Jubilar viel Gesundheit.

Dekan Ralf Heidenreich wandte sich an die Großfamilie. „Beide sind der Wallfahrtskirche verbunden“, betonte er. Das Haus Piendl habe stets eine helfende Hand. Er ließ ein Vergelt‘s Gott folgen und wünschte der „wunderbaren Familie“ Gottes Segen.

Thomas Piendl sprach von vielen Jubiläen in diesem Jahr und von seinem Vater, „dem Bert, ein Typ, der nach vorne geschaut hat“. Mit dem Milchfahren (damals in Kannen) habe er 1954 angefangen und sei zehn Jahre durchgefahren. Auch das Zementfahren war Schwerarbeit. „Die beiden – Mama und Papa – kann man nicht beschreiben, die muss man erleben“, meinte Thomas Piendl. 1973 übernahm sein Vater das Wirtshaus. „Ohne Mama hätte er das nicht schultern können.“

Wunsch von Sohn Thomas

Thomas Piendl brachte eine Anekdote vom Oktoberfest und stellte fest, dass sich Mutter und Vater immer um die Kinder kümmerten. Ihr Rat sei heute noch gefragt. Der Wunsch von Sohn Thomas: „Dass sich der Papa noch viele Jahre kümmern kann.“

Beifall erhielt auch der Leonhardiverein, bei dessen Gründung Bert Piendl maßgeblich beteiligt war. 1959 schloss er mit Erna Stuber aus Hetzenbach den Bund fürs Leben, dem vier Kinder entstammen. Zehn Enkel und ein Urenkel gehören mit zur Familie. Die beiden legen die Hände nicht in den Schoß, überall werden sie gebraucht.

Das Bayerwald-Echo wünscht Bert Piendl weiterhin alles Gute. (rsu)

Engelbert Piendl

  • Beruf:

    Er war Landwirt, Fuhrunternehmer und Gastronom mit Leib und Seele.

  • Engagement:

    Zudem engagierte sich Piendl im öffentlichen Leben und in Vereinen.

  • Hochzeit:

    1959 heiratete er Erna Stuber aus Hetzenbach.

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