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Tradition

Der Kirtabaum misst 33 Meter

Die Mitterdorfer Burschen halten Kirchweih wie in alten Zeiten – und die Kinder haben einen eigenen Kirtabaum aufgestellt.
Jakob Moro

  • Rund 33 Meter ist der Baum dieses Jahr, da mussten alle zusammenhelfen, um ihn in die Senkrechte zu bringen. Foto: Jakob Moro
  • Die Jüngsten stellten einen eigenen Kirtabaum auf. Foto: Jakob Moro

Roding.Alle Jahre wieder, am dritten Wochenende im Oktober, feiert Mitterdorf seine Kirchweih. Ein besonderes Ereignis ist das auch bei den Mitterdorfer Burschen. Der Burschenverein Mitterdorf ist Garant für Kameradschaft und Geselligkeit.

Dies konnten die Besucher Mitterdorfs an Kirchweih wieder einmal erfahren. Dabei werden die Burschen in Mitterdorf nicht weniger, sondern mehr. Dies konnten alle, die seit Jahren in Mitterdorf beim Kirtabaum aufstellen zuschauen, feststellen.

Wenn anderenorts auch schon mal ein Traktor oder ein Bagger mithilft den Kirtabaum aufzustellen, hält der Burschenverein an der Tradition fest. Bereits am frühen Morgen wurde geschaufelt und ein tiefes Loch gegraben, um nachmittags per Hand den Kirtabaum aufzustellen. Während der ganzen Kirchweihwoche liefen die Vorbereitungen für das Kirchweihfest. Das Team der Burschen besorgte wieder einen prächtigen, aber auch schweren Baum. Wurde vor rund 40 Jahren, bei der Gründung des Burschenvereins, stets der Baum von den vielen Waldbesitzern gesponsert, wurde er dieses wie vergangenes Jahr von den Staatsforsten erworben.

Die ersten Baumspender waren Johanna Paulus aus Lunz, Johann Schwarzfischer aus Dicherling, Alfons Schwarzfischer vom Kapplhof, Michael Bräu aus Braunried, die Katholische Kirchenstiftung, Xaver Kraus aus Mitterdorf, Alfons Hierl aus Nassen und Johann Schmaderer aus Nassen.

Die Kirta-Deandln banden die drei großen Kränze, die abends beleuchtet werden. Der Baum ist mit den Insignien „BVM 2019“ (Burschenverein Mitterdorf 2019) gekennzeichnet. Das „Soing“ wurde traditionell per Hand ausgegraben. Diese Tradition lassen sich die Mitterdorfer Burschen ebenso nicht nehmen, wie das Aufstellen des Baumes per Hand, ohne technische, maschinelle Hilfe.

Pünktlich um 13 Uhr ging es für die Kinder ab zum Schmücken und Aufstellen ihres Kirtabaums, ehe die Burschen aus Mitterdorf am Zuge waren.

Auch in diesem Jahr übernahm Klaus Schwarzfischer das Kommando und die Verantwortung beim Aufstellen. Bewährte Kräfte standen ihm zur Seite.

Das wichtigste Kommando war mehrfach zu hören: „Alle zugleich – hebt auf“. Nach etwa einer Stunde war es dann soweit. Der Schlachtruf „Wer hot Kirta? – Wir ham Kirta“ oder auch „In Mitterdorf ist Kirta, mai liab’a, do is schei“ war oft und lautstark zu hören.

Unter Mithilfe der Bevölkerung, vielen Zuschauern, wurde unter fachkundiger Anleitung und Kommando von Klaus Schwarzfischer die riesige, über 30 Meter hohe Fichte, mit weißblauen Bändern geschmückt, erworben von den Bayerischen Staatsforsten, in die Senkrechte gebracht.

Eine anstrengende, konzentrierte und schweißtreibende Arbeit, bei der alle im Team gefordert waren. Der anschließende Umtrunk mit Freibier und Leberkäs-Semmeln schmeckte da besonders gut. (rjm)

Der Kirtatanz

  • Vereine:

    Alle örtlichen Vereine, die befreundeten umliegenden Burschenvereine trafen sich und sorgten für ein volles Haus. (rjm)

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