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Freizeit

Der Jakobsweg baut europaweite Brücken

Schüler der elften Klasse haben sich den bekannten Weg zur Projektaufgabe gemacht und ihn nun ein stückweit erkundet.

Die erste Etappe auf dem Ostbayerischen Jakobusweg von Eschlkam nach Vseruby ist geschafft. Foto: kbi
Die erste Etappe auf dem Ostbayerischen Jakobusweg von Eschlkam nach Vseruby ist geschafft. Foto: kbi

Eschlkam.Der Umsetzung ihres Projekt-Seminars „Caminando hacia Santiago de Compostela“, das die Gymnasiasten aus der elften Klasse mit ihren Lehrern und Eschlkams Touristiker Josef Altmann sowie Bürgermeister Vaclav Bernard angestoßen haben, immer näher. Einer der Höhepunkte ist der „Deutsch-Tschechische Jakobustag“ am 1. Juli, der von Schülern der elften Klasse des Robert-Schuman-Gymnasium Cham mitgestaltet wird. Auch der Bischof von Pilsen, Tomas Holub, hat für diesen Tag seine Teilnahme bereits zugesagt.

Außerdem steht dann auch noch die Abschlussfahrt im September an, der alle Schüler schon entgegenfieberten. In der vergangenen Woche brachen die Gymnasiasten zu einer Probe-Jakobswanderung mit ihren Lehrern und in Begleitung von KEB-Geschäftsführer Michael Neuberger in Eschlkam nach Tschechien auf. Über die Großaigner Straße ging es zur schönen Großaigner Brücke wo sie alle die Statue des Heiligen Jakobus des Älteren, den Patron der Eschlkamer Pfarrkirche, bewunderten. Dann ging es durch Großaign vorbei am Feuerwehrhaus, auf dem eine Muschel aus Santiago de Compostela prangt.

Weiter ging es auf dem Jakobsweg durch eine herrliche Frühlings-Landschaft mit satten grünen Wiesen, beim Steg über die Chamb gab es eine kleine Pause, wo Michael Neuberger seine Gedanken einbrachte. Auf dem Jakobsweg ging es weiter nach Seugenhof und durch den Wald zur herrlichen Begegnungs- und Besinnungsstätte die von allen Seiten wie eine Muschel aussieht. Der Schützenverein Seugenhof hat sie errichtet. Hier trugen sich die Pilger ins Pilgerbuch ein und holten sich einen Stempel.

Beim Jakobsstein an der Grenze, von wo aus es noch 2228 Kilometer nach Santiago de Compostela sind, erzählte Michael Neuberger, wie es hier vor dem Fall des Eisernen Vorhangs ausgesehen hatte, als alles mit Bäumen und Sträuchern, dahinter mit drei Grenzzäunen und Strom, gesichert und kein Durchkommen möglich war. Er selbst hatzr zudem einen besonderen Bezug zu dieser Grenze, denn sein Vater war Zollbeamter.

In einem früheren Zollhaus, das mittlerweile verkauft worden ist, hatte seine Familie gewohnt. Im Rathaus in Vseruby hatte Bürgermeister Vaclav Bernard für die müden Wanderer Getränke besorgt, auch belegte Happen und Golatschen waren vorbereitet worden. Hier langten sie alle tüchtig zu und bedankten sich recht herzlich dafür. (kbi)

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