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Region Cham
Samstag, 21. April 2018 25° 3

trauerkultur

Der Friedhof ist ein Ort der Stille

Susanne Deutschländer referierte zin Michelsneukirchen.

Christa Reim bedankte sich bei Susanne Deutschländer mit einem Präsent für den informativen Vortrag. Foto: rse

MICHELSNEUKIRCHEN.Der Friedhof ist ein Ort der Stille, des Gedenkens und des Besinnens. So wie der Mensch in einer Gemeinschaft lebt, ist auch der Friedhof nicht eine Ansammlung von Einzelgräbern, sondern ist jedes Grab als Bestandteil eines Ganzen zu sehen. Jeder Einzelne trägt also Verantwortung am Gesamtbild des Friedhofes.

Im Anschluss an die Jahresversammlung des VGL hielt die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Cham Susanne Deutschländer einen Vortrag zum Thema „Unser Friedhof – ein Ort der Würde, Kultur und Natur“.

Sehr wichtig sei die Würde, so Susanne Deutschländer gleich zu Beginn ihrer Ausführungen.

Wichtig sei auch die Natur. Bäume an Friedhöfen seien ein Symbol für den Kreislauf des Werdens und Vergehens. Grüne Friedhöfe würden tröstend und würdevoll wirken. Rasen statt der üblichen Kiesflächen zusammen mit Gehölzstrukturen würden ein harmonisches Bild ergeben.

Auf auffällige Grabeinfassungen solle verzichtet werden, den Gräber sollen Spiegel der Gemeinschaft sein.

Bei der Wahl des Grabsteines solle daran gedacht werden, dass vor Gott alle gleich sind, so Deutschländer. Grundsätzlich sollten Steine höher als breit sein, helle Steine würden hoffnungsvoll wirken. Inschriften sollen ebenfalls hoffnungsvoll wirken und auf den Menschen, dem sie gewidmet sind, zugeschnitten sein.

Natürlich ging die Fachfrau auch auf die Bepflanzung von Gräbern ein, die in drei Bereiche gegliedert ist: die Rahmenbepflanzung, die Dauerbepflanzung sowie die Wechselbepflanzung, mit der Farbtupfen gesetzt werden können. Sie nannte eine ganze Reihe von Pflanzen, die sich für die Grabbepflanzung eignen.

Anhand von Fotos zeigte die Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer sowohl viele positive als auch negative Beispiele von Friedhofsgestaltungen. Sie hatte auch viele Fotos von Friedhöfen in anderen Ländern mit dabei, bei denen deutlich wurde, dass die Friedhofsgestaltung sehr viel von der jeweiligen Kultur ausdrückt.

Die VGL-Vorsitzende Christa Reim bedankte sich abschließend bei Susanne Deutschländer mit einem kleinen Präsent für den sehr informativen Vortrag. (rse)

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