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Sonntag, 17. Juni 2018 25° 8

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Der Frauenbund lebt das Ehrenamt

Bei der Bezirksversammlung des Frauenbundes im Geistlichen Zentrum referierte Monika Schmidpeter über das Ehrenamt.
Von Claudia Peinelt

Jolande Rappert dankte Monika Schmidpeter mit einem Präsent. Foto: cci
Jolande Rappert dankte Monika Schmidpeter mit einem Präsent. Foto: cci

Cham. Zur internen Bezirksversammlung hatte Bezirksvorsitzende Jolande Rappert die 19 Zweigvereine ins Geistliche Zentrum eingeladen. Rappert bedankte sich zu Beginn bei den Verantwortlichen des Klosters, dass es wieder unkompliziert war, einen Termin für den Frauenbund zu bekommen. „Mir wurde zugesagt, dass ich im nächsten Bildungsprogramm auch das Geistliche Zentrum mit Aktionen für den Frauenbund berücksichtigt wird“, so Rappert.

Warum ein Ehrenamt glücklich macht, erläuterte die stellvertretende Diözesanvorsitzende in lebendigen Ausführungen, in die auch die Frauen mit einbezogen wurden. Rund 13,5 Millionen Menschen seien in Deutschland ehrenamtlich tätig. Das Ehrenamt habe sich über die Jahre verändert. Ursprünglich war das Ehrenamt ähnlich wie der heutige Schöffendienst eine zugewiesene Aufgabe, nicht ein selbst gewähltes Engagement für das Allgemeinwohl. „Es war zwar unbezahlt, aber mit einem lange wichtigen Ehrgewinn verbunden.

Das heutige Ehrenamt für ein persönliches oder soziales Anliegen lebt weniger von diesem Begriff der Ehre als von der Freude am Helfen“, erklärte Monika Schmidpeter. Sie selbst habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht, warum Menschen das machen und sich freiwillig und unentgeltlich in der Gesellschaft engagieren. An die Freuen teilte sie Karten aus, auf denen sie in Gruppen verschiedene Fragen zu beantworten hatten. Eine der Frage war, warum es sich möglicherweise lohnen könnte, eine ehrenamtliche Aufgabe auszuprobieren. Antworten darauf waren unter anderem, dass ein soziales Engagement Ausgleich, Sinn und Halt gibt. „Man hat den Eindruck, etwas bewegen zu können“, sagte eine der Frauen. Eine andere antwortete, dass Helfen Spaß und auch glücklich macht.

Im Anschluss an den Vortrag informierte Rappert über die Arbeit im Diözesanverband. Eine Unterschriftenliste für die Frauenrente liegt im Friseurgeschäft Rappert aus und wurde an alle Zweigvereinsvorsitzende verschickt. „Es gibt 180 000 Frauenbundmitglieder bundesweit, in der Diözese Regensburg sind es rund 60 000 Mitglieder“, so Rappert. Trotzdem werde der Frauenbund immer noch viel zu wenig gesehen. Gerade in Cham sei Rappert aufgefallen, dass der Frauenbund zu manchen Veranstaltungen nicht eingeladen werde. „Es heißt immer, dass die Pfarrei eingeladen wurde. Der Frauenbund ist aber nicht zugleich die Pfarrei, sondern ein eigenständiger Verein“.

Jolande Rappert wird im Herbst nach 16 Jahren Frauenbundarbeit bei der Neuwahl zur Bezirksvorsitzenden nicht mehr antreten: „Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht und ich glaube, sagen zu können, dass ich eine typische Frauenbundfrau war und bin. Ich kann jeder Frau nur ans Herz legen, sich für so ein Ehrenamt zu engagieren. Die unentgeltliche Arbeit, die man hier leistet, bekommt man in vielfacher Weise positiv zurück.“

„Dort, wo die Arbeit einen möglicherweise nicht mit Sinn erfüllt, kann das Ehrenamt dieses geben“, erklärte Monika Schmidpeter.

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