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Der Kuckuck ist im Landkreis zurück

Wer einen Kuckuck-Ruf hört, soll dies dem LBV melden. Diese erfolgreiche Mitmach-Aktion gibt es schon seit 13 Jahren.

Der LBV sammelt seit vielen Jahren alle Daten über den Kuckuck. Foto: Herbert Henderkes
Der LBV sammelt seit vielen Jahren alle Daten über den Kuckuck. Foto: Herbert Henderkes

Cham.Wenn der markante Ruf des Kuckucks erklingt, ist der Frühling in vollem Gange. Die ersten der beliebten Vögel sind bereits wieder im Landkreis Cham zu hören. Die LBV-Kreisgruppe Cham ruft deshalb bereits zum 13. Mal alle Bayern dazu auf, ihren ersten rufenden Kuckuck des Jahres zu melden. Mit Hilfe der gesammelten Daten will der Landesbund für Vogelschutz herausfinden, ob sich die Ankunftszeit des Kuckucks langfristig verändert, zum Beispiel als Anpassung an den Klimawandel“.

Ab Ende März waren im vergangenen Jahr die ersten charakteristischen Rufe der Kuckuck-Männchen zu hören und zwar meist in Oberbayern, Oberfranken und Mittelfranken. Der große Kuckucks-Ansturm 2019 kam Mitte bis Ende April nach Bayern. Damit das Citizen-Science-Projekt zur Ankunft der Zugvögel auch dieses Jahr viele aufschlussreiche Daten erhält, hofft die LBV-Kreisgruppe Cham auf Corona-Spaziergeher mit guten Ohren und Interesse, sich an der Forschungsarbeit zu beteiligen. Die ersten Kuckucke für 2020 wurden dem LBV bereits gemeldet: Die ersten Meldungen per Telefon kamen vergangene Woche aus Roding und Cham, sagt der Leiter des LBV-Zentrums in Nößwartling, Markus Schmidberger. Mit dem großen Kuckuck-Ansturm ist aber erst in diesen Tagen zu rechnen. Im Jahresvergleich von 2008 bis 2019 zeigt sich, dass bis auf 2017 die Mehrheit der Kuckuck-Meldungen immer in der zweiten Aprilhälfte eingeht.

Wer sich nicht sicher ist, ob der gehörte Ruf vom Kuckuck oder dem manchmal ähnlich klingenden Balzruf der Türkentaube stammt, kann auf der LBV Bayern-Homepage den „Ruf-Check“ mit Hörbeispielen machen.

Der Bestand des Kuckucks ist deutschlandweit rückläufig. Deshalb untersucht und erforscht der LBV die Biologie der Vogelart über ihren gesamten Lebenszyklus. Der Grund für den Bestandsrückgang des Kuckucks liegt in einem ganzen Bündel von unterschiedlichen Effekten im Brutgebiet, auf dem Vogelzug und in den Rast- und Überwinterungsgebieten.

Mit der Sammlung langjähriger Datenreihen zur Kuckucksankunft im Brutgebiet möchte der LBV untersuchen, inwieweit der Klimawandel mitverantwortlich ist. Denn einige Wirtsvögel des Brutparasiten, die im Mittelmeerraum überwintern, kehren früher in ihre Brutgebiete zurück. Für die erfolgreiche Fortpflanzung muss sich der Kuckuck aber genau auf das Brutgeschehen seiner Wirtsvögel abstimmen.

Erfolgsgeschichte

  • Mitmachaktion:

    Die LBV-Mitmachaktion zum ersten Kuckuck-Ruf des Jahres ist eine echte Erfolgsgeschichte. In den vergangenen zwölf Jahren beteiligten sich bayernweit immer mehr Naturfreunde an der Mitmachaktion, so der LBV.

  • Teilnahme

    : Jeder kann an dem Forschungsprojekt teilnehmen: Einfach unter www.lbv.de/kuckuck melden, wann und wo der erste Kuckuck gehört wurde. Auf der Live-Karte kann außerdem die Ankunft des Kuckucks in Bayern mitverfolgt werden.

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