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Jubiläum

Der DJK Vilzing wurde das Zelt zu klein

Der Festauftakt in Vilzing übertraf alle Erwartungen und Festleiter Kernbichl bescheinigte allen echte Leidenschaft.

Bandträgerin Lena Reschmeier und Festbraut Meike Eisenreich waren mit ihren Festdamen schon in herrlicher Feierlaune. Fotos: chi
Bandträgerin Lena Reschmeier und Festbraut Meike Eisenreich waren mit ihren Festdamen schon in herrlicher Feierlaune. Fotos: chi

Cham.„Der Festausschuss hat 23 Sitzungen gehabt, um das Jubiläumsfest der DJK Vilzing vorzubereiten. Das war eine Menge Arbeit. Aber seit Montag weiß ich, warum auf unserer Homepage das Wort Leidenschaft steht“, sagte am Freitagabend DJK-Vorsitzender und Festleiter Klaus Kernbichl am ersten Abend des Jubiläumsfestes zum 50-jährigen Bestehen der DJK Vilzing im Festzelt. Es hätten sich derart viele Helfer zum Zeltaufbau am Montag eingefunden und auch die ganze Woche über auf dem Festplatz gewerkelt– ehrenamtlich, teilweise sogar im Urlaub, dass dies ein eindeutiges Zeichen sei für die Leidenschaft der DJK-Mitglieder für ihren Sportverein und das Dorf.

Die Michelsdorfer klatschten sich beim Rückmarsch vom DJK-Heim ihren Marschrhythmus selber, weil man die Kapelle hinten nicht mehr hörte.  Fotos: chi
Die Michelsdorfer klatschten sich beim Rückmarsch vom DJK-Heim ihren Marschrhythmus selber, weil man die Kapelle hinten nicht mehr hörte. Fotos: chi

Der Festauftakt am Freitag hatte eigentlich schon am Nachmittag begonnen, als die DJKler zuerst ihrem Gründungsvorsitzenden Josef Irrgang in seinem Haus die Ehre gaben und ihm von den „Original Bixnbutzern“ aufspielen ließen. Von der Familie Irrgang wurden sie mit Getränken, Schmalzgebackenem und selbst gemachtem Eis verwöhnt. Danach ging es zur Abzweigung der Huthgartenstraße. Dort warteten schon der Patenverein FC Zandt und der Ehrenpatenverein SV Michelsdorf, um zum DJK-Heim zu ziehen, wo Festmutter Kerstin Posel und Schirmherr Hanse Gmach die Sportfreunde bestens bewirteten.

Festeinzug um den Dorfweiher

Voll Tatendrang: Festmutter Kerstin Posel Fotos: chi
Voll Tatendrang: Festmutter Kerstin Posel Fotos: chi

Gegen Abend ging’s wieder hinauf auf den Dorfplatz, wo schon eine Menge Orts-, Sportvereine und auch ein paar umliegende Feuerwehren oder Veteranenvereine auf die drei Festvereine warteten. In einem kurzen Festeinzug rund um den Dorfweiher bildeten Jubel- und Patenvereine vor dem Zelteingang ein langes Spalier, das die Gäste ins Zelt klatschte. Gegen Ende des Zuges gab es doch ein paar Staus, der Platz im Zelt reichte nicht für die Massen. So mussten neben dem Zelt noch Tische und Bänke aufgestellt werden, damit alle einen Sitzplatz bekamen. Doch später meinte Ehrenschirmherr Manfred Zollner, dass er gegen ein größeres Festzelt plädiert habe, man müsse nur „zammrucka“, dann sei die Stimmung gleich noch besser. Und wie sagte ein Festbesucher: „Wenn ma sonst nix doa braucha ois wia feiern, dann is’s net schwaar.“

Die DJK Vilzing feiert ihren 50. Geburtstag

Vier Tage Vollgas versprach der „beste Patenverein“ FC Zandt.  Fotos: chi
Vier Tage Vollgas versprach der „beste Patenverein“ FC Zandt. Fotos: chi

Als die Gäste im Zelt waren, wurde zuerst der Ehrenpatenverein SV Michelsdorf von der Kapelle „Bayerwald-Sterne“ ins Zelt gespielt, Patenbraut Stefanie Schmid und ihre Festkinder durften beim Einzeleinzug die Aufmerksamkeit der Besucher genießen. Genauso ging es dem Patenverein FC Zandt mit Festbraut Christina Kouba und schließlich auch dem Festverein. Dem Schirmherrn war es vorbehalten, das obligatorische erste Fass Bier anzuzapfen.Franz Stubenhofer von der Brauerei Aldersbach hatte alles vorbereitet und gab noch Tipps, wie es relativ trocken funktionieren könnte. Doch Hanse Gmach war wohl zu eigensinnig, denn das Bier floss zwar nach vielen Spritzern, aber nicht nur aus dem Hahn, sondern auch ein wenig daneben. Doch der Fassdruck war schnell in den Maßkrügen der Honoratioren absorbiert und so konnten alle beruhigt auf ein schönes, harmonisches Fest anstoßen.

Der berühmteste Sohn der DJK

Klaus Kernbichl schnappte sich das Mikrofon. Er verglich die DJK Vilzing mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Den Profikickern habe gefehlt, womit die DJK auf ihrer Homepage wirbt: Leidenschaft und Bodenständigkeit. Diese Tugenden habe er bei seinen Mitgliedern in den letzten Tagen erleben dürfen. Er wünsche seinem Verein vier leidenschaftliche Festtage, sagte er, bevor er Honoratioren und 23 Vereine noch einmal begrüßte. Und auch der „berühmteste Sohn der DJK Vilzing“ war im Zelt, Christoph Janker, der beim FC Augsburg in der Bundesliga spielt und zum Geburtstag seiner Mutter heimgekehrt war.

„Schirmherr in Vilzing, des is a unbandige Geschichte. Wia i vom Manfred (Zollner) g’fragt worn bin, ob i an Schirmherrn mach, hab i glei gsagt: ‚Ja, des mach i‘!“, erzählte Schirmherr Hanse Gmach. „Etz hab i endlich amol die Chance: Etz bin i aa endlich mal was.“

Anstoßen auf ein schönes Fest: die Festhonoratioren und Ehrengäste  Fotos: chi
Anstoßen auf ein schönes Fest: die Festhonoratioren und Ehrengäste Fotos: chi

Ehrenschirmherr Manfred Zollner sagte, es sei eine große Freude, so viele Vereine im Zelt zu sehen. Festmutter Kerstin Posel und Festbraut Meike Eisenreich waren mit ihren Festkindern auf die Bühne gekommen, beteuerten, dass sie sich freuen, die Ehrenämter angetragen bekommen zu haben. Landrat Franz Löffler war stolz auf den Zusammenhalt in der Bevölkerung und den Vereinen. Stolz könnten die Vilzinger auch auf ihre Fußballer sein, sie seien ein Aushängeschild des Landkreises. Ähnlich äußerte sich Bürgermeisterin Karin Bucher, die meinte, dass man sich immer wieder wundern müsse, was die Vilzinger auf die Beine stellen. Beide hatten Geldspenden mitgebracht.

Der Vorsitzende des FC Zandt, Bernhard Heigl, erwähnte die lange Partnerschaft seines Vereins mit der DJK. Er holte seine Leute mit auf die Bühne, Festbraut, Bürgermeister und noch etliche mehr. Und Heigl versprach: „Wir san vier Tag‘ da, wir wer’ma vier Tag‘ Stimmung machen.“ So wurde es eine fröhliche und lange Nacht in Vilzing. Manche sahen gar den nächsten schönen Festtag schon anbrechen. (chi)

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