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Region Cham
Dienstag, 19. Juni 2018 24° 3

Sport

Der Lauf ums „magische U“

700 Läufer meisterten beim Ultra-Trail am Lamer Winkel den Lauf über zwei Bergketten. Am Ziel gab es Standing Ovations.
Von Maria Frisch

Die Läufer wurden kräftig angefeuert von den unzähligen Zuschauern. Fotos: kli
Die Läufer wurden kräftig angefeuert von den unzähligen Zuschauern. Fotos: kli

Lam. „Wir freuen uns riesig, dass der Marktplatz proppenvoll ist“, so Johannes Schmid bei der Siegerehrung des U.TLW am Samstagabend. Von der Bühne aus sei der Blick in die belebte Wohnstube Lams ein wunderschöner Anblick. 36 Stunden Gänsehaut und voller Adrenalinschübe erlebte das Team Gamsbock an diesem Wochenende, obwohl es selbst keinen Wettkampf bestritt.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zwar nicht selber über die Ziellinie zu laufen, aber dazu beizutragen, dass 700 glückliche Läuferinnen und Läufer am Marktplatz sitzen“, brachte es der Moderator auf den Punkt.

Beginn: Start für die Läufer war am Seepark in der Gemeinde Arrach. Foto: kli
Beginn: Start für die Läufer war am Seepark in der Gemeinde Arrach. Foto: kli

Laut der Lamer Bergwachtbereitschaft war es ein größtenteils verletzungsfreies Rennen. „Das ist für uns fünf vom Team Gamsbock das Allerwichtigste“, so Johannes Schmid. Die Beteiligten stammten aus zehn Nationen. Es war die deutsche Topelite vor Ort: Läufer aus 16 Bundesländern und viele aus der Region. „Das macht uns superhappy und zugegeben auch etwas stolz“.

Lauf über zwei Bergketten

Maria Koller, Markus Mingo, Wolfgang Hochholzer und Johannes Schmid vom Organisationsteam wissen selbst am besten, was diese Strecke über die zwei gegenüberliegenden Bergketten – das magische U – dem menschlichen Körper abverlangt. „Es ist kein Pappenstiel, sondern prügelhartes Laufen über 25 beziehungsweise 54 Kilometer.“ Alle, die am Start standen und sich monatelang vorbereitet hatten, seien unbestritten Sieger. „Wer sich so einer Herausforderung stellt, ist absolut irre – im positiven Sinn“, scherzte Schmid. Der ganz besondere Dank galt bei dieser Gelegenheit den vielen Sponsoren, die es erst möglich gemacht hatten, dass das Event auch finanziell auf gesunden Beinen stehen konnte.

Moderation: Moderator Stephan Jarosch sorgte für die Unterhaltung der Zuschauer. Foto: kli
Moderation: Moderator Stephan Jarosch sorgte für die Unterhaltung der Zuschauer. Foto: kli

Man habe zudem von Freitagmittag bis Samstagabend gemerkt, dass der Trial um den Lamer Winkel nicht eine Veranstaltung sei, die zufällig hier stattfinde, „sondern dass die drei Bürgermeisterecht Bock auf dieses Event haben.“ Johannes Schmid dankte seinem „Sandkastenfreund“ Paul Roßberger, Sepp Schmid, der zusammen mit Hermann Zapf für alle nötigen Vorkehrungen am Seepark in Arrach gesorgt hatte, wo der Start war, und Franz Müller, der die Weichen in Lohberg gestellt hatte.

In unserer Bildergalerie finden Sie die schönsten Momente des Laufs

Ultratrail Lamer Winkel

140 Helfer waren dabei

„Es ist unfassbar, was in den drei Gemeinden alles passiert ist. Wir haben auf unseren Listen 140 Namen von treuen Helfern stehen, von Arrach bis Lohberg“, bestätigte der Redner und setzte damit frenetischen Beifall in Gang. Paul Roßberger, der selber den „Osserriesen“ mitgelaufen ist, erfuhr am eigenen Leib, dass die Trailrunner familiär miteinander umgehen und aufeinander aufpassen.

Diese Feststellung veranlasste das Publikum in der guten Stube Lams zu Standing Ovations für die Ideengeber und Initiatoren – das Team Gamsbock.

Kindertrail: Hier zeigten schon die Jüngsten, was sie läuferisch so drauf haben. Foto: kli
Kindertrail: Hier zeigten schon die Jüngsten, was sie läuferisch so drauf haben. Foto: kli

Nach der Siegerehrung herrschte regelrechte Partylaune auf dem Marktplatz und im Bräustadl – und nach den vielen zurückgelegten Kilometern bei durchaus warmen Temperaturen hatten sich die Teilnehmer wie auch die Helfer die Feier redlich verdient. Der Trailrun um das „magische U“ war einmal mehr ein Erfolg sowohl für die Veranstalter, wie auch für die Teilnehmer, die sich monatelang darauf vorbereitet hatten. Dafür gebührte ihnen allen auch der Respekt der vielen Zuschauer. (kli)

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