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Gesundheit

Der Defi kann Leben retten

Spenden aus der Faschingshochzeit und von den Vereinen ermöglichten die Anschaffung. Eine Einweisung erfolgt demnächst.
Sigismund Fuchs

Die Schillertswiesener mit ihren Vereinsvorständen hielten bei der Anschaffung des Defibrillators wieder zusammen.  Foto: Fuchs
Die Schillertswiesener mit ihren Vereinsvorständen hielten bei der Anschaffung des Defibrillators wieder zusammen. Foto: Fuchs

Zell.Aus der sehr erfolgreichen Faschingshochzeit im letzten Jahr wurde von den Verantwortlichen eine sehr großzügige Spende zur Anschaffung eines Defibrillators für Schillertswiesen gegeben, wie Arthur Schiegl betonte. In seinen Grußworten im Feuerwehrgerätehaus begrüßte er Bürgermeister Thomas Schwarzfischer, die Gemeinderäte, die Verantwortlichen der Faschingshochzeit und die Sponsoren der Schillertswiesener Vereine wie den CSU-Ortsverband, die Frauen-Union, den OGV, die FFW, Kirtagemeinschaft, Kriegerverein und die Motorradfreunde.

Die Vorsitzenden der Vereine waren bei der Übergabe des Defi anwesend. Der Gesamtkaufpreis für dieses Gerät beträgt 3500 Euro, betonte Arthur Schiegl. Ein kleiner Restbetrag wurde dann von den übrigen Vereinen zur Restfinanzierung übernommen.

Pro Jahr sterben in Deutschland etwa 65 000 Menschen durch einen plötzlichen Herztod. Dies hat oft die unterschiedlichsten Gründe, wie Arthur Schiegl wissen ließ. Im letzten Jahr war öfter der Rettungsdienst in Schillertswiesen und auch der Rettungshubschrauber kennt den Weg nach Schillertswiesen mittlerweile genau, berichtete er. Das ist dramatisch für den Verletzten oder Kranken und auch für die Angehörigen. Der Rettungsdienst, Helfer vor Ort, der Notarzt oder der Rettungshubschrauber brauchen ihre Zeit. Bis Hilfe nach Schillertswiesen kommt, dauert es 15 bis 20 Minuten, fuhr er fort. Die ersten zehn Minuten sind oft die entscheidende Zeit.

Um den Herzschlag wieder in Gang zu setzen und die Sauerstoffversorgung wieder zu ermöglichen, ist der Defi ein sehr wirksames und technisch ausgefeiltes Gerät. Es ist deshalb eine große Sache von den Sponsoren, dass dieses Gerät angeschafft werden konnte. Wenn nur alle zehn Jahre einmal einem Menschen geholfen werden kann, sei dies eine super Sache, betonte Schiegl. Er wies darauf hin, dass das Gerät, das auf dem Tisch lag, auf dem neuesten Stand der Technik sei und zählte einige Merkmale auf: WLAN, Vollautomat, umschaltbar auch für ein Kind, Heizkissen im Aufbewahrungskasten, automatisches Überwachungssystem und kompatibel mit den Geräten des Notarztes. Betreut wird das Gerät von ausgewählten Mitgliedern der Feuerwehr und den Nachbarn. Arthur Schiegl appellierte an die Dorfbewohner, das Gerät auch in Anspruch zu nehmen und es auch zu holen. Abwarten sei der schlechteste Rat. In nächster Zeit erfolgt die Einweisung, betonte Arthur Schiegl.

Die Faschingshochzeit ist von der Dorfgemeinschaft getragen worden und soll auch der Dorfgemeinschaft zugutekommen, sagte Verena Fuchs, bevor sie Arthur Schiegl Dank sagte.

„Ich weiß, dass die Schillertswiesener gerne feiern“, sagte Bürgermeister Thomas Schwarzfischer, der auch auf die Nachwehen verwies, die manchmal eintreten können. Heute zu diesem Anlass aber seien sie positiv, meinte er. Die Anschaffung sei sinnvoll und der technische Fortschritt sei sehr schnell.

Auch er appellierte an die Dorfbewohner, keine Scheu zu haben vor dem Defi, der Leben retten kann. Man kann nichts falsch machen, stellte er fest, nur wenn man nichts macht, macht man etwas falsch. Er hofft dennoch, dass er nicht so oft zum Einsatz kommt und das Gerät nicht oft gebraucht wird. Im Übrigen ist der Defi beim Feuerwehrgerätehaus untergebracht. (rsu)

Der Defibrillator

  • Funktionsweise:

    Dazu gibt das Gerät über Elektroden auf der Brust des Betroffenen Stromstöße ab. Das Ziel dieser Schocks ist es, das Herz auf seinen normalen Schlag zu bringen.

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